Eine Pflanze mit Perlen als Blätter? Die gibt es und sie nennt sich Erbsenpflanze. Doch die „Perlen“ sind nicht die einzige Besonderheit. Erfahren Sie hier mehr.

Die Erbsenpflanze (Senecio rowleyanus), auch bekannt als Erbsen am Band, Perlenschnur oder String of Pearls, ist eine außergewöhnliche Sukkulente, die perlenförmige Blätter besitzt. Gerade wegen dieser ungewöhnlichen Optik ist sie bei Pflanzenliebhabern sehr beliebt. Aber auch aufgrund der Tatsache, dass sie sehr pflegeleicht ist und hängenden Triebe besitzt. Denn dadurch eignet sich die Perlenschnur optimal für Hängeampeln oder hohe Regale.

Herkunft

Senecio rowleyanus gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und stammt ursprünglich aus Südwestafrika, insbesondere aus Namibia. Dort wächst sie vor allem in trockenen, steinigen Gebieten und bildet lange, kriechende Triebe, die sich über den Boden ausbreiten oder von Felsen herabhängen. Die Erbsenform ihrer Blätter ist demnach eine Anpassung an die trockenen Bedingungen, denn die fleischigen Blätter speichern Wasser und können so lange Trockenperioden gut überstehen.

Heutzutage ist die Erbsenpflanze weltweit als dekorative Zimmerpflanze beliebt. Vor allem, wenn es darum geht, Bereiche im Raum durch hängende Dekoration zu verschönern. Die hängenden Triebe eignen sich nämlich hervorragend für Makramee-Blumenampeln oder für Regale.

Aussehen und Wuchs

Bei der Erbsenpflanze handelt es sich um eine kriechend wachsende, immergrüne Pflanze, die erbsenförmige Blätter besitzt, die wie an einer Schnur am Trieb sitzen. Daher auch der Name der Pflanze. Die Triebe können mit zu 1 m lang werden, was die Pflanze zur perfekten Hängepflanze für das Zimmer macht. In der Natur kann die Erbsenpflanze zwar auch hängend wachsen, sie verbreitet sich jedoch eher über den Boden aus. Dabei bilden die Triebe bei Erdkontakt Wurzeln aus, sodass die Pflanze wie eine Art Teppich wächst, der nur etwa 10 cm hoch wird. Von Frühjahr bis Sommer bildet die Erbsenpflanze dann noch kleine, weißliche Blüten aus, die violette Griffel besitzen und süßlich duften. Viele sagen, dass sie der Duft an Zimt erinnert.

Es gibt übrigens auch noch die Sorte Senecio rowleyanus ‚Variegata‘. Sie sieht optisch der Wildform sehr ähnlich, besitzt jedoch keine komplett grünen Blätter, sondern Blätter mit einem hellgrünen bzw. weißen Muster.

Steckbrief

Erbsenpflanze (Senecio rowleyanus)
Familie:Korbblütler (Asteraceae)
Wuchs:hängend oder kriechend
Blätter:grün, erbsenförmig
Blüten:weiß, klein, duftend
Standort:hell, indirektes Licht
Boden:durchlässig, sandig
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Liefergröße: 12 cm-Topf, ca. 20-25 cm hängend; Standort: Sonne bis Halbschatten; Besonderheit: erbsenförmigen Blätter
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Der optimale Boden

Erbsenpflanze (Senecio rowleyanus)
Verwenden Sie am besten Kakteenerde – © Violeta / stock.adobe.com

Ein durchlässiges, sandiges Substrat ist ideal für die Erbsenpflanze, da es Wasser gut abfließen lässt. Staunässe sollte nämlich auf keinen Fall entstehen, da die Wurzeln empfindlich auf zu viel Feuchtigkeit reagieren. Kakteenerde, Kräutererde oder eine Mischung aus Blumenerde mit Sand oder Perlit ist zum Beispiel perfekt für eine gute Drainage.

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Der perfekte Standort

Die Erbsenpflanze bevorzugt einen hellen Standort mit indirektem Licht, denn direkte Mittagssonne kann die Blätter verbrennen. Bekommt die Pflanze hingegen zu wenig Licht, wächst sie langsam und auch die Blätter verlieren ihre satte grüne Farbe. Wichtig ist zudem, dass die Senecio rowleyanus bei Temperaturen zwischen 18 und 25 °C aufgestellt wird. Sie können die Erbsenpflanze im Sommer sogar nach draußen stellen. Aber nicht in die direkte Sonne. Im Winter darf die Temperatur bis auf 12 Grad Celsius absinken.

Was die Luftfeuchtigkeit angeht, so müssen Sie sich keine Gedanken machen. Da die Pflanze aus trockenen Gebieten stammt, benötigt sie keine hohe Luftfeuchtigkeit.

Pflanzanleitung/Umtopfen

Haben Sie eine Erbsenpflanze gekauft, sollten Sie schauen, wie weit der Topf durchwurzelt ist. Ist dieser gut durchwurzelt, wählen Sie einen neuen Topf aus, der Drainagelöcher besitzt, um Staunässe zu vermeiden. Er sollte zudem flach sein, da die Pflanze ein flaches Wurzelsystem ausbildet. Außerdem sollten Sie am besten im Frühjahr umtopfen. Gehen Sie dabei folgendermaßen vor:

  1. Füllen Sie den Pflanztopf mit einer Mischung aus Kakteenerde und Sand oder Perlit.  
  2. Setzen Sie die Pflanze vorsichtig in das Substrat und drücken Sie dieses leicht an.
  3. Nach dem Pflanzen sollten Sie die Erbsenpflanze nur mäßig gießen, um Wurzelfäule zu vermeiden. Wählen Sie zudem einen hellen Standort ohne direkte Mittagssonne aus.

Tipps zur Pflege

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💧 Gießen:

Da diese Pflanze Wasser speichern kann, müssen Sie sie nur gießen, wenn das Substrat vollständig ausgetrocknet ist. Das bedeutet also, dass Sie vor dem Gießen immer erst eine Fingerprobe machen sollten. Gießen Sie dann reichlich, aber nicht so viel, dass Wasser im Übertopf stehen bleibt. Gießen Sie dieses immer ab. Im Winter sollten Sie noch sparsamer gießen. Schlückchenweise reicht sogar aus.

🌱 Düngen:

Während der Wachstumsperiode im Sommer ist es ratsam, alle vier bis sechs Wochen mit einem schwach dosierten Sukkulenten- oder Kakteendünger zu düngen. Im Winter ist keine Düngung erforderlich.

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✂️ Schnitt:

Lange oder verkahlte Triebe können Sie im Frühjahr zurückschneiden, um das Wachstum neuer Triebe zu fördern. Ansonsten müssen Sie aber nicht zur Schere greifen. Ich würde auch davon abraten, denn je länger die Triebe, desto mehr wird die Pflanze zum Hingucker.

❄️ Überwinterung:

Im Winter sollte die Erbsenpflanze an einem hellen, kühlen Ort bei Temperaturen zwischen 12 und 15 °C stehen. Während dieser Zeit müssen Sie nur sehr selten und wenig gießen. Etwa alle drei Wochen zur Gießkanne zu greifen, sollte genügen.

🕷️ Krankheiten und Schädlinge:

Gelegentlich können Spinnmilben, Wollläuse und Wurzelfäule an der String of Pearls auftreten. Bekämpfen lassen sich die Probleme folgendermaßen:

➪ Wurzelfäule:

Durch übermäßiges Gießen oder eine schlechte Drainage kann Wurzelfäule auftreten. Diese erkennen Sie an faulen Wurzeln und einem unangenehmen Geruch in der Erde. Wichtig ist dann, dass Sie die Erde austrocknen lassen, betroffene Wurzeln entfernen und die Pflanze in frische, gut durchlässige Erde umtopfen. Weitere Tipps in unserem Beitrag: Wurzelfäule erkennen, behandeln & vorbeugen.

➪ Spinnmilben:

Sie treten bei einer zu trockenen Luft auf und sind erkennbar an feinen Gespinsten. Dementsprechend sollten Sie, wenn Sie Spinnmilben an Zimmerpflanzen bekämpfen möchten, für eine höhere Luftfeuchtigkeit sorgen. Das gelingt Ihnen, indem Sie die Pflanze regelmäßig mit Wasser besprühen. Alternativ dazu bzw. bei einem starken Befall, können Sie Neemöl zur Bekämpfung einsetzen.

➪ Wollläuse:

Ist die Pflanze geschwächt, können Wollläuse auftreten. Diese erinnern an weißen Schimmel. Bei einem Befall sollten Sie die befallenen Stellen mit einem in Alkohol getränkten Wattestäbchen abtupfen oder Neemöl verwenden.

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Vermehrung

Erbsenpflanze (Senecio rowleyanus)
Vermehren können Sie die Erbsenfplanze über Stecklinge – © IhorStore / stock.adobe.com

Möchten Sie nicht nur eine, sondern gleich mehrere Erbenpflanzen in Ihrer Wohnung verteilen, müssen Sie im Gartenmarkt nicht mehrere Pflanzen kaufen. Eine genügt, denn diese können Sie vermehren und daraus also mehrere Pflanzen ziehen. Das gelingt Ihnen zum Beispiel durch Teilung oder indem Sie Stecklinge schneiden und vermehren.

Stecklinge:

  1. Schneiden Sie einen etwa 10 bis 15 cm langen Trieb mit mehreren Blättern von der Pflanze ab.
  2. Lassen Sie den Steckling dann 1 bis 2 Tage trocknen, um Fäulnis zu vermeiden.
  3. Anschließend haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder, Sie setzen den Steckling direkt in trockenes Substrat und gießen erst nach einer Woche leicht an, oder Sie geben den Steckling zuerst in ein Glas Wasser und warten ab, bis sich Wurzeln gebildet haben. Sobald das der Fall ist, können Sie den Steckling in Erde pflanzen.
  4. Im Anschluss ist es wichtig, dass Sie regelmäßig, aber sparsam gießen, bis die Pflanze gut eingewachsen ist.

Teilung:

  1. Nehmen Sie die Pflanze vorsichtig aus dem Topf und entfernen Sie lose Erde, um die Wurzeln freizulegen.
  2. Schneiden oder teilen Sie die Pflanze vorsichtig in mehrere Abschnitte, wobei jeder Abschnitt sowohl Wurzeln als auch Ranken enthalten sollte. Benutzen Sie beim Schneiden unbedingt ein scharfes und vor allem sauberes Messer.
  3. Um Fäulnis zu vermeiden, empfehle ich, die Schnittstellen etwa ein bis zwei Tage an der Luft trocknen zu lassen.
  4. Setzen Sie die geteilten Pflanzenteile in vorbereitete Töpfe mit gut durchlässiger Erde und drücken Sie diese leicht an.
  5. Gießen Sie die frisch geteilten Pflanzen zunächst sparsam, um Wurzelfäule zu vermeiden, und stellen Sie die Töpfe an einen hellen Standort mit indirektem Licht. Nach einigen Wochen beginnen die Pflanzen, neue Wurzeln zu bilden, und können wie gewohnt gepflegt werden.

Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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