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Glanzmispel: Krankheiten und Schädlinge erkennen und effektiv bekämpfen

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Sieht die Glanzmispel auf einmal nicht mehr gut aus, kann das an einem Schädling oder einer Krankheit liegen. Dann ist schnelles Handeln wichtig, um die Pflanze zu retten.

Blattflecken deuten auf eine Krankheit oder Schädlinge hin
Blattflecken deuten auf eine Krankheit oder Schädlinge hin
Neben Frostschäden, die zu braunen Flecken auf den Blättern der Glanzmispel führen, kann die Pflanze auch Krankheiten ausbilden. Aber auch Schädlinge sind grundsätzlich nicht unbekannt. Sollte Ihre Glanzmispel im Garten kränklich wirken oder veränderte Blätter haben, dann wird es höchste Zeit, dass Sie handeln. Sie möchten doch schließlich nicht, dass Ihre Glanzmispel an der Krankheit bzw. dem Schädling zugrunde geht.

Diese Krankheiten können auftreten

Zwei Krankheiten kommen bei der Glanzmispel besonders häufig vor.

Für die Erkrankungen ist ein Pilz verantwortlich, der die Blattstruktur schädigt:

Apfelschorf:

Bei dieser Pilzerkrankung bilden sich graue Flecken auf den Blättern. Der Apfelschorf verbreitet sich relativ schnell, sodass Sie rasch handeln müssen. Schneiden Sie die befallenen Pflanzenteile vollständig ab. Geben Sie sie keinesfalls auf den Kompost, sondern verbrennen Sie sie. Der Apfelschorf könnte sich sonst im Garten ausbreiten. Alternativ dazu können Sie die Pflanzenteile auch über den Hausmüll entsorgen. Anschließend sollten Sie die Pflanze noch mit einem kupferhaltigen Spritzmittel einsprühen (z.B. hier erhältlich). Halten Sie sich dabei an die Anweisungen des Hersteller.

Blattbräune:

Ist die Glanzmispel von der Blattbräune befallen, bilden sich schwarze und rote Flecken auf den Blättern. Sie sollten die Blätter dann vorsorglich abschneiden, sofern Sie nicht sicher sind, ob die Flecken nicht doch eher bräunlich sind. Denn die Glanzmispel kann ebenso von einem Schädling befallen sein, der zu braunen Flecken führt. Um den Pilz zu bekämpfen, sprühen Sie die Pflanze auch wieder mit einem Mittel ein, das Kupfersulfat enthält.

Frostschäden:

Dies ist keine eigenständige Krankheit, sie führt aber trotzdem zu braunen Flecken auf den Blättern. Sie müssen zur Abhilfe nur die Wasserversorgung im Winter sicherstellen und die Pflanze regelmäßig gießen. Lesetipp: Glanzmispel richtig pflegen.

Schädlinge an der Glanzmispel

Auch Parasiten können die Glanzmispel befallen. Sie lassen sich zum Teil mit Hausmitteln bekämpfen. Alternativ gibt es aber auch zahlreiche Bekämpfungsmittel im Handel zu kaufen.

Blattläuse:

Blattläuse setzen sich meist auf jungen Trieben und deren Blättern ab. Da die Läuse sich nicht festsetzen, können Sie im ersten Schritt versuchen, sie mit einem scharfen Wasserstrahl zu entfernen. Alternativ dazu helfen Mittel auf einer Basis aus Seife und Rapsöl. Die Präparate schaden Nützlinge nicht. Sie können so ein Präparat sogar selber herstellen. Geben Sie dazu einfach ein wenig Spülmittel und etwas Rapsöl in zehn Liter Wasser und besprühen Sie die Glanzmispel damit ausgiebig.

Möchten Sie den Blattlausbefall schon im Vorfeld vermeiden, können Sie die Glanzmispel regelmäßig mit einem Sud aus Brennnesseln (Anleitung dazu hier) einsprühen.

Dickmaulrüssler:

Fraßschäden an den Blättern weisen auf den Dickmaulrüssler hin. Gleichfalls können Sie den Befall an Larven erkennen, die zu Schäden am Wurzelhals führen. Sammeln Sie die Käfer möglichst rasch ab. Nematoden, ein Substrat, das Sie ins Gießwasser geben müssen, tötet die Larven ab. Es ist beispielsweise hier erhältlich.

Darum können die Blätter auch abfallen

Sollte Ihre Glanzmispel in erster Linie Blätter verlieren, weist dies auf ein falsches Gießverhalten beziehungsweise auf eine falsche Erdbeschaffenheit hin. Prüfen Sie, ob das Erdreich zu nass ist oder ob sich Staunässe gebildet hat. In diesem Fall sollten Sie die Erde mit Humus vermengen, um die überschüssige Nässe aufzunehmen. Ist die Erde hingegen trocken, kommt es ebenfalls zum Blattverlust.


Foto1: © saratm - Fotolia.com

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