Der Geldbaum ist eine einfach zu pflegende Zimmerpflanze. Ebenso einfach lässt er sich vermehren. Lesen Sie hier, welche Möglichkeiten es gibt.

Der Geldbaum lässt sich unkompliziert über Stecklinge vermehren.
Der Geldbaum lässt sich unkompliziert über Stecklinge vermehren. © Andrey Nikitin / stock.adobe.com

Der Geldbaum, der auch als „Crassula ovata“ bezeichnet wird, ist eine sehr pflegeleichte und beliebte Zimmerpflanze. Angeblich soll sie eine stärkende Wirkung besitzen und Glück, sowie einen regelmäßigen Geldsegen mit sich bringen. Wer gleich mehrere Geldbäume sein Eigen nennen möchte, kann die Sukkulente relativ einfach vermehren.





Allgemeines zur Vermehrung des Geldbaums

Wie bei allen anderen Pflanzen spielt der richtige Zeitraum bei der Vermehrung eine große Rolle. Jüngere Pflanzen benötigen für einen gesunden Wuchs viel Sonne und Licht, weswegen sich der Frühling und frühe Sommer hierfür eignen. Es sind jedoch auch schon Geldbäume im Herbst und Winter vermehrt worden, doch benötigt das Gewächs während dieser Jahreszeiten ein wenig länger, bis es Wurzeln ausbildet.

Ein weiterer Punkt ist das richtige Substrat. Idealerweise wird der Ableger des Geldbaums in Kakteenerde gepflanzt, da diese ihm die richtigen Nährstoffe bieten kann. Zusätzlich ist es empfehlenswert, etwas Blähton unterzumischen. Alternativ eignet sich auch feiner Kies. Auf diese Weise erhält die Sukkulente einen guten und durchlässigen Boden, in dem sie gut Wurzeln schlagen kann. Möchte man keine Kakteenerde nutzen, empfiehlt sich eine Mischung aus Torf und Sand.

Bei der Vermehrung ist es außerdem wichtig, das richtige Werkzeug zur Hand zu nehmen. Ein Messer oder eine Schere eignen sich bestens, sie sollten jedoch scharf genug sein und vor der Benutzung sterilisiert werden. Andernfalls gelangen schädliche Keime in die Schnittstelle, welche die Pflanze in ihrem Wuchs behindern können. Das Messer oder die Schere zuvor mit Alkohol zu reinigen, genügt jedoch völlig.

Mit welchen Methoden lässt sich der Geldbaum vermehren?

Grundsätzlich gibt es zweierlei Arten, um einen Geldbaum zu vermehren:

  • per Triebsteckling
  • per Blattsteckling

Bei beiden Arten der Vermehrung gibt es jedoch noch weitere Hinweise, die unbedingt beachtet werden sollten, um einen einwandfreien Wuchs zu gewährleisten. Nachfolgend sollen daher die zwei Methoden näher beleuchtet werden.

Sind die Stecklinge bewurzelt, können sie eingepflanzt werden.
Sind die Stecklinge bewurzelt, können sie eingepflanzt werden. © Лейла Китлаева / stock.adobe.com

Vermehrung per Triebsteckling

Als besonders vorteilhaft zeigt sich der rasche Wuchs des Geldbaums, denn er wirft regelmäßig neue Triebe zur Vermehrung ab. Da die Zimmerpflanze ohnehin regelmäßig mittels Schnitt gepflegt werden sollte, können bei dieser Unternehmung genügend Stecklinge ausgesondert und zur Vermehrung genutzt werden.

Alternativ zu den einfachen Stecklingen können auch jene genutzt werden, die ohnehin bereits Luftwurzeln an der Pflanze gebildet haben. Sie besitzen eine bräunliche Farbe. Um einen solchen Steckling zu gewinnen, wird dieser einfach oberhalb des Blattknotens abgeschnitten.

Nicht geeignet sind dagegen verholzte oder bereits abgeknickte Triebe, da diese nicht die notwendige Energie besitzen, um erneut Wurzeln auszubilden.

Mit beiden Sorten von Stecklingen geht man anschließend wie folgt vor:

  • Triebstücke werden im unteren Abschnitt von den Blättern befreit. Wichtig ist, dass zwei Blattpaare im oberen Bereich belassen werden.
  • Anschließend lässt man die Stecklinge an der frischen Luft für zwei bis drei Tage trocknen. Dank dieser Vorgehensweise vermeidet man eine spätere Pilzinfektion an der Schnittstelle.
  • Danach stellt man sie in ein Glas mit Wasser, damit sie Wurzeln austreiben.
  • Das Wasser wird alle zwei bis drei Tage ausgetauscht.
  • Der ideale Standplatz ist hell und warm, aber nicht wärmer als 20 Grad Celsius.

Sind die Wurzeln lang genug, können sie schließlich in die vorbereitete Erde gesetzt werden.

Alternativ ist es außerdem möglich, den Steckling direkt nach der Trocknung in den Boden zu stecken. Leider ist hierbei die Erfolgsquote geringer, eine Möglichkeit ist diese Form der Vermehrung trotzdem. Wichtig hierbei ist, dass der Stecklinge eine Mindestlänge von sieben Zentimetern besitzt. Im unteren Bereich werden die Blätter ebenfalls entfernt.

Bei dieser Form der Anzucht ist es essenziell, dass der Boden stets feucht gehalten wird, aber nicht durchnässt. Der im Boden enthaltene Blähton oder Kies sollte hier eine genügende Abhilfe schaffen.

Vermehrung durch Blattstecklinge

Wer seinen Geldbaum nur selten schneidet, kann ihn auch über die Blätter vermehren. Hierzu werden zunächst einige Blätter vom Baum gezupft und anschließend in die Erde gesteckt. Wie genau man hierbei vorgeht, wird nachfolgend erläutert.

In Bezug auf die Blätter ist es sinnvoll, große und kräftige Exemplare vom Baum zu zupfen. Außerdem sollten sie eine kräftige, grüne Farbe besitzen. Sind sie bereits gelblich oder verblasst, sind sie nicht geeignet. Die Blätter werden anschließend an der frischen Luft für zwei bis drei Tage getrocknet.

Der Blumentopf wird wie beschrieben mit der passenden Kakteenerde und einer Drainage versehen, bevor die Blätter mit der Schnittstelle nach unten bis zur Hälfte in die Erde gesteckt werden. Auf diese Weise erlangen die Blätter einen stabilen Stand.

Anschließend werden die Blattstecklinge gut angefeuchtet. Hierfür kommt idealerweise ein Zerstäuber zum Einsatz. Wie bei den anderen Stecklingen ist es auch hierbei wieder wichtig, dass der Boden nicht zu nass wird, da ansonsten das Risiko besteht, dass die Stecklinge zu faulen beginnen.

Der ideale Standort ist warm und hell, sodass die Stecklinge genügend Energie tanken können und die Vermehrung gelingt. Bis zur Wurzelbildung dauert es zwischen sechs und acht Wochen. Zu dieser Zeit bilden sich bereits neue Triebe und Blätter aus. Wer seine Blattstecklinge zu mehreren in einen Topf gesetzt hat, kann sie nun vorsichtig entfernen und in einen eigenen Topf setzen, wo sie weiter wachsen.

Als zweifache Mutter lebe ich mit meiner Familie, Hund und Pferden auf dem Land. Nachhaltigkeit und ein angenehmes Miteinander sind mir besonders wichtig und werden in unserem Haushalt täglich vorgelebt. Genau wie meine Leidenschaft fürs Gärtnern und Schreiben.

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