Gartengestaltung Gartenmöbel

DIY im Garten: 4 kreative Ideen für robuste Gartenmöbel

Wer meint, dass Gartenmöbel teuer sein müssen, der irrt. Mit etwas Geschick können Sie diese auch kostengünstig selber bauen. Hier 4 kreative DIY-Ideen vorgestellt.

Gartenmöbel selber bauen
© jackfrog / stock.adobe.com

Der Garten ist für viele Menschen ihre persönliche Wohlfühloase. Er ist der Ort für den Rückzug und zum Auftanken. Damit die Zeit im Garten besonders gemütlich ist, sind ein paar Möbelstücke vor Ort sehr praktisch. Diese robusten Stücke sind mit etwas Zeit und Geschick schnell gemacht.

Diese Tools gehören in jede Gartenwerkstatt

Um Gartenmöbel selbst herzustellen, braucht es eine Grundausstattung. Diese kann individuell unterschiedlich ausfallen, doch einige Tools und Teile gehören in jede Gartenwerkstatt. Dazu gehören zum Beispiel diese:

  • Schrauben in unterschiedlichen Größen
  • Möbelverbinder
  • Distanzkeile zum Ausgleichen von Höhenunterschieden
  • Eindrehmuffen
  • Gewindestangen und -hülsen zum unauffälligen Verbinden
  • Abdeckkappen
  • Holzdübel
  • Holzleim
  • Holzpflegelasur oder -lack
  • Pinsel
  • Akkuschrauber
  • Akkubohrer
  • Schleifpapier oder Schleifmaschine
  • Säge

Die folgenden vorgestellten Möbelstücke sollen als Inspiration dienen und Lust darauf machen, das erste eigene Gartenmöbelprojekt zu starten. Die Ideen lassen sich individuell an den speziellen Garten und seinen Bewohner anpassen und schnell umsetzen. Wichtig ist die Qualität des Materials, damit die Stücke lange Freude bereiten.

Diese Gartenmöbel lassen sich im Nu selber bauen

Idee Nr. 1 – Kommode als Pflanztisch

Pflanztisch aus einer Kommode
© Malquerida Studio / stock.adobe.com

An einem Pflanztisch lassen sich Blumen bequem umtopfen, einpflanzen oder die kleinen Kübel düngen. So steht der Gartenliebhaber bereits an der frischen Luft, tankt Vitamin D und steht nicht gebückt. Außerdem bietet er Stauraum für das ein oder andere Gartenwerkzeug wie beispielsweise Gartenschere, Gartenhandschuhe oder Clips zum Sichern von Pflanzen.

Materialliste:

  • Holzkommode
  • Holzplatte in passender Größe
  • je nach gewünschter Höhe zusätzliches Konstruktionsvollholz
  • Eindrehmuffen
  • Holzleim
  • optional Schrauben oder Holzdübel

Anleitung:

Bei dieser Idee wird eine alte Kommode einfach mit einem Aufsatz in der richtigen Höhe versehen. Durch den Eigenbau lässt sich der Tisch durch entsprechend gesägtes Konstruktionsvollholz rückengerecht anpassen. Die Platte wird einfach mit einer Kombination aus Eindrehmuffen mit Innengewinde und den entsprechenden Eindrehmuffen mit Abdeckrand unsichtbar zunächst von unten an dem Konstruktionsvollholz in der individuellen Höhe befestigt. Dieses wird mit Holzleim auf der Kommode befestigt und lässt sich mit Schrauben oder Holzdübeln sichern. Das Holz im Anschluss lackieren oder lasieren.

➩ Extra-Tipp:
Nicht jeder Baumarkt vor Ort ist optimal mit den passenden Schrauben und Tools ausgestattet. Meist wird Befestigungsmaterial in Verpackungseinheiten mit größeren Stückzahlen angeboten. Wenn nur wenige Stück benötigt werden, bleibt der große Rest in der Packung. Das verteuert die Gesamtkosten für das Befestigungsmaterial erheblich. Alternativ dazu empfiehlt sich der Kauf von Befestigungsmaterial wie Eindrehmuffen, Schrauben oder Dübel in der passenden Stückzahl im gut sortierten Onlineshop. Die notwendigen Teile lassen sich in individueller Zusammenstellung aussuchen. Ein kleiner Sicherheitsaufschlag sollte dabei stets berücksichtigt werden. Die Kosten fallen bei der Bestellung des individuell zusammengestellten Materials insgesamt aber viel niedriger aus, weil weniger angeschafft wird.

Idee Nr. 2 – Palettensofa

Sofa aus Europaletten
© Mario / stock.adobe.com

Mit ihrer Mischung aus robustem Schick überzeugen Möbel aus Paletten. Sie sind leicht gebaut, bequem und lassen sich mit Farbe, Polstern und Kissen unterschiedlich gestalten.

Materialliste:

  • entsprechende Anzahl an Paletten
  • Schrauben
  • Schmirgelpapier
  • optional Möbelverbinder mit Spreizmuffe
  • optional Lack oder Lasur
  • Kissen

Anleitung:

Für dieses Sofa Paletten zusammenstellen und mit Schrauben oder Möbelverbindern verbinden. Für mehr Komfort lassen sich weitere Paletten für Arm- und Rückenlehne zuschneiden. Die Oberflächen sollten abgeschliffen werden, da sie ungeschliffen kratzig sind und die Haut verletzen können. Wer mag, streicht das Palettensofa in bunten Farben und schützt mit einem lösemittelarmen Lack oder einer Lasur das Holz.

Passende Polster für das Sofa im Palettenformat gibt es in vielen Geschäften zu kaufen. Zusätzliche Kissen auf dem Sofa wirken zudem einladend.

➩ Extra-Tipp:
Die Seitenteile des Palettensofas lassen sich in beide Richtungen einbauen. Wer die untere Seite der Palette nach außen baut, kann dort zusätzliche Pflanzvorrichtungen ergänzen. So entsteht mit kleinblühenden Pflanzen ein blühender Garten unterhalb der Armlehnen.

Idee Nr. 3 – Terrasse aus Paletten

Terrasse aus Europaletten
© rogez / stock.adobe.com

Auch die eigene Terrasse lässt sich mit Paletten schnell herrichten. Da das Holz der Paletten zuvor einer Hitzebehandlung unterzogen wird, ist es bereits stabiler und hat einen ersten Schimmelschutz. Die Paletten benötigen aber eine ebene Unterlage, beispielsweise aus Betonplatten. Hierauf werden die Paletten dann ausgelegt.

Materialliste:

  • entsprechende Anzahl an Paletten
  • Schrauben wie beispielsweise Spanplattenschrauben
  • Konstruktionsvollholzleisten
  • Schmirgelpapier
  • optional Möbelverbinder mit Spreizmuffe
  • optional Distanzkeile zum Ausgleichen
  • optional Lack oder Lasur

Anleitung:

Um die Paletten miteinander zu verbinden, werden Leisten in den entsprechenden Maßen der vorhandenen Zwischenräume der Paletten benötigt. Alle Leisten auslegen und zurechtsägen. Ungerade Stellen abschmirgeln, damit die Terrasse am Ende keine unebenen Stellen hat. Die Leisten dann mit Schrauben befestigen.

An den Seiten der Terrasse werden weitere Paletten hochkant mit der unteren Seite nach Außen aufgestellt und mit Schrauben befestigt. Diese dienen als Sichtschutz und Stabilisierung zugleich. Außerdem lassen sich die Paletten oben bepflanzen und damit die Terrasse begrünen. Unter den einzelnen „Beinen“ der ehemaligen Paletten lange Bretter verschrauben. Diese stabilisieren und ergeben zugleich den Boden zum Bepflanzen.

Auch die Frontseite der Terrasse lässt sich mit einem Holzbrett verblenden. Sollte es an einer Stelle wackeln, helfen Distanzkeile dabei Höhenunterschiede auszugleichen.

➩ Extra-Tipp:
Besonders attraktive Pflanzen wie beispielsweise die Kaiserkrone, ein besonderer Strauch wie der Hibiskus oder ein ungewöhnlicher Magnolienbaum bilden schöne Blickpunkte.

Idee Nr. 4 – Bank mit Baum

Gartenbank mit Baum
© 290712 / stock.adobe.com

Wer gerne bequem unter einem Baum lesen möchte, baut am besten diese Bank. Der Zusammenbau ist simpel und der Effekt groß, denn der Baum wächst quasi aus der Bank heraus.

Materialliste:

  • Kübel
  • 2 Holzbretter (mindestens 27 Millimeter stark, 60 Zentimeter tief)
  • Leisten aus Konstruktionsvollholz (25×27 Millimeter)
  • Säge
  • Holzleim
  • Schrauben
  • Lasur

Anleitung:

Hierfür wird ein stabiler Kübel mit einer Höhe von 38 bis 42 Zentimeter benötigt. Er sollte im Durchmesser nicht größer als 50 Zentimeter sein und nicht kleiner als 40 Zentimeter. Achtung: Der Randverlauf des Kübels muss breit sein. Nur so wird das Gewicht der Bank gleichmäßig verteilt.

Bei der Bank ist eine Länge zwischen 120 und 140 Zentimeter ideal. Ein entsprechend langes 27 Millimeter starkes Holz mit 60 Zentimeter Tiefe wird für die Sitzfläche benötigt. Ein identisches Brett in der Bankhöhe bildet das Seitenelement. Zur Stabilisierung dienen Leisten mit den Maßen 35 x 27 Millimeter.

Zunächst wird in die spätere Sitzfläche das Loch für den Topf gesägt. Das Loch sollte lieber etwas kleiner als der Topfdurchmesser sein, damit das Brett gut und sicher aufliegt. Die Leisten werden dann auf der Rückseite rund zwei Zentimeter vom Rand entfernt mit Leim und Schrauben angebracht. Hier stabilisieren sie die Bank. Das Seitenteil wird an der Platte verleimt und durch die Seitleiste verschraubt. Das Holz sollte abschließend eine Schutzlasur erhalten.

Der Kübel lässt sich optional mit Leim fixieren. Sobald die Bank um ihn aufgebaut ist, wird er mit Erde befüllt. Als oberste Schicht empfiehlt sich weißer Kies. Kleine Bäume, die sich dann für die Kübelbepflanzung eignen, sind zum Beispiel:

➞ japanische Mini-Zierkirsche
Mandelbäumchen (allerdings muss es als Baum geschnitten werden)
➞ Zier-Ahorn
➞ Stern-Magnolie
Engelstrompete (wächst schnell und hat tolle Färbungen)
➞ Kugel-Ginkgo
➞ Bambus (Kübel begrenzt den Bambus, der sich sonst aggressiv ausbreitet)

➩ Extra-Tipp:
Wer seinen Sitzplatz besser schützen möchte, stellt zusätzlich einen Sichtschutz auf oder pflanzt eine Hibiskushecke.

Foto1: Robuste Gartenmöbel lassen sich im Nu selber bauen, Foto2: Eine alte Kommode wird im Handumdrehen zum Pflanztisch, Foto3: Für ein einfaches Sofa benötigen Sie nur 3 Europaletten, Foto4: Eine Terrasse aus Paletten ist schnell gemacht, Foto5: Eine Gartenbank der etwas anderen Art

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here