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Feuerradbaum pflanzen – Tipps zu Standort und Substrat

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Der Feuerradbaum kommt ursprünglich aus Australien und kann bei uns nur im Kübel kultiviert werden. Wir zeigen Ihnen, was Sie beim Pflanzen beachten müssen.

Feuerradbaum pflanzen
© KHBlack – Fotolia.com

Der Feuerradbaum ist eine ausgesprochen aparte Pflanze aus der Familie der Silberbaumgewächse. Die Heimat des exotischen Gewächses liegt in Australien. Dort wächst die Zierpflanze in freier Natur. Die Blüten gaben der Pflanze ihren Namen. Die tiefroten Röhrenblüten gruppieren sich kreisförmig um eine Mitte, die wie Radspeichen erscheint. Die gelben Blütenstempel ragen kleinen Köpfen gleich daraus hervor. Was es bei der Kultivierung des Feuerradbaumes in unseren Breiten zu beachten gibt, verraten wir Ihnen im Folgenden.

Pflanzenbeschreibung

In seiner natürlichen Heimat wächst der Feuerradbaum (Stenocarpus sinuatus) als immergrüne Pflanze und erreicht dabei Wuchshöhen von 20 Metern und mehr. Die Bäume wachsen allerdings nur langsam. Feuerradbäume besitzen dichte Kronen und aufrechte Stämme, welche eine glatte, rotbraune Rinde umgibt. Die glänzenden, dunkelgrünen Laubblätter sind gegenständig angeordnet und werden etwa 30 Zentimeter lang. Aus den bereits beschriebenen Blüten entwickeln sich ovale, bis zu zehn Zentimeter lange Früchte.

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich auf die im Osten Australiens befindlichen Regenwälder, auf den Osten Queenslands und den Nordostens New South Wales.

Passender Standort

In der freien Natur ist die Kultivierung der Wärme liebenden Pflanze in Deutschland nicht möglich. Wir müssen uns auf die Kübelhaltung beschränken. Zwar wachsen die Pflanzen dort meist nicht höher als maximal zwei Meter. In ihrer Schönheit stehen sie den Exemplaren im Freiland Australiens aber in nichts nach. Im Sommer darf der Feuerradbaum auf Balkon oder Terrasse umziehen.

Um den passenden Standort zu finden, schauen wir uns die natürlichen Wachstumsbedingungen in den australischen Regenwäldern an. Dort herrschen ganzjährig Temperaturen von 25 Grad und mehr. Auch nachts fällt das Thermometer nicht unter 20 Grad. Etwa sechs bis acht Stunden täglich werden die Feuerradbäume von der Sonne beschienen.

Damit lässt sich der Feuerradbaum ganzjährig bei Zimmertemperatur kultivieren. Finden Sie einen hellen Standort und stellen sicher, dass der Baum zumindest einige Stunden täglich von der Sonne beschienen wird.

» Tipp: An einem etwas kühleren Standort erscheinen die Blätter lederartig und härter. Je höher die Umgebungstemperatur, umso größer und weicher sind die Blätter.

Die Umgebungstemperatur sollte mindestens bei 18 Grad liegen. Fällt das Thermometer unter zehn Grad, kann dies der Pflanze schaden. Zwischen April und Oktober darf der Feuerradbaum ins Freie. Auch die Haltung im Wintergarten ist eine Option. Ist dieser beheizt, kann der Feuerradbaum ganzjährig dort kultiviert werden. Allerdings wird der Lichteinfall durch die Glaswand gedämpft und wenn Sie die Möglichkeit dazu haben, sollte ein Standplatz im Freien während der Sommermonate vorgezogen werden.

Die Bäume benötigen Platz, um in die Höhe wachsen zu können. In die Breite dehnen sich die Gewächse weniger aus, abgesehen von der dichten Krone. Bei idealen Standortbedingungen können Wuchshöhen von bis zu vier Metern erreicht werden.

» Tipp: Jungpflanzen sind besonders empfindlich und gehen schnell ein. Ältere Pflanzen sind einfacher zu kultivieren.

Der passende Standort sollte hell, sonnig und ganzjährig warm sein. Darüber hinaus sollte er ausreichend Platz bieten.

Ideales Substrat

Als Basis für die Kultivierung kann herkömmliche Blumenerde verwendet werden. Dieser wird vor der Pflanzung Kompost als Langzeitdünger untergemischt. In ihrer natürlichen Heimat wachsen die Bäume eher auf einem kargen Boden. Ganz wichtig ist jedoch die Durchlässigkeit des Substrats.

» Tipp: Handelsübliche Blumenerde ist immer vorgedüngt und könnte zu viele oder auch falsche Nährstoffe enthalten.

Die Pflanzerde sollte also entsprechend aufgewertet werden. Eine gute Durchlässigkeit wird durch die Beimischung von Sand oder Perlite erreicht. Ebenso können Sie Kies oder Lavagranulat untermischen. Gut bewährt hat sich ein Gemisch aus Pflanzerde, Sand und Humus. Durch die Beigabe von Kokosfasern wird ebenfalls die Durchlässigkeit des Substrates verbessert. Ein reiner Torfboden erweist sich dagegen als eher unvorteilhaft.

» Tipp: Haben Sie die Möglichkeit, bestimmen Sie den pH-Wert des Substrates. Dieser sollte im Idealfall bei 4,5 bis 5,5 liegen.

Pflanzanleitung – Schritt für Schritt

Feuerradbaum im Topf kultivieren
© bilderhexchen – Fotolia.com

1.   Pflanzkübel auswählen
2.   Substrat bereitstellen
3.   Substrat vorbereiten
4.   Drainage legen
5.   Substrat einfüllen
6.   Pflanze einsetzen
7.   Substrat auffüllen
8.   Erde andrücken
9.   Pflanze angießen
10. Pflanze am passenden Standort platzieren

Beim Feuerradbaum haben wir es mit einem recht langsam wachsenden Gewächs zu tun. Daher sollte das Pflanzgefäß nicht zu groß gewählt werden. Wird der Pflanze zuviel Raum geboten, wird sie ihre Kraft vermehrt auf die Ausbildung der Wurzeln konzentrieren und weniger auf das eigentliche und vom Hobbygärtner angestrebte Wachstum des Stammes, der Blätter und der Krone richten. Achten Sie bei der Wahl des Pflanzgefäßes auch auf ausreichend Abzugslöcher, damit sich die Flüssigkeit nicht staut.

Das Substrat wird bereitgestellt und entsprechend unserer Empfehlungen aufgewertet. Vor der Pflanzung sollten Sie eine Drainage auf dem Gefäßboden auslegen. Durch das Aufbringen von Tonscherben oder grobem Kies lässt sich Staunässe effektiv vorbeugen. Dies ist beim Feuerradbaum ganz besonders wichtig, denn Staunässe wird nicht vertragen und führt schnell zum Absterben der Wurzeln.

Füllen Sie nun etwas Substrat in das Pflanzgefäß und platzieren den Feuerradbaum im Topf. Achten Sie dabei besonders darauf, die Wurzeln nicht zu verletzen. Diese sind besonders bei jungen Pflanzen sehr empfindlich. Nun können Sie das Substrat auffüllen und die Pflanze gut angießen. Anschließend wird, entsprechend der Jahreszeit, ein Standort im warmen Zimmer oder auf Balkon oder Terrasse gewählt.

Pflanzung des Feuerradbaumes im Überblick

MaßnahmeErläuterung
Standort findenDer Feuerradbaum benötigt ganzjährig einen hellen und warmen Standort. Um eine hohe Lichtintensität zu gewährleisten und damit den natürlichen Ansprüchen der Pflanze nachzukommen, ist im Sommer ein Standplatz im Freien ratsam. Die Umgebungstemperatur sollte ganzjährig bei 20 bis 25 Grad liegen.
Substrat auswählenIn ihrer natürlichen Umgebung wachsen die Pflanzen in einem eher nährstoffarmen Substrat. Wenn Sie Gartenerde mit Kompost und Sand vermischen, dürfte das passende Substrat gefunden sein. Ganz wichtig ist die Durchlässigkeit des Bodens und damit das Verhindern von Staunässe.
Feuerradbaum einpflanzenWählen Sie ein ausreichend großes Pflanzgefäß und legen auf dem Boden des Pflanztopfes eine Drainage aus Kies oder Tongranulat. Da die Wurzeln sehr empfindlich sind, sollte der Feuerradbaum vorsichtig eingepflanzt werden. Die Pflanze ist anschließend gut anzugießen und am entsprechenden Standort aufzustellen.

Feuerradbaum umtopfen

Der richtige Zeitpunkt für das Umtopfen ist das zeitige Frühjahr, wenn die Pflanze noch nicht mit dem Austrieb begonnen hat. Gute Nachrichten für den Hobbygärtner – der Feuerradbaum muss nicht jährlich umgetopft werden, denn er wächst nur langsam. Dennoch ist eine regelmäßige Erneuerung des Substrates sinnvoll, da die Pflanze dichte Wurzelbüschel ausbildet und damit die Erde im Pflanzgefäß schnell aufbraucht und verbraucht.

Von den Silberbaumgewächsen ist weiterhin bekannt, dass sie verholzte Wurzelknollen bilden und daher nur in sehr tiefen Pflanzgefäßen kultiviert werden können. Dies ist für den Feuerradbaum jedoch nicht belegt. Die Bildung der “Lignotuber” wird vermehrt von Pflanzen vorgenommen, welche in von Buschbränden gefährdeten Regionen wachsen. Die Wurzelknolle ermöglicht nach einem Brand den Neuaustrieb der Pflanze. Der Feuerradbaum wächst ausschließlich im Regenwald und besitzt diese Eigenart vermutlich nicht.

» Tipp: Auf Grund der Ausbildung eines dichten und strauchartigen Wurzelballens, sollte das Pflanzgefäß nicht zu klein gewählt werden.

Um die Wurzeln nicht zu verletzen, sollte beim Umpflanzen vorsichtig vorgegangen werden. Entfernen Sie die Pflanze aus dem alten Pflanzgefäß. Bei dieser Gelegenheit können Sie die Wurzeln auf ihre Beschaffenheit kontrollieren und den Wurzelballen eventuell entsprechend beschneiden. Dies sollten Sie aber nur tun, wenn Sie kranke oder abgestorbene Wurzelteile ausmachen. Pflanzen Sie den Feuerradbaum nicht tiefer in das neue Pflanzgefäß als dieser im alten Pflanztopf gestanden hat.


Foto1: © KHBlack - Fotolia.com, Foto2: © bilderhexchen - Fotolia.com

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