Schuster-, Kokos- und Kentia-Palme kennt jeder. Aber haben Sie auch schon mal etwas von der Fischschwanzpalme gehört. Hier erfahren Sie mehr über den Exoten.

Die Fischschwanzpalme (Caryota mitis) ist ein wahrer Exot unter den Palmen und zieht mit ihren einzigartigen Blättern alle Blicke auf sich. Diese erinnern nämlich tatsächlich an die Flossen von Fischen und haben so für den Namen der Pflanze gesorgt. Die Fischschwanzpalme ist aber nicht nur optisch ein Highlight, sie ist auch gar nicht so zimperlich, was die Pflege angeht – auch wenn man das bei einer Palme vielleicht meinen mag. Das macht sie sowohl für erfahrene Pflanzenliebhaber als auch für Einsteiger interessant.

Herkunft

Die Fischschwanzpalme gehört zur Familie der Palmengewächse (Arecaceae) und stammt aus den tropischen Regionen Südostasiens, insbesondere aus Ländern wie Indien, Indonesien, Thailand und den Philippinen. Dort ist sie nicht nur ein Hingucker, in ihrer Heimat wird die Fischschwanzpalme auch gerne als Material für handwerkliche Zwecke genutzt. Zum Beispiel etwa zur Herstellung von Matten oder Dächern.

Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit hat diese Palme es geschafft, sich auch in anderen Regionen der Welt erfolgreich zu etablieren. Heute findet man sie daher oft in Parkanlagen, botanischen Gärten und auch als Kübelpflanze in Privathaushalten.

Aussehen und Wuchs

Wie schon erwähnt, verdankt die Fischschwanzpalme ihren Namen den charakteristischen Blättern, die in Form und Struktur an Fischschwänze erinnern. Die Blätter sind dunkelgrün, dreieckförmig und am Rand ausgefranst. Somit sind sie nicht nur ein Hingucker, sie spenden obendrein viel Schatten. Ihr buschiges Erscheinungsbild verdankt die Fischschwanzpalme aber auch der Tatsache, dass sie mehrere Stämme besitzt.

Die Fischschwanzpalme hat aber nicht nur ausgefallene Blätter. Diese Palme ist auch bekannt für ihre beeindruckenden Blüten, die in langen, hängenden Rispen wachsen. Die kleinen, cremeweißen Blüten sind ein Blickfang und ziehen Insekten an. Sind sie verblüht, bildet die Palme runde, dunkelrote bis violette Früchte aus, die zwar dekorativ sind, für uns Menschen aber giftig.

Das Problem: Es blühen nur die erwachsenen Palmen. Da sie bei uns in Zimmerkultur nicht so groß wird, wird sie bei Ihnen zu Hause auch nicht blühen. Dennoch ist diese Pflanze auf jeden Fall ein optisches Highlight in Ihrem Zuhause.

In ihrer Heimat kann die Fischschwanzpalme eine Höhe von bis zu 10 Metern erreichen. Bei uns und somit in Kübelkultur bleibt sie jedoch deutlich kleiner. Meist wird sie im Zimmer zwischen 2 und 3 Meter groß. Ihre Wuchsbreite liegt bei etwa 1 bis 2 Metern.

Steckbrief

Fischschwanzpalme (Caryota mitis)
Herkunft:Südostasien
Wuchshöhe:in der Heimat bis zu 10 m, bei uns bis zu 3 m
Wuchsbreite:1 bis 2 m
Blüte:erscheint in der Heimat ganzjährig, bei uns nicht
Standort:hell bis halbschattig
Boden:locker, durchlässig, humos
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WASSERBEDÜRFNISSE – Regelmäßig gießen, ohne dass der Boden nass wird.

Standort

Die Fischschwanzpalme bevorzugt einen hellen bis halbschattigen Standort. Sie darf nicht in der prallen Mittagssonne stehen, da diese die empfindlichen Blätter beschädigen kann. Bei uns macht die Fischschwanzpalme generell am ehesten als Zimmerpflanze eine gute Figur. Denn in der Nähe eines Fensters, das viel indirektes Licht spendet, gedeiht sie besonders gut. Im Sommer kann sie aber auch einen geschützten Platz im Freien erhalten.

Substrat

Ein lockeres, durchlässiges und humusreiches Substrat ist ideal für die Fischschwanzpalme. Der pH-Wert sollte zudem zwischen 5,5 bis 7 liegen. Um das alles zu gewährleisten, nutzen Sie am besten Palmenerde aus dem Handel, denn diese ist perfekt auf die Bedürfnisse der Pflanze abgestimmt. Wichtig ist aber auch, dass Sie eine Drainage im Blumentopf anlegen, um Staunässe zu vermeiden.

Tipps zur Pflege

Fischschwanzpalme pflanzen, pflegen und Krankheiten bekämpfen
Besprühen Sie die Fischschwanzpalme regelmäßig mit Wasser – © jobrestful / stock.adobe.com

💧 Gießen:

Die Caryota mitis liebt eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit. Gießen Sie die Pflanze daher regelmäßig, aber vermeiden Sie Staunässe. Lassen Sie am besten zwischen den Wassergaben immer die oberste Erdschicht leicht antrocknen. Wichtig ist auch, dass Sie zum Gießen abgestandenes Wasser oder Regenwasser verwenden, denn die Fischschwanzpalme ist etwas kalkempfindlich und verträgt daher Leitungswasser nicht so gut.

Außerdem: steht die Pflanze in einem Raum mit einer niedrigen Luftfeuchtigkeit, sollten Sie die Fischschwanzpalme gelegentlich mit Wasser besprühen.

🌱 Düngen:

In der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst sollten Sie die Palme alle zwei Wochen mit einem flüssigen Palmendünger versorgen. Im Winter müssen Sie hingegen nicht düngen.

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✂️ Schneiden:

Schneiden müssen Sie die Fischschwanzpalme nicht. Verwelkte oder braune Blätter können Sie aber jederzeit mit einer sauberen Schere abschneiden. Schneiden Sie dabei jedoch nie in das lebende Gewebe der Palme, da dies zu Verletzungen führen kann.

🪴 Umtopfen:

Etwa alle zwei Jahre, wenn der Topf vollständig durchwurzelt ist, wird es Zeit für ein größeres Pflanzgefäß. Dieses sollte am besten hoch und schwer sein, damit die Pflanze nicht umkippen kann. Umgepflanzt wird zudem immer im Frühjahr oder Sommer. Gehen Sie dann wie folgt vor:

  1. Füllen Sie eine Schicht Kies oder Blähton als Drainage in den Kübel.
  2. Setzen Sie die Palme in das vorbereitete Substrat und drücken Sie die Erde leicht an.
  3. Gießen Sie die Pflanze gründlich an und stellen Sie sie an einen geeigneten Standort.
  4. Kontrollieren Sie regelmäßig, ob die Erde feucht ist, ohne dass sich Wasser im Untersetzer staut.

❄️ Überwinterung:

Die Fischschwanzpalme ist nicht winterhart und wird daher generell als Zimmerpflanze gehalten. Sollten Sie Ihre Pflanze jedoch im Sommer im Freien kultivieren, müssen Sie die Fischschwanzpalme wieder ins Haus holen, sofern die Temperaturen unter 18 °C fallen. Denn kühler sollte diese Pflanze nicht gehalten werden.

🕷️ Krankheiten und Schädlinge:

Eigentlich ist die Fischschwanzpalme relativ pflegeleicht. Etwas Wasser und Palmendünger und schon ist diese Pflanze glücklich. Doch hin und wieder können auch mal Schädlinge auftreten, gegen die Sie etwas unternehmen müssen. Dazu zählen:

  • Spinnmilben: Sie treten vor allem bei zu trockener Luft auf und sind erkennbar an weißen Gespinsten an der Pflanze. Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit, um einen Befall zu verhindern. Um Spinnmilben an Zimmerpflanzen zu bekämpfen, sollten Sie Ihre Pflanze zusätzlich abduschen.
  • Schildläuse: Schildläuse sind an kleinen braunen Erhebungen auf den Blättern und Stielen zu erkennen. Entfernen Sie diese mit einem feuchten Tuch oder einer Zahnbürste.
  • Wurzelfäule: Riecht die Erde muffig, leidet Ihre Pflanze höchstwahrscheinlich unter Wurzelfäule. Es ist daher wichtig, Staunässe zu vermeiden, um die Wurzeln gesund zu halten. Sollten die Wurzeln jedoch schon faulen, ist es ratsam, die Fischschwanzpalme aus der Erde zu nehmen, verfaulten Wurzeln zu entfernen und die Pflanze in neues Substrat zu setzen.

Vermehrung

Fischschwanzpalme pflanzen, pflegen und Krankheiten bekämpfen
Die Fischschwanzpalme lässt sich über Samen vermehren – © okrasiuk / stock.adobe.com

Die Fischschwanzpalme lässt sich über Samen und Ausläufer vermehren. Die Vermehrung über Samen ist jedoch sehr schwierig, da die Pflanze bei uns nicht blüht und somit keine Früchte bzw. Samen ausbildet. Im Handel sind jedoch hin und wieder mal Samen erhältlich. Gehen Sie mit diesen wie folgt vor:

Vermehrung über Samen:

  1. Ziehen Sie zunächst einmal Handschuhe an, denn die Samen sind giftig.
  2. Weichen Sie die Samen 24 Stunden in warmem Wasser ein.
  3. Säen Sie die Samen anschließend direkt in Anzuchterde aus. Bedecken Sie sie mit 1 cm Anzuchterde.
  4. Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht und sorgen Sie für eine konstante Temperatur von 25 °C. Stellen Sie das Anzuchtgefäß zudem an einen hellen Ort. Bedecken Sie es am besten auch mit Folie oder Glas, damit ein optimales Klima entsteht.
  5. Lüften Sie die Folie bzw. das Glas regelmäßig, damit kein Schimmel entsteht.
  6. Etwa 5 bis 8 Wochen nach dem Austrieb können die Pflänzchen pikiert werden.

Vermehrung über Ableger/Ausläufer:

Alternativ zur Vermehrung über Samen können Sie auch Ableger bzw. Ausläufer verwenden, die bei älteren Pflanzen entstehen. Sie sollten dafür etwa 15 cm groß sein und Wurzeln besitzen. Trennen Sie die Ableger einfach vorsichtig ab und pflanzen Sie sie in frisches Substrat. Anschließend wie beschrieben pflegen.

Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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