Gartengestaltung DIY Anleitungen

Gartenweg pflastern – Anleitung zum Verlegen von Pflastersteinen

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Ob aus Beton-, Natur- oder Backstein: ein Gartenweg zu pflastern, ist kein Hexenwerk. Selbst Laien schaffen es mit unserer Anleitung einen Gartenweg zu pflastern.

gepflasterter Gartenweg
gepflasterter Gartenweg

Um von A nach B zu gelangen und dabei den schönen Rasen nicht platt zu treten, braucht jeder Garten Gartenwege. Wie diese aussehen sollten, ist dabei Geschmackssache. Sie können z.B. aus Kies/Splitt, Pflastersteine oder aus natürlichem Rindenmulch Wege im Garten anlegen. Allerdings sollte nicht nur die Optik bei der Entscheidung eine Rolle spielen, sondern auch die Funktionalität des Materials.

Rindenmulch und Kies liegen z.B. nur locker auf dem Weg auf und verfestigen sich erst mit der Zeit. Außerdem müssen Sie auch den Rindenmulch von Zeit zu Zeit neu auffüllen. Und beim Kies werden Sie ordentlich Probleme mit Unkraut bekommen.

Pflastersteine sind hingegen besonders langlebig und haben von Anfang an eine optimale Trittsicherheit. Auch wenn das Pflastern eines Gartenweges zunächst mit höheren Kosten verbunden ist, so bietet diese Variante doch die meisten Vorteile. Außerdem lassen sich Pflastersteine streichen, wenn sie mit der Zeit ihre Farbe verloren haben, und auch ganz leicht reinigen. Lesetipp: Pflastersteine reinigen – Schritt für Schritt Anleitung.

Die passenden Pflastersteine finden

Zunächst einmal müssen Sie sich für die richtigen Pflastersteine entscheiden. Das ist sicherlich nicht so einfach, da es im Handel eine große Auswahl an den unterschiedlichsten Materialien und Preisklassen gibt. Allerdings hat die große Auswahl auch etwas Gutes, denn so ist wenigstens für jeden Geschmack und Gartenstil das Passende dabei. Empfehlen können wir Ihnen diese Steine:

➤ Betonsteine:

Unter den Betonsteinen finden Sie mittlerweile auch solche, die Natursteinen täuschend ähnlich sind, aber ein Vielfaches weniger kosten. Betonsteine haben häufig auch eine schmutzabweisende Oberfläche und sind sehr langlebig und witterungsbeständig.

➤ Klinker und Backsteine:

Aus Ton hergestellt, sind Klinker und Backsteine. Sie zeichnen sich durch große Härte und Frostbeständigkeit aus. Mittlerweile gibt es auch nicht mehr nur die typisch roten Exemplare, sondern auch violette, bläulich-graue und ockergelbe Variationen im Handel zu kaufen.

➤ Natursteine:

Natursteine aus Basalt, Granit oder Porphyr sind sehr teuer, dafür aber auch farbbeständig und extrem hart und langlebig. Auch hier finden Sie wieder eine große Auswahl an Formen in verschiedenen Preisklassen vor.

Anleitung zum Verlegen von Pflastersteinen

➥ Schritt 1 – Vorbereitung:

Haben Sie die passenden Pflastersteine gefunden, so geht es auch schon an die Vorbereitungen. Nachdem Sie den Verlauf des Weges geplant haben, müssen Sie sich um einen ordentlichen Unterbau kümmern, denn ansonsten werden Sie nicht lange Freude an Ihrem neuen Gartenweg haben.

Die zu pflasternde Fläche muss also als erstes ausgehoben werden. Dazu sollten Sie den Rand des Weges mit Holzpflöcken abstecken und auf beiden Seiten entlang des Weges eine Schnur spannen. Rechnen Sie dabei ausreichend Platz ein, damit Sie später noch einen Bordstein zur zusätzlichen Befestigung verlegen können.

➥ Schritt 2 – Aushub vornehmen:

Bei der Auskofferung mit einem kleinen Bagger oder dem Spaten sollten Sie das Erdreich so tief ausheben, dass die Tiefe des Aushubs mindestens 20 Zentimeter unter der fertigen Höhe des Pflasters beträgt. Orientieren Sie sich bei der Tiefe jedoch auch an die Höhe der späteren Tragschicht sowie an die Größe der Pflastersteine.

Die freigelegte Fläche muss unbedingt ganz eben sein, sonst liegen die Pflastersteine später nicht auf einer Höhe, was zur Stolperfalle werden könnte. Außerdem könnten sich in Senkungen Regenwasser sammeln, was dann wiederum zu einem Absinken der Tragschicht und damit auch der Steine führen kann. Bei der Auskofferung müssen Sie unebene Stellen deshalb immer sorgfältig ausgleichen.

Tipp:

Ist der Untergrund nicht stabil genug, können Sie ihn mit etwas grobem Schotter oder Branntkalk verfestigen.

➥ Schritt 3 – Randsteine platzieren:

Ist die ausgehobene Fläche geglättet, können Sie die Randsteine platzieren. Fertigen Sie dazu am besten ein Betonbett an, damit die Randsteine auch optimal verankert sind.

➥ Schritt 4 – Tragschicht aufbringen:

Sind die Randsteine verlegt, müssen Sie als nächstes eine Tragschicht auftragen. Diese ist notwendig, damit Regenwasser, das durch die Fugen dringt, in den Boden absickern kann und es nicht zu einer Überschwemmung des Gartenweges kommt. Für die Tragschicht können Sie Kies oder Schotter verwenden. Die Entscheidung für ein bestimmtes Material hängt dabei von der benötigten Tragfähigkeit des Weges ab. Ist der Gartenweg stark frequentiert, so sollten Sie Schotter dem Kies vorziehen. Für einfache Gartenwege reicht Kies hingegen vollkommen aus.

Die Tragschicht sollte eine Höhe zwischen 10 und 30 Zentimeter haben, eben halt abhängig davon, wie tief Sie die Auskofferung vorgenommen haben. Nach dem Aufbringen des Materials, müssen Sie dieses noch mit einem Rüttler verdichten, damit der Unterbau schön stabil ist.

Ausnahme:

Möchten Sie die Fugen später mit Mörtel auffüllen, so bringt die Tragschicht nichts, da ja kein Wasser durchsickern kann. Sie müssen beim Anlegen des Gartenweges dann aber ein leichtes Gefälle mit einbauen, damit das Regenwasser seitlich ablaufen kann. Alternativ dazu ist auch der Einbau einer Drainage möglich.

➥ Schritt 5 – Pflastersteine verlegen:

Bevor die Pflastersteine nun endgültig verlegt werden können, müssen Sie noch eine etwa drei Zentimeter dicke Sandschicht (Ausgleichsschicht) aufbringen. Das ist dann das Bett, in welches Sie die Pflastersteine einlegen. Und das wiederum kann ganz nach Ihren persönlichen Vorstellungen geschehen. Wichtig ist nur, dass Sie die Steine auf die Sandschicht legen und mit einem Gummihammer vorsichtig hinein klopfen.

➥ Schritt 6 – Pflastersteine verfugen:

Wie groß Sie die Abstände zwischen den einzelnen Pflastersteinen lassen, bleibt ganz Ihnen überlassen. Damit die Steine jedoch auch schön stabil liegen, müssen Sie die Fugen anschließend noch auffüllen. Das können Sie mit Sand oder Fugenmörtel machen. Besonders beständig und wasserdurchlässig ist z.B. Fugenmörtel auf Kunstharz-Basis.


Foto1: © Artalis - Fotolia.com

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