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Flammenbaum – Krankheiten und Schädlinge erkennen und bekämpfen

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Der Flammenbaum weist selten Krankheiten oder Schädlinge auf. Einige Sachen sind, gerade bei Kübelpflanzen aber doch zu beachten, um einem Befall vorzubeugen.

Flammenbaum - Krankheiten und Schädlinge erkennen und bekämpfen
© etfoto – Fotolia.com
Der Flammenbaum (Delonix Regia) verwandelt mit seiner prächtigen Blüte Ihren Garten in ein Meer der Farben. Neben der feuerroten Blüte ist auch die ausladende Baumkrone ein ausdrucksvoller Anblick und im Sommer ein willkommener Schattenspender. Flammenbäume beeindrucken mit exotischem Charme und es überrascht, dass es sich eigentlich um recht pflegeleichte Pflanzen handelt. Unter Beachtung einiger Pflegehinweise, wird Sie der Flammenbaum mit kräftigem Wuchs und üppiger Blüte erfreuen. Welche Krankheiten und Schädlinge dennoch vorkommen und was Sie dagegen unternehmen können, verraten wir Ihnen im Folgenden.

Schädlinge am Flammenbaum

Schädlinge kommen am Flammenbaum kaum vor, lediglich während der Wintermonate kann es passieren, dass sich Schädlinge einnisten. Daher ist es wichtig, Flammenbäume auch während der Wintermonate im Auge zu behalten und auf einen eventuellen Befall hin zu kontrollieren.

Welche Schädlinge können vorkommen?

» Weiße Fliege

Zeigen sich gelbe Blätter an der Pflanze, vertrocknen die Blätter und werden schließlich abgeworfen, kann der Befall durch die Weiße Fliege die Ursache darstellen. Die Schädlinge sind nicht zu übersehen und fliegen in Scharen auf, wenn Sie dem Baum näherkommen. Haben Sie einen akuten Befall festgestellt, hilft der Einsatz entsprechender Pflanzenschutzmittel. Damit es gar nicht erst soweit kommt, können im Handel erhältliche Gelbtafeln eingesetzt werden. Diese werden einfach in den Baum gehangen und verhindern die Ausbreitung der Schädlinge.

» Schildläuse

Verkümmert die Pflanze während der Wintermonate zusehends, könnten Schildläuse dahinter stecken. Dies können Sie leicht feststellen, indem Sie sich die einzelnen Pflanzenteile näher ansehen. Schildläuse sind mit dem bloßen Auge gut zu erkennen und bilden meist dichte und krustige Beläge auf den Blättern oder Stängeln des Baumes. Bei rechtzeitigem Feststellen des Befalls lassen sich die Schädlinge meist gut entfernen, indem die Pflanze mit Seifenlauge besprüht wird oder Sie die Schildläuse einfach abbürsten. Erst bei fortgeschrittenem Befall sollten Sie zu entsprechenden Pflanzenschutzmitteln greifen, um den Flammenbaum zu retten.

Welche Krankheiten werden beobachtet?

Der Flammenbaum ist allgemein recht robust und wird eher selten von Krankheiten befallen. Gelegentlich können aber folgende Krankheiten auftreten:

  • Mehltau
  • Rost

» Mehltau – Erscheinungsbild, Bekämpfung und Vorbeugung

Mehltau
© majuroan – Fotolia.com
Mehltau ist weit verbreitet und kommt in über 100 unterschiedlichen Arten vor. Dabei sind einige Sorten, wie zum Beispiel der Apfelmehltau, artspezifisch und lassen sich nur an bestimmten Pflanzen nachweisen. Eine generelle Unterscheidung wird in Echter und Falscher Mehltau vorgenommen. Der Echte Mehltau gilt dabei als Schönwetterpilz und entsteht meist dann, wenn es zu warm und zu trocken ist.

Für den Flammenbaum ist der Falsche Mehltau von Belang. Der Pilz fühlt sich in einem feuchten Milieu wohl und wird auch als “Schlechtwetterpilz” bezeichnet. Neben Zierpflanzen sind auch zahlreiche Nutzpflanzen wie Salat, Spinat, Zwiebeln oder Kohl davon betroffen. Falscher Mehltau ist auf beiden Blattseiten gut zu erkennen. Die Unterseiten der Blätter sind von einem weißen Belag überzogen. Daneben entsteht meist auch ein gräulicher Flaum. Die Oberseiten der Blätter verlieren stellenweise das Blattgrün und es entstehen gelbliche Flecken. Die Blätter vertrocknen und fallen schließlich ab.

Achtung: Bleibt Falscher Mehltau unbehandelt, kann der gesamte Baum absterben.

Bemerken Sie den Befall, sind die entsprechenden Blätter zügig zu entfernen. Dabei gehören diese nicht auf den Kompost, sondern sind zu verbrennen oder über den Hausmüll zu entsorgen. Falscher Mehltau kann sehr gut auf natürlichen Wegen bekämpft werden. Bewährt haben sich hierbei Brühen und Tinkturen aus Knoblauch, Ackerschachtelhalm oder Rainfarn.

Wie lässt sich Mehltau vorbeugen?

Steht der Flammenbaum zu nass, ist der Befall mit Mehltau beinahe vorprogrammiert. Gießen Sie nicht zu üppig und kontrollieren das Substrat bei Kübelpflanzen. Wenn es sich feucht anfühlt, wird nicht bewässert. Staunässe ist in jedem Fall zu vermeiden. Auch die Standortwahl gilt es zu bedenken: Stehen die Pflanzen zu eng, begünstigt dies den Pilzbefall. Es sollten ausreichend Licht und Sonne zum Flammenbaum vordringen können. Entfernen Sie regelmäßig das Unkraut im Umkreis des Flammenbaumes, auch dort kann sich der Pilz einnisten und dann auf den Flammenbaum übergreifen. Durch den gezielten Einsatz einiger Pflanzen lässt sich Mehltau vermeiden.

Folgende Kräuter eignen sich daher als Be- und Unterpflanzung:

» Rost am Flammenbaum – was gilt es zu beachten?

Rost
© TwilightArtPictures – Fotolia.com
Auch Rost kann entstehen, wenn der Flammenbaum zu nass steht. Ein geschützter Standort ist daher empfehlenswert, damit starke Regenfälle nicht ungehindert zur Pflanze vordringen können. Den Befall mit Rost merken Sie zunächst auf den Oberseiten der Blätter. Dort erscheinen gelbbraune Flecken, die sich auf die gesamte Fläche der Blätter erstrecken. Kurze Zeit später ist auch die Blattunterseite betroffen, denn hier breiten sich die Pilzsporen aus. Diese sind in Form von Pusteln erkennbar, die sich genau gegenüber der Blattverfärbungen ausbilden.

Rost kann verschiedene Farben annehmen. Anfänglich können die Rostflecken gelb oder orange erscheinen, im späteren Entwicklungsstadium zeigt sich der Rost eher Rotbraun. Die Blätter verwelken und fallen schließlich ab. Meist sind lediglich die Blätter befallen, möglich ist auch das Auftreten von Rostkrankheiten an Trieben und Sprossen. Die Pflanze verkümmert zusehends und blüht kaum. Meist überleben die Flammenbäume jedoch die Rostkrankheit relativ unbeschadet.

Rost wird schnell verbreitet. Platzen die als Pusteln erkennbaren Sporenlager auf, trägt der Wind das Sporenpulver zu anderen Pflanzen, dort bedarf es lediglich eines feuchten Milieus und die Krankheit ist erneut ausgebrochen.

Wie lässt sich Rost bekämpfen?

Wird die Krankheit rechtzeitig erkannt, ist eine Bekämpfung sehr gut möglich. Entfernen Sie unverzüglich alle befallenen Pflanzenteile.

Tipp: Auch das auf dem Boden liegende Laub muss entfernt und vernichtet werden. Ansonsten kann sich der Pilz ungehindert weiter verbreiten.

Entfernte Pflanzenteile gehören nicht auf den Kompost, der Pilz kann sich dort ungehindert weiter verbreiten. Schneiden Sie bis ins gesunde Holz zurück, ist der Befall in der Regel eingedämmt und der Flammenbaum wächst wieder gesund nach.

Wie lässt sich Rost vorbeugen?

Gießen Sie die Pflanze stets nur von unten und sparen die Blätter aus. Damit die Blätter nicht zu lange von Nässe betroffen sind, zum Beispiel nach starken Regenfällen, ist ein geschützter Standort sinnvoll. Kräftige Pflanzen sind generell seltener von Krankheiten betroffen. Sorgen Sie für eine ausgewogene Düngung und stärken Sie den Flammenbaum mit natürlichen Mitteln, zum Beispiel den regelmäßigen Gaben von Ackerschachtelhalmkrautbrühe.

Pflegefehler vermeiden

Nicht selten entstehen Wachstumsstörungen und Einschränkungen der Blütenfülle durch Pflegefehler. Gröbere Fehler, wie ein zu nasser Stand, sind die Hauptursache für das Auftreten von Krankheiten.

Gesunde und kräftige Pflanzen erhalten Sie, wenn:

  • für den Flammenbaum ein heller Standort gewählt wird
  • der Flammenbaum nicht zu sonnig steht
  • dem Flammenbaum ausreichend Raum gewährt wird
  • der Flammenbaum windgeschützt platziert wird
  • der Flammenbaum hell und warm überwintert
  • der Flammenbaum hochwertige Pflanzerde erhält – versetzt mit Kies oder Blähton

Flammenbaum Pflegetipps im Überblick

PflegemaßnahmeErklärung
GießenNur unmittelbar nach der Pflanzung benötigt der Flammenbaum eine regelmäßige und ausreichende Bewässerung. Ansonsten wird nur mäßig gegossen. Staunässe ist in jedem Fall zu vermeiden.
DüngenFlammenbäume sollten ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden. Zwischen Mai und Oktober düngen Sie etwa alle drei Wochen. Eine Brühe aus Ackerschachtelhalmkraut kann als allgemeines Stärkungsmittel eingesetzt werden.
UmtopfenIst das Pflanzgefäß zu klein geworden, kann sich der Flammenbaum nicht mehr optimal entwickeln und wird damit angreifbarer für Krankheiten. Etwa alle zwei Jahre sollte die Pflanze in ein neues Gefäß gesetzt werden, wichtig ist auch der Austausch des Substrates, welches sich im Laufe der Zeit verbraucht.

Foto1: © etfoto - Fotolia.com, Foto2: © majuroan - Fotolia.com, Foto3: © TwilightArtPictures - Fotolia.com

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