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Kletterhortensie – Pflanzen, schneiden und überwintern

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Sie möchten eine Hauswand begrünen und wissen nicht, welche Pflanzen dafür geeignet sind? Die Kletterhortensie ist z.B. perfekt dafür und dazu noch pflegeleicht.

Kletterhortensie
© Axel Gutjahr – Fotolia.com

Die Kletterhortensie ist eine Kletterpflanze mit großen Blättern und üppigen Blüten, die an Fassaden und höheren Bäumen wächst. Die Pflanze verankert sich dabei mit Haftwurzeln, sodass keine Rankhilfe notwendig ist. Zum Schutz der Fassade ist es aber sinnvoll, eine Rankhilfe zu verwenden, obwohl die Hortensie auch allein klettern kann.

Aussehen der Kletterhortensie

Die Triebe entwickeln eine braune, rissige Borke. An der lichtabgewandten Seite bilden sich die Haftwurzeln. Die Blätter sind rund bis eiförmig, leicht fleischig und dunkelgrün. Die weißen Blüten erscheinen als runde, fast tellergroße Dolden mit vielen Einzelblüten. Rund um die inneren, winzigen Blüten ist ein Kranz aus größeren Blüten. Die Hauptblütezeit ist von Juni bis Juli.

  • Familie: Hortensiengewächse
  • Unterfamilie: Hydrangeoideae
  • Gattung: Hortensien / Hydrangea
  • Art: Kletterhortensie
  • Botanischer Name: Hydrangea petiolaris

Wachstum und Wuchsverhalten der Kletterhortensie

Die Kletterhortensie wächst schnell und kann bis zu fünfzehn Meter hoch und fünf Meter breit werden. Wenn sie keine Möglichkeit zum Anhaften hat, bleibt sie ein kleiner Strauch mit etwa anderthalb Metern Höhe. Häufig breitet sie sich dann als Bodendecker aus. Blüten bilden sich dann jedoch erst nach einigen Jahren.

Standort und Bodenbeschaffenheit

Als Standorte sind sonnige, schattige und halbschattige Plätze geeignet. An kühlen und feuchten Plätzen gedeiht die Kletterhortensie als eigentliche Waldpflanze besonders gut. Der Boden sollte dann jedoch sandig bis lehmig, sowie frisch und feucht sein. Ein nährstoff- und humusreiches Substrat mit einem niedrigen pH-Wert ist zum Beispiel optimal. Kalkhaltige Erde verträgt die Kletterpflanze hingegen nicht.

Pflegemaßnahmen und Vorbeugung gegen Schädlinge und Krankheiten

Kletterhortensie
© meineurlaubswelt – Fotolia.com

Wasserversorgung:

Die Kletterhortensie ist relativ genügsam. Am wichtigsten ist die Wasserversorgung. Der Boden darf zum Beispiel niemals austrocknen. Besonders an einem sonnigen Standort müssen Sie deshalb regelmäßig wässern.

Dünger:

Die Pflanze kommt eigentlich ohne Spezialdünger aus. Es reicht aus, wenn Sie im Frühjahr reifen Kompost in den Boden einarbeiten. Lässt das Wachstum nach, kann ein effizienter Hortensiendünger sinnvoll sein.

Schnitt:

Im Frühjahr können Sie die Pflanze bei Bedarf zurückschneiden. Dabei sollten Sie nicht nur abgestorbene Äste entfernen, sondern die Hortensie auch wieder in Form bringen. An den Schnittstellen treibt sie dann verzweigt aus und wird üppiger.

Überwinterung:

Die Kletterpflanze ist frostempfindlich, weshalb Sie den Wurzelbereich im Winter mit einer Abdeckung aus Reisig oder Stroh schützen sollten. Im Frühling treibt die Kletterhortensie dann trotzdem problemlos wieder aus.

Krankheiten und Schädlinge:

Die Kletterhortensie kann an der Mangelerscheinung Chlorose leiden. Sie erkennen die Krankheit an gelben Blättern mit grünen Blattadern. Die Ursache dafür ist Eisenmangel oder ein zu basischer Boden. Gießen mit Regenwasser und eine Bodenverbesserung mit Torf sorgen für Abhilfe.

Außerdem kann die Kletterhortensie vom Echten Mehltau befallen werden. Die Pilzerkrankung zeigt sich an einem weißen, mehligen Belag auf den Blättern und ist schwer zu bekämpfen. Betroffene Stellen müssen Sie sofort entfernen. Spritzen mit Schachtelhalmtee oder Knoblauchsud kann ebenfalls helfen. Gegen andere Schädlinge ist die Kletterhortensie weitgehend unempfindlich.


Foto1: © Axel Gutjahr - Fotolia.com, Foto2: © meineurlaubswelt - Fotolia.com

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