Gartengestaltung Gartenhäuser & Gerätehäuser

Mit einem Blockhaus-Gartenhaus auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit im eigenen Garten setzen

Wer auf der Suche nach einem Gartenhaus ist, sollte nicht nur auf Größe und Optik achten. Ebenso wichtig sind Nachhaltigkeit und die Verwendung ökologischer Baustoffe, wie Holz.

Blockhaus Gartenhaus
© Holzbau PERR GmbH
Wer einen Garten sein Eigen nennen darf, liebäugelt früher oder später mit der Option, etwas vom Grün abzuzwacken, um ein Gartenhäuschen platzieren zu können. Doch wozu soll das Gartenhaus dienen? Meist soll es für zusätzlichen Stauraum sorgen, um Rasenmäher und Co. eine Heimat zu bieten und im besten Fall sogar noch Platz für die Gartenmöbel zu haben.

Wer lediglich die Intention hat, Stauraum zu schaffen, setzt auf ein meist recht schlichtes Gartenhaus. Die kleinste Variante ist der Schuppen, der frei von Fenstern ist und lediglich als Unterstand für Garten-Equipment dient. Wer mehr Platz im Garten hat oder das Gartenhaus auch als Sommerquartier nutzen möchte, könnte sich ein Blockhaus-Gartenhaus in den Garten stellen. Was sich dahinter verbirgt und wie es um die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz bestellt ist, verrät dieser Artikel.

Ein Holzhaus steht für Nachhaltigkeit und Umweltschutz

Wer sich für ein Holz-Gartenhaus entscheidet, der schätzt vielleicht die natürliche Holzoptik und das Gefühl, ein kleines Ferienhäuschen im Garten zu haben. Doch immer häufiger treffen Gartenbesitzer auch ganz bewusst die Entscheidung für ein Holz-Gartenhaus – und zwar der Umwelt zuliebe. Doch wie ökologisch und nachhaltig ist ein Holz-Gartenhaus eigentlich?

➔ Natürlicher Rohstoff & ökologischer Baustoff

Blockhaus Gartenhaus
© Holzbau PERR GmbH |Gartenhaus mit Fichtenbalken
Holz ist ein natürlicher, gesunder und ökologischer Baustoff und passt in der Regel deutlich besser in einen Garten als ein Schuppen aus Kunststoff. Holz strahlt Wärme aus, lebt und atmet und erhält diese ganz natürlichen Eigenschaften am besten, wenn Lasuren zur Pflege verwendet werden – und nicht etwa deckende Lacke, die die Natürlichkeit des Holzes verdecken statt zu unterstreichen. Im besten Fall stammt das Holz für das Gartenhaus aus heimischer, nachhaltig bewirtschafteter Forstwirtschaft.

Hersteller wie Peer, die sich auf nachhaltige Gartenhäuser spezialisiert haben, unterstreichen genau diesen Ansatz – dass sie Holz aus nachhaltiger Bewirtschaftung für den Bau ihrer Blockhäuser nutzen. Bei Peer werden Fichten- und Tannenstämme aus Schwaben und Oberbayern zu Rundstammhäusern verbaut. Die Trocknungszeit beträgt bei diesen Hölzern etwa eineinhalb bis drei Jahre. Durch die lange Trocknungszeit können Setzungen und Drehungen verringert werden. Das Material für die Holzhäuser aus Vierkantholz stammt von zertifizierten Lieferanten aus Deutschland und Österreich.

➔ Langlebig und klimafreundlich

Mit guter, materialgeeigneter Pflege erfreut ein Holz-Gartenhaus seine Besitzer einige Jahre lang – und zwar mit natürlicher Optik und einem hervorragenden Raumklima, das per se für Gemütlichkeit steht. Hat ein Holz-Gartenhaus das Ende seiner Lebenszeit erreicht, ist es – aufgrund des natürlichen Materials – keine Belastung für die Umwelt, sondern geht dorthin zurück, wo es einst entstanden ist: in die Natur. Über den Lebenzyklus eines Holzhauses hinweg betrachtet sind Blockhäuser sehr klimafreundlich und binden Kohlendioxid. Immer beliebter wird auch eine umweltfreundliche Dachbegrünung auf dem Gartenhaus.

Rundstammholzhäuser vs. Vierkantholzhäuser – das sind die Unterschiede

Auf den ersten Blick sind beide Varianten vor allem eins: hübsch anzusehen durch das natürliche Material, das Holz. Blockhäuser können mit Rundstammbohlen errichtet werden, mit Vierkanthölzern und mit Einzellamellen, die im Vorfeld mehrschichtig verleimt werden, bevor sie zum Blockhaus werden.

➔ Blockhaus mit Vierkantbohlen

Vierkantholz Blockhaus
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Vierkantholzbohlen zu verbinden. Das Tiroler Schloss trägt weniger auf als die Überblattung. | © Holzbau PERR GmbH
Der Bau eines Blockhauses mit Vierkanthölzern ist der Ansatz für Ungeduldige, denn die Vierkantbohlen, die für das Holzhaus benötigt werden, werden industriell hergestellt. Wichtig ist eine genaue Planung im Vorfeld. Dann können die Blockbohlen mit Profilen, Kabelkanälen und Verkämmerungen vorgefertigt werden. Die symmetrische Form der Vierkantbohlen ermöglicht eine sehr moderne Haus- und Raumgestaltung. Zudem lässt sich mit Vierkantbohlen eine vergleichsweise glatte Wand-Oberfläche herstellen, die einrichtungs- und gestaltungstechnisch immer dann sinnvoll ist, wenn das Block-Gartenhaus als zusätzlicher Raum dienen soll.

Vierkantbohlen sind formstabil, passgenau, fast setzungs- und rissfrei und sehr klimafreundlich. Vor allem Asthmatiker und Allergiker profitieren von der natürlichen Wand- und Hausgestaltung. Massive Vierkantblockbohlen gibt es hauptsächlich in den Größen von 8 bis 28 Zentimetern Balkonbreite. Die Stärke der Vierkantholzbohle ist gleichzeitig auch die Wandstärke. Die Ecken werden überlappend (per „Überblattung“) errichtet oder mit dem sogenannten „Tiroler Schloss“, wie eine platzsparendere Eckkonstruktion heißt.

➔ Blockhaus mit Rundholzbohlen

Rundholz Blockhaus
Rundholzbohlen wirken häufig traditioneller und haben auch einen Einfluss auf die Innenraumgestaltung. Die Form der Stämme zeigt sich nämlich auch im Inneren. | © Holzbau PERR GmbH
Blockhäuser mit Rundbohlen kommen traditionell eher in naturnahen Gegenden vor, beispielsweise in beliebten Wander- und Skiregionen. Die runden Bohlen sind der natürlichen Form der Baumstände nachempfunden. Zu bedenken ist bei der Bauweise mit Rundbohlen, dass diese sich in den ersten Jahren nach der Herstellung des Gartenhauses setzen können. Das ist auf die Trocknung des Rundholzes zurückzuführen. Dadurch sind auch Risse nicht zu vermeiden. Verarbeitet werden bei professionellen Blockhausherstellern Rundbohlen zwischen 11 und 25 Zentimetern Durchmesser. Die Wahl des Durchmessers ist mitunter auch von den Räumlichkeiten und deren Nutzung abhängig. Beim Aufbau werden die Rundholzbalken aufeinander geschichtet und mit Quellbändern dazwischen abgedichtet. An den Ecken entstehen sogenannte Überblattungen.

Diese Nutzungen sind für ein Gartenhaus denkbar

Gartensauna
Gartensauna mit flacher Dachneigung | © Holzbau PERR GmbH
Ein Gartenhaus wird traditionell als Unterstand für Garten-Equipment genutzt. Nur in Schrebergärten sind Gartenhäuser zu finden, die häufig sogar gemauert sind, und die als Wohnraum dienen können. Diese Option gibt es auch im Garten – und die Nutzungsvarianten könnten vielfältiger nicht sein. Ein Gartenhaus, das deutlich mehr Platz bietet als eine Gerätehütte, kann als zusätzlicher Raum fungieren – als Spielzimmer für den Nachwuchs, als Musikzimmer, als Büro, als Bastel- oder Hobbyraum oder als Partykeller. Dementsprechend sollte auch der Grundriss gewählt sein.

Meist haben sich großzügige Räume bewährt. Raumunterteilungen lassen sich auch mit Mobiliar und einer gemütlichen Einrichtung umsetzen. Denkbar ist es auch, die Gartenhütte komplett als Gartensauna auszugestalten – für entspannte, heiße Stunden im eigenen Garten.

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