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Gewöhnlicher Tannenwedel: Kultivierung der imposanten Wasserpflanze

Der Gewöhnliche Tannenwedel erinnert an kleine Tannenbäume, die aus dem Wasser ragen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie ihn richtig kultivieren.

Gemeiner Tannenwedel
© Child of nature / stock.adobe.com

Aus dem Gartenteich wachsen kleine Tannenbäumchen? Der Tannenwedel (Hippuris vulgaris) erweckt in der Tat den Anschein. Die Wasserpflanze besitzt nadelförmige Blätter, die über der Wasseroberfläche aufragen und an kleine Nadelbäume denken lassen. Auch die tiefroten Blüten tragen dazu bei, dass ein kontrastreiches Bild im Wassergarten entsteht. Der Tannenwedel wächst üppig und breitet sich schnell über die Flachwasserzone aus.

Herkunft des Gewöhnlichen Tannenwedel

Der Gemeine Tannenwedel besitzt ein weitläufiges natürliches Verbreitungsgebiet. Die Pflanze ist in Europa, im Norden Asiens und Amerikas sowie in Alaska heimisch. Die anpassungsfähigen Gewächse bilden die Familie der Tannenwedelgewächse.

Vorkommen der Pflanze lassen sich auch in Gebirgsseen finden. Sein Vordringen bis in arktische Gebiete verschafft dem Gewöhnlichen Tannenwedel unter den Sumpf- und Wasserpflanzen eine Alleinstellung.

Gemeiner Tannenwedel (Hippuris vulgaris)
Wuchs: aufrecht, ausläuferbildend
Wuchshöhe: 10 – 30 cm
Wuchsbreite: 30 – 50 cm
Blüte: Juni – August
Standort: Sonne
Boden: durchlässig, hoher Nährstoffbedarf
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Den Gewöhnlichen Tannenwedel pflanzen

» passender Standort

Die Sumpfzone des Gartenteichs ist der ideale Standort für den Gewöhnlichen Tannenwedel. Auch in langsam fließenden Bachläufen fühlt sich die Pflanze wohl. Ansprüche stellt die Pflanze allein an die Wasserqualität. Nährstoffreiche und möglichst kalkhaltige Standorte werden bevorzugt.

An die Lichtverhältnisse kann sich der Gewöhnliche Tannenwedel problemlos anpassen. Die Pflanze gedeiht in Sonne, Halbschatten und Schatten. Die Wassertiefe sollte 20 bis 30 Zentimeter betragen. Hohe Wassertemperaturen verträgt der Gewöhnliche Tannenwedel sehr gut.

In  Gesellschaft mit Hechtkraut, Froschlöffel oder Pfeilkraut lässt sich ein lebendiges und kontrastreiches Bild im Gartenteich schaffen.

» ideales Substrat

Der Gewöhnliche Tannenwedel gedeiht am besten auf einem schlammigen Untergrund. Der Boden sollte durchweg befeuchtet sein. Bevorzugt ist das Substrat humos und reich an Nährstoffen.

» Pflanzung Schritt für Schritt

Die Pflanze ist im Container im Handel und kann damit das ganze Jahr ausgepflanzt werden. Ist der Gartenteich gefroren oder es ist im Sommer sehr heiß, ist von einer Pflanzung abzusehen. Ansonsten gehen Sie folgendermaßen vor:

1. Pflanze aus dem Pflanzgefäß nehmen
2. Rhizom waagerecht in den Teichgrund setzen
3. Pflanzabstand beachten

Das Rhizom wird waagerecht in den Teichgrund gedrückt. Der Gewöhnliche Tannenwedel breitet sich gern und schnell aus. Ein Pflanzabstand von etwa 50 Zentimetern sollte eingehalten werden.

Tipp: In kleineren Gartenteichen bietet es sich an, den Gewöhnlichen Tannenwedel im Pflanzkorb in den Boden zu bringen. So lässt sich sein Wachstum besser kontrollieren.

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Worauf ist bei der Pflege zu achten?

Es sind keine aufwendigen Pflegemaßnahmen notwendig. Das Wachstum hält der Hobbygärtner unter Kontrolle, indem die Pflanze regelmäßig ausgelichtet wird. Lange Triebe, die sich unkontrolliert ausbreiten und über den Gewässerrand bewegen, können einfach abgeschnitten werden.

Die wichtigsten Pflanz- und Pflegetipps im Überblick

Maßnahme Was ist zu tun?
Standort bestimmen Sumpfzone Gartenteich
Sonne bis Schatten
Substrat bereitstellen schlammig
nährstoffreich
humos
kalkhaltig
dauerhaft feucht
Gewöhnlichen Tannenwedel pflanzen Rhizom waagerecht einsetzen
Pflanzabstand beachten
Gewöhnlichen Tannenwedel schneiden regelmäßig auslichten
im Herbst Rückschnitt

Den Gewöhnlichen Tannenwedel vermehren

Die mit vielen kleinen roten Blüten besetzten Tannenwedel ragen im Sommer weit über die Wasseroberfläche hinaus. Die Blüten können durch den Wind bestäubt werden. Die Pflanze sorgt aber auch selbst für ihre vegetative Vermehrung.

Der Fortbestand ist über Rhizomausläufer und Turionen gesichert. Turione bildet der Gewöhnliche Tannenwedel meist im Herbst. Dabei handelt es sich um kugelförmige Überwinterungsorgane. Diese lösen sich von der Pflanze ab und überwintern auf dem Teichgrund. Im Frühling entstehen aus diesen Turionen neue Tannenwedel.

Tipp: Diese Form der Vermehrung ist auch bei Wasserpflanzen wie Wasserpest und Tausendblatt anzutreffen.

Möchte der Hobbygärtner für die Vermehrung des Gewöhnlichen Tannenwedels selbst sorgen, bietet sich die Teilung der Pflanze an. Dies sollte alle zwei bis drei Jahre passieren und kann die Wuchsfreudigkeit der Pflanzen verbessern.

Der Gewöhnliche Tannenwedel wird hierfür aus dem Gartenteich entfernt und mit einem scharfen Messer geteilt. Die neuen Teilstücke werden getrennt voneinander neu verpflanzt.

Krankheiten und Schädlinge am Gewöhnlichen Tannenwedel erkennen

Die robusten und äußerst anpassungsfähigen Wasserpflanzen werden nicht von Schädlingen befallen und auch Krankheiten kommen nur äußerst selten vor.

Den Gewöhnlichen Tannenwedel überwintern

Der Gewöhnliche Tannenwedel hat sich bis nach Alaska vorgearbeitet. Daher ist die Pflanze in unseren Breiten absolut winterhart und erfreut auch in der kalten Jahreszeit mit ihrem Blattgrün.

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