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Hortensien schneiden – So wird’s gemacht

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Egal, ob Kletter-, Rispen- oder Bauern-Hortensien – alle müssen geschnitten werden. Allerdings gibt es hier je nach Hortensienart einiges zu beachten.

Hortensien
Hortensien

An sich sind Hortensien bis auf den erhöhten Wasserbedarf recht pflegeleicht, was sie zu einer populären Gartenpflanze macht (Lesetipp: Hortensien Pflege – 4 kleine Pflegetipps). Allerdings sollten Sie sie regelmäßig zurückschneiden, um die Form und die Blütenpracht auf Dauer zu erhalten. Das gilt übrigens auch für Hortensien im Kübel.

Viele Hobbygärtner sind meistens sehr unsicher, was den Schnitt der Hortensie angeht. Dabei ist dieser gar nicht schwer. Sie müssen dafür nur genau wissen, um welche Hortensien-Art es sich handelt, da sich der Rückschnitt danach richtet. Nachfolgend sehen Sie, welche Sorte zu welcher Schnittgruppe gehört und wie diese richtig geschnitten werden.

✃ Schnittgruppe 1:

Die Arten der ersten Schnittgruppe bilden bereits im aktuellen Gartenjahr die neuen Triebe und die dazugehörigen Blütenknospen aus. Deshalb dürfen Sie diese Hortensien nicht zu stark zurückschneiden. Sie würden sonst den frischen Austrieb unter Umständen beschädigen.

Zu dieser Gruppe zählen:

  • alle Sorten der Bauern-Hortensie (Hydrangea macrophylla)
  • alle Sorten der Teller-Hortensie (Hydrangea serrata)
  • Eichenblatt-Hortensie (Hydrangea quercifolia)
  • Samt-Hortensie (Hydrangea sargentiana)
  • Kletter-Hortensie (Hydrangea petiolaris)
  • Riesenblatt-Hortensie (Hydrangea aspera „Macrophylla“)

So werden die Hortensien geschnitten:

Die Arten dieser Schnittgruppe stutzen Sie am besten ganz zeitig im Frühling, denn sie sind sensibel gegenüber Frost. Kappen Sie zunächst die alten Blütenstände direkt über dem ersten Knospenpaar ab. Dabei können Sie die ganze Pflanze dann auch gleich etwas auslichten, falls dies notwendig ist. Wichtig dabei ist, dass Sie nur die ältesten Triebe über dem Boden abschneiden. Schneiden Sie die Hortensie stärker zurück, so wird die Pflanze ein Jahr lang keine Blüten tragen.

✃ Schnittgruppe 2:

Zur zweiten Schnittgruppe zählen die Sorten, bei denen die Knospen erst jeweils im aktuellen Gartenjahr ausgebildet werden.

Zu dieser Gruppe zählen:

  • alle Sorten der Rispen-Hortensie (Hydrangea paniculata)
  • alle Sorten der Schneeball-Hortensie (Hydrangea arborescens)

So werden die Hortensien geschnitten:

Der Rückschnitt sollte wahlweise im späten Herbst oder im Frühling erfolgen. Dabei müssen Sie alle Triebe aus der letzten Gartensaison so weit zurückschneiden, dass nur noch je ein Augenpaar stehen bleibt. Aus diesem kommen dann in der nächsten Saison frische, lange Triebe hervor. Gehen Sie auf diese Weise vor, so nimmt auch die Zahl der Triebe in jedem Jahr um das Doppelte zu.

Sollte die Krone irgendwann zu dicht sein, so können Sie einige schwächere Triebe oder solche, die schlecht platziert sind, abschneiden.

✃ Sonderfall – Hortensie „Endless Summer“:

Obwohl diese Sorte botanisch zu den Bauern-Hortensien zählt, weist sie eine Besonderheit auf. Selbst wenn Sie die Blütenzweige sehr stark beschneiden, treiben sie erneut aus und tragen sogar noch im aktuellen Jahr Blüten. Aus diesem Grund können Sie im Frühling bei dieser Sorte beim Rückschnitt nichts falsch machen. Es ist dennoch zu empfehlen, dass Sie lediglich die verblühten Blütenstände entfernen. Zudem sollten Sie im Sommer immer das Verblühte direkt nach der Blütezeit entfernen.


Foto1: © tsach - Fotolia.com

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