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Götterblume – Tipps zu Pflege, Standort und Krankheiten

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Die Götterblume hat nicht nur einen himmlischen Namen, sondern auch ein himmlisches Aussehen. Wo Sie die Blütenpflanze am besten pflanzen und wie Sie sie pflegen erfahren Sie hier.

Blüten der Götterblume.
Die Götterblume verzaubert jeden Gartenfreund mit ihrer reizvollen Schönheit – © alessandrarc – Fotolia.com

„Klein aber fein“, so lässt sich die Götterblume schlicht in drei Worten beschreiben. Selbst der Name „Götterblume“ (Dodecatheon meadina) hat einen himmlischen Klang. Das reizvolle Primelgewächs wird auch Sternschnuppenblume oder Flügelstern genannt. Im Grunde ähnelt der anmutige Frühlingsblüher von seiner Blütenform her dem wilden Alpenveilchen.

Der kreative Gartenfreund platziert diese kleine Staude im lichten Bereich von Schattengärten oder am Teichufer. Sie eignet sich aber auch zur Unterpflanzung spät austreibender Laubgehölzen.

Die Götterblume und ihre Charakteren

Ursprünglich stammt die Kleinstaude aus Nordamerika. Wälder und feuchte Wiesen sind im wesentlichen ihr Lebensraum. Den in Mitteleuropa verbreiteten Züchtungen behagt es in Gärten ebenso.

Götterblume im Frühjahr
Die Götterblume (Dodecatheon meadina) im Frühjahr, kurz bevor sich die Blüten öffnen – © helga_sm – Fotolia.com

Das mehrjährige Primelgewächs entfaltet im Mai/Juni seine hinreißende Blütenpracht in den Farben, weiß, rosa, rot oder violett. Bis zu 20 Blütenstängel, die zwischen 30 und 50 Zentimeter emporragen, kann die kleine Staude hervorbringen. An diesen entwickeln sich in Dolden geformte Blütenstände. Dabei ähneln die einzelnen Blüten die des Alpenfeilchens.

Das Blatt ist zungenförmig, glattrandig und weich – typisch für ein Primelgewächs. Nach der Blüte zieht sich die Staude völlig in den Boden zurück, treibt aber im nächsten Frühjahr wieder kräftig aus.

Unser Tipp: Bevor sich die Kleinstaude einzieht, markieren Sie die Pflanzstelle, damit Sie bei der Gartenarbeit die unterirdischen Pflanzenteile nicht beschädigen.

Der Standort sollte halbschattig und windgeschützt sein

Einen hellen halbschattigen Standort verträgt das Frühjahrsgewächs am besten. Die Blüten halten eben länger, wenn die Sonne nicht den ganzen Tag darauf brennt.

Ein nährstoffreiches Erdreich ist ideal
Setzen Sie ihre Götterblume in einen durchlässigen, nährstoffreichen, humosen Boden. Er kann mäßig feucht sein und nicht zu trocken. Toleriert wird auch ein leicht saurer Gartenboden. Ist der Standort allerdings kalkhaltig, dann ist es ratsam, den Boden mit etwas Torf aufzuarbeiten. Schweren und sehr feuchten Boden passen Sie dagegen mit Sand und Kompost den Bedingungen für die Götterblume an.

So richtig zur Geltung kommt das prunkvolle Primelgewächs, wenn Sie mehrere Pflanzen verteilt in kurzen Abständen in ihrem Schattengarten oder unter Laubgehölzen pflanzen. Als Faustregel gilt ein Pflanzabstand von 25 Zentimetern oder 12 Pflanzen pro Quadratmeter.

Götterblume gießen und düngen

  1. In der Wachstums- und Blütezeit gießen Sie Ihre Götterblumen mäßig, so dass die Erde nicht austrocknet. Dauerhaft nass sollte sie aber nicht sein. Dabei darf der Boden oberflächlich abtrocknen, bevor Sie zur Gießkanne greifen.
    Sobald das Primelgewächs sich eingezogen hat, mulchen Sie die Pflanzstelle mit Kompost oder Blattmulch. So wird die Feuchtigkeit im Boden gehalten. Ab diesen Zeitpunkt wässern Sie die Pflanzen nicht mehr.
  2. „Füttern“ Sie die Staude im Frühjahr mit organischem Dünger, beispielsweise mit Hornspänen oder Rinderpellets. Damit ist das Gewächs für die kommenden Wochen ausreichend versorgt.

Götterblume schneiden und überwintern

  1. Im Grunde erübrigt sich ein Schnitt von Primelgewächsen. Wenn Sie die Pflanze in Ihrer Rabatte optisch korrigieren wollen, dann können Sie die verwelkten Blütenstände entfernen.
  2. Obwohl die Pflanze winterhart ist, sollten Sie diese dennoch vor Barfrösten und zu nasser Witterung im Winter schützen. Es reicht, wenn Sie die Pflanzstelle mit Nadelreisig bedecken.

Pflanzenkrankheiten und Schädlinge

Pflegefehler können dazu beitragen, dass die Götterblume an Wurzelfäule erkranken kann. Diese wird hauptsächlich durch zu viel Nässe verursacht.

Übermäßige Nässe kann auch der Grund dafür sein, dass sich Wurzelläuse im Wurzelbereich ansiedeln. Diese werden regelrecht von der Wurzelfäule angezogen. Als Schadbild zeigen sich gallenartigen Wucherungen am Wurzelhals. Lockern Sie den Boden regelmäßig auf, so dass die Bodenoberfläche immer leicht antrocknen kann, dass hindert die Schädlinge, tiefer ins Erdreich zu schlüpfen.

Auch Fadenwürmer, mit bloßen Augen kaum zu erkennen, gelten als gefährliche Schaderreger. Befallene Pflanzen entwickeln sich nicht weiter, da die Wurzeln keine Feuchtigkeit und Nährstoffe aufnehmen können. Für die Pflanze gibt es keine Rettung. Diese ist mit samt dem Erdreich um den Wurzelbereicht zu entsorgen.

Im Frühjahr können Schnecken der Götterblume zu schaffen machen. Ihre Fresssucht ist unermesslich. Sie können sogar die ganze Pflanze vernichten. Vorbeugend können Sie Schneckenringe um die Pflanzen legen.

Zusammenfassung: Die Götterblume ist ein mehrjähriges Primelgewächs, deren Blüten ähnlich der des wilden Alpenveilchen geformt sind. Sie mag einen Platz im lichten Halbschatten mit einem nährstoffreichen, durchlässigen Boden. Die Pflanze wird mäßig gegossen und im Frühjahr organisch gedüngt. Nässe ist für die Götterblume unerträglich, weil sie dadurch eher von Krankheiten und Schädlingen befallen werden kann.


Foto1: © alessandrarc - Fotolia.com, Foto2: © helga_sm - Fotolia.com

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