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Bockshornklee anbauen und als Heil- und Gewürzpflanze verwenden

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Bockshornklee als Gewürz, ist besonders Liebhabern der asiatischen Küche bekannt. Medizinisch gesehen ist Bockshornklee eine vielseitige Heilpflanze.

Bockshornklee pflanzen
© kostrez – Fotolia.com
Beim Bockshornklee handelt es sich um eine Nutzpflanze, die bereits in der Antike als Heilpflanze eingesetzt wurde. Der Bockshornklee ist vor allem in Afrika, Indien, China und Australien heimisch. Aber auch in Deutschland kennt man die krautige Pflanze, die etwa im 9. Jahrhundert aus Griechenland ihren Weg zu uns fand. Hier wird der Bockshornklee deshalb auch als Griechisches Heu bezeichnet, abgeleitet von der lateinischen Bezeichnung Trigonella foenum-graecum. Die hornigen Samen waren Namensgeber für den Schmetterlingsblütler, der auch unter den Bezeichnungen Kuhhornklee, Ziegenhorn, Hirschwundkraut, Feine Grete oder Schöne Margreth bekannt ist.

Bockshornklee pflanzen

Bockshornklee hat sich durch die Verbreitung über den Mittelmeerraum mehr und mehr verwildert, kann aber trotzdem im heimischen Garten angebaut werden. Der passende Standort dafür ist sonnig, trocken und gut geschützt. Der Boden für die Aussaat muss trocken, lehmhaltig und stickstoffarm sein – ein stark versalzener Boden ist dem Bockshornklee besonders lieb. Die Aussaat erfolgt breitwürfig, von März bis Juni, mit einer Saattiefe von etwa einem Zentimeter. Wenn Sie Bockshornklee in Reihen pflanzen möchten, halten Sie einen Abstand von 20 cm ein. Zur besseren Keimung muss der Boden danach leicht feucht gehalten werden, darf aber niemals nass sein.

Bockshornklee ist eine einjährige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 30 bis 60 cm erreicht. Die Blütezeit ist von Juni bis Juli.

Bockshornklee ernten

Alle Pflanzenteile des Bockhornklees – also Blätter, Blüten und Samen – können verwendet werden. Besonders beliebt sind die Sprossen (Keimlinge), die schon wenige Tage nach der Aussaat geerntet werden können. Bis etwa August / September müssen Sie warten, wenn Sie die Blätter und Samen ernten möchten.

Bockshornklee Verwendung

In seiner Heimat Griechenland wurde der Bockshornklee vorwiegend als Futterpflanze genutzt. Das hat sich in den letzten Jahren – auch in Deutschland – geändert. Hier ist der Bockshornklee eher eine beliebte Heil- und Gewürzpflanze. Bockshornklee ist sehr aromatisch, aber auch bitter. Werden die kleinen Samen geröstet, verschwindet der herbe Geschmack. Wer sich an dem Bitteraroma stört, aber auf die positive Wirkung nicht verzichten möchte, der kann Bockshornklee auch als Kapseln verwenden. Laut natrea.de können Bockshornkleekapseln sogar eine gesundheitsstärkende Futterergänzung für Haustiere sein.

Bockshornklee als Gewürz verwenden

Bockshornklee ist aus der asiatischen Küche nicht mehr wegzudenken. Vor allem bei der Zubereitung indischer Curry-Gerichte oder Chutneys findet Bockshornklee Verwendung. Die Samen, die geschmacklich an Liebstöckel erinnern, werden auch gern zum Würzen von Fleischbraten (Lamm, Rind, Schwein) genutzt. Außerdem verfeinert Bockshornklee selbstgebackenes Brot, Gemüse- und Käsegerichte sowie Suppen und Eintöpfe. Die Hülsenfrüchte können ganz oder auch gemahlen verwendet werden. Für die letztere Variante werden die Samen angeröstet und danach in einem Mörser zerstoßen.

➔ Tipp: Bewahren Sie das gemahlene Gewürz in einem gut verschlossenen Gefäß auf, da der Geschmack an der Luft und durch Sonneneinstrahlung leicht verloren geht.

Wer seinen Salat mit Bockshornklee verfeinern will, braucht die Sprossen der Pflanze.
Diese können Sie sich ganz einfach selber ziehen:

  1. Stellen Sie sich ein ausreichend großes Glas bereit.
  2. Geben Sie drei Esslöffel der Samen des Bockshornklees hinein.
  3. Beträufeln Sie die Samen mehrmals mit Wasser (2 – 3 Mal täglich).
  4. Überschüssiges Wasser wieder abgießen.
  5. Stellen Sie das Glas in einen warmen Raum – etwa 18 bis 21 Grad.
  6. Decken Sie es mit einem Tuch ab.
  7. Warten Sie ca. acht Stunden – die Früchte fangen an zu keimen.
  8. Am zweiten Tag können die Sprossen geerntet werden.

➔ Wichtig: Je länger Sie die Sprossen keimen lassen, desto bitterer werden sie. Ein baldiger Verzehr ist daher empfehlenswert.

Bockshornklee als Heilpflanze verwenden

Bockshornklee ist reich an wertvollen Mineralien und Enzymen. Welche das genau sind und in welcher Konzentration diese pro 100g Bockshornklee vorkommen, können Sie bei Interesse auf bockshornklee.info nachlesen. Als besonders gesundheitsfördernd ist der hohe Eisen- und Kalziumanteil zu nennen. Eisen benötigt unser Körper um den Sauerstofftransport im Blut zu gewährleisten, Kalzium wiederum wird für den Knochenaufbau benötigt. Bockshornklee wirkt aber nicht nur innerlich, das Kraut kann auch als breiige Auflage verwendet werden, um damit Schmerzen und Entzündungen zu lindern. Schon die Benediktinerin Hildegard von Bingen wusste um diese Heilwirkung und beschrieb Bockshornklee zudem als appetitanregend.

Krankheiten und Beschwerden bei denen Bockshornklee helfen kann:

  • Bluthochdruck
  • Bronchitis
  • Arthritis
  • Husten
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Rheuma
  • Haarausfall
  • Krampfadern
  • Leberschäden
  • Halsschmerzen

Foto1: © kostrez - Fotolia.com

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