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Christrosen pflegen – so haben Sie lange Freude an ihren Pflanzen

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Christrosen können Ihnen bei der richtigen Pflege bis zu 30 Jahren Freude bereiten. Wir haben einige Hinweise für Sie, was bei dieser Pflanze zu beachten ist.

Christrose pflegen
© Bill Ernest – Fotolia.com

Die Wintermonate verwandeln den Garten in eine triste und eintönige Landschaft. Doch es gibt Lichtblicke. Christrosen (Helleborus niger) sorgen im winterlichen Garten für Belebung und machen Lust auf die im Frühling beginnende Gartenzeit. Die Blüten der Christrose können auch auf Balkon oder Terrasse für hübsche Blickfänge in der kalten Jahreszeit sorgen. Wird die Pflege der Schneerose nicht vernachlässigt, entwickeln sich die Pflanzen zu robusten und langlebigen Schönheiten, die mit ihren weißen oder rosa Blüten jedes Auge erfreuen.

Christrosen richtig gießen

Christrosen werden eher sparsam bewässert. Zuviel Feuchtigkeit bekommt den Pflanzen nicht. Während der Blüte sollte die Schneerose mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt werden. Dies bedeutet, der Hobbygärtner muss auch im winterlichen Garten aktiv werden und die Christrose an frostfreien Tagen mit Wasser versorgen, bzw. den Wasserhaushalt kontrollieren. Fühlt sich der Boden trocken an, muss gegossen werden.

Der Sommer bedeutet für die Christrose eine Art Ruhezeit. Eine Bewässerung der Pflanzen ist daher während der wärmeren Monate kaum notwendig.

Christrosen richtig düngen

Gedüngt wird die Christrose ebenfalls eher sparsam. Eine erste Düngergabe erfolgt nach Ende der Blütezeit, also etwa Anfang März.

» Tipp: Die Düngung sollte mit dem Rückschnitt der Blätter verbunden werden. Dann kann der Dünger leichter in das Erdreich eingearbeitet werden.

Eine weitere Düngergabe ist im Hochsommer fällig. Dann bilden die Pflanzen neue Wurzeln und sammeln Kraft für die anstehende Blütezeit. Als ideale Düngung empfehlen sich Kompost, Hornspäne oder Gesteinsmehl.

» Tipp: Produziert die Christrose vermehrt Laub, lässt aber die Blüten vermissen, fehlt es ihr an Kalk.

Welche Arten von Christrosen gibt es?

Verschiedene Arten von Christrosen können das Bild im Garten abwechslungsreich gestalten. Die Naturform zeigt ihre Blüten bereits im Dezember und steht bis in den April hinein in Blüte. Einige Arten blühen bereits im Herbst. Dazu zählt die Sorte “Praecox”.
Zu den beliebten Neuzüchtungen zählen die reich blühenden Vertreter der “Helleborus Gold Collection”, welcher die Advents- und Weihnachtszeit mit ihrer Blüte verschönern. Einige Sorten sind auch als Schnittblumen gut geeignet. Dazu zählen “Joel” oder “Jacob Classic”, welche recht derbe Stängel besitzen.

» Achtung: Christrosen sollten nicht bei Frost für die Vase geschnitten werden.

Einige Christrosen Arten im Überblick:

Christrosen ArtBlütezeitBesonderheiten
Helleborus Niger praecoxDezember bis Februarweiße Blüte blüht sehr früh
Helleborus Niger sp. MacranthusDezember bis Februarinnen weiß, außen rosa gefärbt Blüten auffallend groß
Helleborus Niger Double FashionDezember bis Aprilweiße gefüllte Blüten sehr lange Blütezeit
RubraDezember bis Märzrote Blüten lange Blütezeit

Eine besonders hübsche Sorte ist die Christrose “Candy Love”. Die auffallend großen Blüten bieten ein faszinierendes weiß-rosa Farbenspiel. Die Blüten besitzen eine stattliche Größe und eignen sich auch sehr gut als Schnittblume.

Während Christrosen meist weiß blühen und lediglich bevor sie verblühen einen rosa Farbton annehmen, bieten die verwandten Lenzrosen dem Hobbygärtner ein abwechslungsreiches Farbenspiel. Lenzrosen blühen etwas später als die Christrose und überraschen mit pastellfarbenen, tiefroten oder beinahe schwarzen Blüten.

Können Christrosen umgepflanzt werden?

Christrosen sind pflegeleicht und kommen sehr gut mit einem Minimum an Aufmerksamkeit zurecht. Die Pflanzen wachsen vergleichsweise langsam, vermehren sich aber regelmäßig weiter. An einer Christrose können Sie bis zu 30 Jahre ihre Freude haben, allerdings nicht, wenn sie ständig umgepflanzt wird. Daher ist die Standortwahl besonders sorgfältig zu treffen. Christrosen sollten an ihrem Standort verbleiben dürfen. Umpflanzen sollte lediglich ein Thema sein, wenn die Umstände es erfordern, die Pflanze mit dem gewählten Standort nicht zurechtkommt, von Schädlingen befallen ist oder verkümmert.

» Tipp: Bei der Standortwahl sollte bedacht werden, dass Christrosen sich in Gesellschaft weiterer Frühblüher wie Zaubernuss oder Winterlingen sehr gut machen.

Christrosen im Topf – Pflegetipps

Christrose im Topf kultivieren
© Natalia Greeske – Fotolia.com

Christrosen können gut in Töpfen kultiviert werden und damit Balkon und Terrasse oder auch die Wohnung verschönern. Bei der Auswahl des Pflanzgefäßes ist zu beachten, dass die Schneerose eine stolze Höhe von 30 Zentimetern erreichen kann und das Pflanzgefäß eine entsprechende Größe besitzen sollte. Wichtig ist auch, darauf zu achten, dass die Flüssigkeit gut abfließen kann und die Pflanze im Topf nicht unter Staunässe leidet. Ausreichend große Abzugslöcher sind hierbei ebenso wichtig, wie eine Drainage im Topfboden. Diese kann aus Kies oder Tonscherben bestehen und stellt sicher, dass das Gießwasser gut abfließen kann und sich nicht im Pflanzgefäß staut.

In Bezug auf das Substrat stellen die Schneerosen einige Ansprüche. Der Boden sollte durchlässig, kalkhaltig, lehmig und humos beschaffen sein. Gute Erfolge lassen sich mit Gartenerde erzielen, welche mit hochwertiger Blumenerde und Hornmehl aufgewertet wird.

Christrosen schneiden

Verblühtes wird regelmäßig entfernt. Damit die Blüten besser ins Auge fallen, ist es kein Problem, die umliegenden Blätter zu entfernen. Weitere Schnittarbeiten muss der Hobbygärtner nicht durchführen. Verwelktes Laub sollte nicht an der Pflanze verbleiben. In altem Laub vermehren sich bevorzugt Pilze und Bakterien. Ein zu früher radikaler Blattschnitt sollte vermieden werden. Dieser schwächt die Pflanze, welche sich über die Blätter mit wichtigen Nährstoffen versorgt, welche für die nächste Blütezeit benötigt werden.

Christrosen vermehren – was ist zu beachten?

Bei ausreichender Pflege und idealer Standortwahl übernimmt die Christrose ihre Vermehrung selbst. Wer dabei etwas nachhelfen möchte, muss einiges beachten.

Die Vermehrung durch Teilung

Die Teilung der Christrose kann nach Beendigung der Blütezeit vorgenommen werden. Die Voraussetzung für diese Art der Vermehrung ist das Vorhandensein einer ausreichend entwickelten Pflanze, welche die Teilung problemlos übersteht.

Schritt für Schritt Anleitung

Pflanze ausgraben
Pflanze mittig teilen
Teilstück an neuem Standort einsetzen
Mutterpflanze in altes Pflanzloch zurücksetzen
Erde vorsichtig antreten
Pflanzen gut angießen

Christrosen bilden Wurzeln, welche weit in das Erdreich ragen. Daher sollte beim Entfernen der Pflanze tief genug gegraben werden. Für die Teilung ist ein scharfes Messer zu verwenden, damit die Pflanze nicht nachhaltig geschädigt wird.

Soll sich die Christrose selbst aussäen, wird Verblühtes nicht zurückgeschnitten. Die Samenkapseln öffnen sich nach ihrer Reife von selbst und die Samen fallen auf die Erde, wo sie direkt bewurzeln oder von den Vögeln an andere Standorte verschleppt werden.

Ist meine Christrose erfroren?

Nach einer frostigen Nacht wird der Anblick der Schneerose den Hobbygärtner vermutlich erschrecken. Die Blüten sind in sich zusammengesackt und die Pflanze wirkt kraftlos und scheint erfroren zu sein. Hier kann Entwarnung gegeben werden. Es handelt sich lediglich um eine Schutzreaktion der Pflanze. Diese leitet das Wasser aus den Blättern und Blüten, damit diese nicht vom Frost gesprengt werden. Bei steigenden Temperaturen zeigt sich die Christrose bald wieder in alter Pracht und Schönheit.

Vorsicht, giftig!

Bei der Pflanzenpflege sollten Handschuhe getragen werden, denn die Pflanze ist in allen Teilen giftig. Der Kontakt mit dem Pflanzensaft kann allergische Reaktionen hervorrufen.


Foto1: © Bill Ernest - Fotolia.com, Foto2: © Natalia Greeske - Fotolia.com

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