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Flammenbaum pflegen – was beim Johannisbrotgewächs zu beachten ist

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Ausgewachsene Flammenbäume sind recht pflegeleicht, Jungpflanzen brauchen etwas mehr Aufmerksamkeit. Hier unsere Tipps, zum Gießen, Düngen und Schneiden.

Flammenbaum pflegen
© etfoto – Fotolia.com
Der Flammenbaum – botanisch auch als Delonix Regia bezeichnet – ist eine sehr beliebte Zierpflanze, die ursprünglich in den Tropen vorkommt. Obwohl sie kältere Temperaturen und Frost absolut nicht übersteht, setzen immer mehr Liebhaber hierzulande auf das außergewöhnliche Gewächs. Woran das liegt? An der unüblichen, dekorativen Optik des Baumes, der durch orange-rote Blüten und spitze, dicht besetzte Blätter im Garten ein wahres Feuerwerk bietet. Trägt der Baum, der zu den Johannisbrotgewächsen zählt, Früchte, bilden diese lange tropfenförmige Anordnungen, die für Liebhaber als besonders spektakulär gelten. Wer sich einen Flamboyant anschaffen möchte, sollte vorher darüber Bescheid wissen, ob dessen Pflege sich mit dem eigenen Erfahrungsschatz überhaupt bewältigen lässt. Wie leicht ist der Flammenbaum also zu pflegen und was darf nicht missachtet werden?

Herkunft des Flammenbaumes bedenken

Wer sich einen Flammenbaum zulegen möchte, sollte dessen Herkunft nachforschen und bedenken, dass das Gewächs aus den Tropen kommt und dort bis zu 17 Meter hoch werden. Die Baumkrone des Flammenbaums wächst ziemlich breit gefächert, ist aber mit spitzen Blättern dicht gewachsen, die sich in Gruppen anordnen und damit ortsansässigen Menschen viel Schatten spenden, was wegen der hohen Temperaturen sehr willkommen ist.

Da der Flammenbaum ein tropisches Gewächs ist, sollte man damit rechnen, dass er hohe Temperaturen und viel Sonnenlicht bevorzugt. Feuchtigkeit ist für den Baum allerdings genauso wichtig. Frost und Temperaturen unter 10 Grad verträgt der Flammenbaum nicht gut, Früchte trägt er nur in sonnigen und sehr warmen Sommermonaten – bei verregneten Sommern bleiben Früchte aus.

Wichtiges zum Standort des Flammenbaums – wie kann der Flamboyant überwintern?

Zunächst einmal sollte klar sein, dass der Flammenbaum auf keinen Fall direkt in den Gartenboden gepflanzt werden sollte. Selbst in gemäßigteren Regionen tritt nämlich in den kalten Monaten noch Frost auf, die Gefahr ist also sehr groß, dass der Flammenbaum die Temperaturen nicht verträgt und abstirbt. Aus diesem Grund wird der Flammenbaum hierzulande nur als Zierpflanze gehalten, die in einem Kübel ausreichend Platz für ihr großes Wurzelwerk findet.

Im Sommer kann der Flammenbaum problemlos im Freien auf dem Balkon, im Garten oder auf der Terrasse gehalten werden – hier benötigt er einen sonnigen und windgeschützten Platz. Nähern sich allerdings Herbst und Winter, sollte das Gewächs in ein beheiztes Gewächshaus oder das Zuhause gebracht werden, um dort zu überwintern. Draußen darf er auf keinen Fall bleiben, selbst nicht mit Frostschutz-Abdeckungen. Zu beachten ist, dass man den Flammenbaum selbst im Kübel nicht allzu groß werden lassen sollte – das Gewächs wächst sehr schnell, sodass es mitsamt dem Kübel sehr schwer werden kann, was es schwieriger macht, den Baum zum Überwintern wieder reinzubringen.

Bringt man den Flamboyant zum Überwintern nach drinnen oder soll er gar das ganze Jahr über innen gehalten werden, muss man ebenfalls einen entsprechenden Standort wählen. Dieser sollte sonnig, oder zumindest sehr hell sein und Temperaturen von um die 20 Grad bieten können. Generell gilt: Den Flammenbaum lieber etwas früher nach drinnen bringen, als zu spät.

Wichtiges zum Gießen und Düngen des Flammenbaumes

Wer sich einen Flammenbaum anschaffen möchte, hat es mit der Pflege des ausgewachsenen Baumes recht einfach – jedoch ist diese bei heranwachsenden Jungbäumen und Keimlingen etwas aufwändiger. Einen ausgewachsenen Baum muss man nur noch mäßig gießen, Dünger wird nur bei Erblühen benötigt, wenn überhaupt.

Eine Jungpflanze hingegen benötigt reichlich Wasser, weil viel Feuchtigkeit dem Wachstum der Pflanze dienlich ist – allerdings darf dabei keine Staunässe entstehen, weshalb lockere, luftdurchlässige Erde für Flammenbaum-Jungpflanzen essentiell ist. In den Sommermonaten ist bei Jungpflanzen darauf zu achten, diese alle drei Wochen zu düngen – und zwar ab Mai bis etwa Oktober. Da der Baum erst nach ein paar Jahren erblüht, kann dessen Blüte mit etwas Dünger unterstützt werden. Ansonsten erweist sich die Pflege des Baumes als recht einfach: Achtet man auf ausreichend Sonnenlicht, vermeidet man Staunässe und Wind, kann man mit dem Flammenbaum nicht allzu viel falsch machen. Der Dünger sollte speziell für Kübelpflanzen hergestellt worden sein, um dem Flammenbaum genau die Nährstoffe zu bieten, die er benötigt.

Tipps zum Schneiden des Flammenbaumes

Da der Flammenbaum mit einem starken Wuchs assoziiert wird, sollte man diesen von klein auf regelmäßig schneiden und stutzen, damit er als Zierpflanze eine vertretbare Größe behält. Da ein regelmäßiger Schnitt die Verzweigung der Krone fördert, hilft dies dabei, die Baumkrone besonders dicht und ansprechend wachsen zu lassen. Der Schnitt wird dabei stets von oben nach unten durchgeführt, wobei zu lange Triebe gestutzt werden. Auch eine bestimmte Form kann man so mit der Zeit erreichen, um den Flammenbaum besonders prachtvoll wirken zu lassen. Wichtig ist in jedem Fall, dass der Wuchs des Flammenbaums durch das regelmäßige Schneiden kontrolliert wird, um eine gesunde, starke und nicht zu große Pflanze zu erreichen, die sich leicht pflegen lässt.

Wachstum nicht aus den Augen verlieren

Wie bereits erwähnt, zeichnet sich der Flammenbaum durch ein starkes und sehr schnelles Wachstum aus – Keimlinge sind beispielsweise aus gepflanzten Samen schon nach etwa einer Woche zu erwarten. Daher ist es in Sachen Pflege auch besonders wichtig, den Jungbaum regelmäßig umzutopfen und auch bei starkem Wachstum gegen größere Kübel einzutauschen, damit dessen Wurzelwerk ausreichend Platz bekommt. Dabei lässt sich auch überprüfen, ob das Wurzelwerk intakt ist und die Feuchtigkeit der Erde stimmig.

Die wichtigsten Pflege-Kriterien in Kürze

Beachtenswert bei der Pflege des Flammensbaumes
zum Überwintern frühzeitig ins Haus, die Garage oder ein beheiztes Gewächshaus bringen
Temperatur zum Überwintern darf nicht unter 10 Grad Celsius liegen
sonnigen, warmen und windgeschützten Standort wählen
ausreichend großen Kübel als Lebensraum bieten
Jungpflanzen häufig gießen, aber Staunässe verhindern
Jungpflanze in den warmen Monaten alle drei Wochen düngen
ausgewachsene Pflanzen nur mäßig gießen und nur bei Blüte düngen
regelmäßig schneiden – schon von Anfang an, um übermäßiges Wachstum zu vermeiden und richtige Form zu erlangen
als Jungpflanze häufig umtopfen, ausgewachsenen Pflanzen ausreichend Platz für das Wurzelwerk bieten
nährstoffreicher, luftdurchlässiger und lockerer Boden wird bevorzugt
Düngen mit herkömmlichem Dünger für Kübelpflanzen
Wie man sieht, muss man kein Experte sein, um sich einen der prachtvollen Flammenbäume als Zierpflanze zuzulegen.


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