Wer sich eine Glückskastanie ins Haus holt, wird bei richtiger Pflege lange Freude an ihr haben. Wie diese Pflege aussehen sollte, erkläre ich hier.

Glückskastanie
Glückskastanien haben oft einen geflochtenen Stamm – © Francesco / stock.adobe.com

Glückskastanien (Pachira aquatica) sind beliebte Zimmerpflanzen, die nicht zuletzt mit ihrem geflochtenen Stamm die Blicke auf sich ziehen. Die Pflanzen sind recht pflegeleicht, speichern das Wasser in ihrem dicken Stamm, beeindrucken mit sattgrünen, fingerförmigen Blättern und sollen nebenbei ihren Besitzern noch Glück bringen. In Zimmerkultur können sogar bis zu zwei Meter hohe Kleinbäume entstehen. Auf die beeindruckenden pinselförmigen Blüten müssen wir in heimischen Gefilden jedoch leider meist verzichten.

Herkunft

Die Glückskastanie gehört zur Familie der Malvengewächse und ist auch unter den Bezeichnungen Wasserkastanie, Wilder Kakaobaum oder Guyana bekannt. In ihrer ursprünglichen Heimat, Brasilien, Peru und Mexiko werden die Früchte des bis zu 20 Meter hohen Baumes als Kakao-Ersatz genutzt. Blätter und Samen sind ebenfalls zum Verzehr geeignet. Die verdickten Stämme erinnern an die verwandten Affenbrotbäume.





Dem asiatischen Feng Shui folgend, verheißen die Pflanzen Glück und Wohlstand und werden gern als Glücksbringer zum Einzug oder zu anderen Anlässen verschenkt.

Ist die Glückskastanie giftig?

Die Blätter oder mögliche Früchte sind ungiftig. Die Stämme können hingegen eine leicht giftige Flüssigkeit absondern. Dies bedeutet jedoch weder für Mensch noch Haustiere eine direkte Gefahr. Bis tatsächlich Beschwerden eintreten würden, müssten wir die Flüssigkeit mehrerer Stämme konsumieren.

Kurzer Steckbrief zur Glückskastanie

Glückskastanie (Pachira aquatica)
weitere Bezeichnungen: Wasserkastanie, Wilder Kakaobaum, Guyana
Pflanzenfamilie: Malvengewächse
Wuchshöhe: 2 m in Zimmerkultur
Besonderheit: geflochtener Stamm
Standort: hell
Boden: durchlässig
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Den passenden Standort finden

Für die Glückskastanie ist ein heller Standort wichtig. Die direkte Sonneneinstrahlung ist hingegen nicht optimal für die beliebte Zimmerpflanze. Eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit quittiert die Glückskastanie zudem mit dem Abwurf der Blätter.

Den Sommer über kann die Pflanze auch an einem vor Wind und Regen geschützten Platz im Freien verbringen. Die idealen Umgebungstemperaturen liegen bei 18 bis 20 Grad. Zugluft verträgt die Glückskastanie jedoch nicht. Ebenso sollten Sie den Standort nicht allzu oft wechseln. Dadurch könnte es auch zu Blattfall kommen.

Das ideale Substrat auswählen

Die Bodenansprüche der Glückskastanie sind weniger anspruchsvoll. Sie können z.B. eine herkömmliche Blumenerde mit einer guten Nährstoffversorgung verwenden. Kakteenerde eignet sich ebenfalls. Wichtig ist eine gute Durchlässigkeit. Die Beschaffenheit des Substrats lässt sich z.B. optimieren, indem Sie der Erde zu einem Fünftel mineralisches Material wie beispielsweise Perlit untermischen.

So pflegen Sie die Glückskastanie richtig

Glückskastanie Pflege
Glückskastanien müssen regelmäßig mit Wasser besprüht werden – © Toyakisfoto.photos / stock.adobe.com

❍ gießen:

Da die verdickten und meist geflochtenen Stämme große Mengen an Wasser speichern können, müssen Sie nicht oft zur Gießkanne greifen. Bevor Sie erneut gießen, sollten Sie immer überprüfen, ob das Substrat komplett abgetrocknet ist. Sie sollten hingegen nicht versäumen die Glückskastanie regelmäßig mit zimmerwarmem und kalkfreiem Wasser zu besprühen.

❍ düngen:

Während der Wachstumsphase, zwischen Mai und August, können Sie in 14-tägigen Abständen Dünger verabreichen. Verwenden Sie dafür herkömmlichen Grünpflanzendünger und geben Sie diesen als Flüssigdünger zum Gießwasser.

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❍ umtopfen:

Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen der Glückskastanie ist das Frühjahr. Abhängig von Größe und Wuchs der Pflanze sollten Sie alle zwei bis drei Jahre das Substrat austauschen und ein größeres Pflanzgefäß wählen.

❍ schneiden:

Glückskastanien bilden bei optimalem Stand ansehnliche Baumkronen aus und wachsen am natürlichsten, wenn keine Schnittmaßnahmen erfolgen. Sollte das Bäumchen jedoch zu groß geworden sein, wird der Rückschnitt notwendig und von den Pflanzen in der Regel gut vertragen. Für das Zurückschneiden ist das Frühjahr der beste Zeitpunkt.

❍ überwintern:

Die Überwinterung im beheizten Wohnzimmer bekommt der Glückskastanie weniger. Ein heller und etwas kühlerer Standort ist hingegen ideal. Die Temperatur im Winterquartier sollte 12 Grad jedoch nicht unterschreiten. Gegossen werden muss die Pflanze im Winter zudem kaum.

❍ Krankheiten und Schädlinge bekämpfen:

Glückskastanien sind robust und kaum von Krankheiten und Schädlingen betroffen. Sind die Luft zu trocken oder das Substrat zu feucht, kommt es lediglich zu Blattfall.

So können Sie die Glückskastanie vermehren

Glückskastanie vermehren
Glückskastanien lassen sich über Stecklinge vermehren – © Christian / stock.adobe.com

Die Vermehrung kann durch Aussaat oder über Kopfstecklinge erfolgen. Die Vermehrung über Stecklinge gelingt Ihnen z.B. wie folgt:

  1. Steckling von einem halbverholzten Trieb schneiden
  2. Steckling in Anzuchterde stecken
  3. Pflanzgefäß hell und warm aufstellen
  4. Steckling regelmäßig befeuchten

Tipp:
Am besten bewurzeln die Stecklinge bei einer Bodenwärme zwischen 25 und 30 Grad.

Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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