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Braunrotes Stachelnüsschen – Kupferteppich pflanzen

Das Braunrote Stachelnüsschen ist ein Bodendecker, der wegen seinem teppichartigen Wuchs und der kräftigen Farbe auch Kupferteppich genannt wird.

Braunrotes Stachelnüsschen
© jaroslavkettner / stock.adobe.com

Das Braunrote Stachelnüsschen (Acaena microphylla) ist ein üppig wachsender Bodendecker, der innerhalb kurzer Zeit dichte Teppiche bilden kann, was ihm auch den Beinamen Kupferteppich einbrachte. Die ausdauernden und pflegeleichten Pflanzen werden im Spätsommer durch ihre stachligen Nüsschen zu einem Blickfang. Wer sich eine robuste und attraktive Pflanze wünscht, die einen dichten und sogar begehbaren Blattteppich bildet, ist mit dem Braunroten Stachelnüsschen gut beraten.

Kupferteppich Herkunft

Die kugelförmigen Fruchtstände geben dem Braunroten Stachelnüsschen seinen Namen. Die Heimat der Rosengewächse liegt auf der Südhalbkugel. Vorwiegend ist die Pflanze in Australien und Neuseeland anzutreffen, wo sich das Stachelnüsschen auf lockeren Wiesen finden lässt.

Einige Arten sind auch in Kalifornien oder auf Hawaii, und damit auf der Nordhalbkugel beheimatet. Für die Verbreitung der Pflanzen sorgten die stachligen Nüsschen selbst, indem sie Schafwolle oder anderer Handelsware anhafteten.

In Großbritannien haben sich einige Arten rasant vermehrt und führen zu einer Verdrängung der heimischen Pflanzenwelt. Die aus Neuseeland stammende Stachelnuss Bidibib hat sich in den englischen Küstendünen angesiedelt und verärgert dort die Badegäste durch das Anhaften an der Kleidung.

Die hier beschriebene Sorte „Kupferteppich“ wurde im Jahre 1971 gezüchtet. Das Kupferrote Stachelnüsschen wächst bevorzugt in Neuseeland in gebirgiger Landschaft und auf lockerem Boden.

Braunrotes Stachelnüsschen / Kupferteppich (Acaena microphylla)
Wuchs: teppichartig, mattenartig, ausläuferbildend
Wuchshöhe: 5 – 10 cm
Wuchsbreite: 20 – 30 cm
Blüte: Juni – Juli
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: trocken bis frisch, durchlässig, nährstoffarm
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Braunrotes Stachelnüsschen pflanzen

➔ Den passenden Standort finden

Das Braunrote Stachelnüsschen kann an einen sonnigen Standort gepflanzt werden. Die anspruchslose Pflanze eignet sich auch für den Steingarten oder Kiesbeete. Die Rosengewächse gedeihen auch im Halbschatten.

Im Beet bieten sich vielfältige Kombinationsmöglichkeiten an. So verträgt sich das Braunrote Stachelnüsschen mit Tulpen, Narzissen und anderen farbenfrohen Zwiebelblumen. Im Steingarten können dem Rosengewächs andere teppichbildende Stauden, wie Bartblume oder Mönchspfeffer, Gesellschaft leisten.

» Tipp: Die Pflanzung im Beet erfolgt in kleinen Gruppen. Soll die Stachelnuss als Bodendecker kultiviert werden, wird in größeren Gruppen gepflanzt.

➔ Das ideale Substrat auswählen

Die Pflanzen gedeihen bevorzugt in einem frischen und durchlässigen Boden. Der Nährstoffbedarf ist als gering einzustufen. Ein schwerer Boden wird nicht vertragen. Daher sollte das Substrat entsprechend bearbeitet werden. Durch die Vermischung mit Sand, Kies oder reifem Kompost wird die Bodenqualität verbessert. Staunässe darf keinesfalls aufkommen.

➔ Das Braunrote Stachelnüsschen pflanzen – Schritt für Schritt

  1. Standort auswählen
  2. Boden vorbereiten
  3. Pflanze wässern
  4. Pflanzlöcher ausheben
  5. Pflanzabstände beachten
  1. Pflanze einsetzen
  2. Substrat auffüllen
  3. Erde gut andrücken
  4. Pflanze angießen
Ist der Standort gefunden gilt es, den Boden entsprechend vorzubereiten. Zunächst sind Unkraut, Wurzeln und Steine zu entfernen. Ist der Boden zu schwer, erfolgt die Auflockerung wie beschrieben. Währenddessen werden die Pflanzen gewässert. Ist der Erdballen ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt, steigen keine Luftblasen mehr auf. Bei der Aushebung der Pflanzlöcher ist auf den nötigen Abstand zu achten.

Wünschen Sie sich möglichst schnell ein dichtes Polster, sollte der Pflanzabstand etwa 20 Zentimeter betragen. Sollen die Pflanzen vereinzelter wachsen und eine hübsche Gruppenpflanzung ergeben, sind mindestens 30 Zentimeter Abstand einzuhalten.

Nach der Pflanzung wird das Stachelnüsschen gut angegossen. Arbeiten Sie dabei mit einem feinen Strahl, der direkt auf den Boden ausgerichtet ist und die Jungpflanzen nicht beschädigt oder ausschwemmt. Die gesamte Pflanzumgebung sollte nach einer Neupflanzung durchgängig bewässert werden.

➔ Das Braunrote Stachelnüsschen richtig gießen

Während die Jungpflanzen intensiv gegossen werden müssen, vertragen ältere Braunrote Stachelnüsschen auch längere Trockenheit. Erscheinen die oberen Pflanzenteile einmal vertrocknet, erfolgt in der Regel bei ausreichender Bewässerung bald ein Neuaustrieb. Staunässe hingegen vertragen die Pflanzen nicht. Betroffene Stachelnüsschen erholen sich nicht mehr und sterben ab.

➔ Das Braunrote Stachelnüsschen richtig düngen

Der Nährstoffbedarf der Rosengewächse ist gering. Bei der Pflanzung in normalem Gartenboden ist in der Regel keine zusätzliche Düngung erforderlich. Reifer Kompost kann bei der Pflanzung untergemischt werden. Dieser sorgt für eine Auflockerung des Bodens und kann die Pflanzen zusätzlich bei Bedarf mit Nährstoffen versorgen.

➔ Das Braunrote Stachelnüsschen schneiden

Regelmäßige Schnittmaßnahmen sind nicht erforderlich. Auch im Herbst sollten die Pflanzen nicht bodennah zurückgeschnitten werden. Das rötliche Laub und die braunroten Nüsschen stellen im winterlichen Garten einen hübschen Blickfang dar. Daher erfolgt der Schnitt abgestorbener Pflanzenteile erst im zeitigen Frühjahr.

In der Pflanzengattung der Stachelnüsschen sind knapp 60 Arten gelistet. Die meisten Pflanzen wachsen ausdauernd. Einige zählen nicht zu den Bodendeckern, sondern wachsen als Halbstrauch. Diese Stachelnüsschen besitzen einen Strunk, der mit der Zeit verholzt. Dort erfolgt der jährliche Neuaustrieb. Hübsche Pflanznachbarn des Braunroten Stachelnüsschens sind beispielsweise die weiß blühende „Dichte Matte“ oder die grünlaubige Auslese „Grüner Zwerg“.

Braunrotes Stachelnüsschen vermehren

Für die Vermehrung sorgen die Rosengewächse selbst. Die Stacheln der Kugelfrüchte bleiben am Fell von Tieren haften und können dadurch über weite Strecken getragen werden.

» Tipp: Die kleinen Stachelborsten besitzen zwar Widerhaken, können uns Menschen aber nicht stechen oder verletzen.

Der Hobbygärtner kann das Braunrote Stachelnüsschen durch Ausläufer oder durch Aussaat vermehren. Ausläufer werden einfach abgetrennt und an gewünschter Stelle neu verpflanzt. Bei der Aussaat gilt es zu beachten, dass es sich um Kaltkeimer handelt. Die Samen würden nicht aufgehen, wenn ihnen nicht eine gesonderte Behandlung zuteil werden würde. Um zum Keimen angeregt zu werden, benötigen diese Pflanzen einen Kältereiz.

Zunächst werden die Samen etwa einen Monat bei Zimmertemperatur kultiviert. Anschließend wandert die Pflanzschale vier bis sechs Wochen in den Kühlschrank. Temperaturen zwischen +4 und -4 Grad sind nötig, um die Keimung anzuregen.

Braunrotes Stachelnüsschen – Krankheiten und Schädlinge

Der „Kupferteppich“ bleibt in der Regel von Schädlingen und speziellen Pflanzenkrankheiten verschont. Der größte Feind der Pflanzen ist Staunässe. Wird der Boden mit Wasser angereichert, können die Wurzeln keinen Sauerstoff mehr aufnehmen. Es kommt zum Faulen der Wurzeln. Die Nährstoffaufnahme wird komplett unterbunden und die Stachelnüsschen erwecken optisch den Eindruck, vertrocknet zu sein.

Wird die Pflanze im Kübel kultiviert, ist die Gefahr von Staunässe besonders groß. Dem kann durch das Einbringen einer Drainage aus Kies oder Tongranulat entgegnet werden. Dadurch kann das Gießwasser besser abfließen.

Braunrotes Stachelnüsschen Überwintern

Das Braunrote Stachelnüsschen ist gut winterhart. Das an der Pflanze belassene Laub bietet ausreichend Schutz. Kahlfröste könnten den Pflanzen gefährlich werden. Durch eine Abdeckung mit Laub oder Reisig wird dem vorgebeugt.

» Tipp: Wirken die Pflanzen nach dem Winter wie erfroren, nicht entsorgen, das Stachelnüsschen treibt in der Regel wieder frisch aus.

Foto1: Kupferteppich

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