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Tellerhortensien: Anbau und Pflege

Tellerhortensien sind pflegeleicht und verzaubern jeden Gärtner. Wir zeigen Ihnen, was Sie zu ihrem Anbau und ihrer Pflege wissen müssen.

Tellerhortensie: Anbau und Pfege
Tellerhortensien (Hydrangea serrata) sind pflegeleichte Blumen – © Cristina Ionescu / stock.adobe.com
Die aus Asien stammende Tellerhortensie steht manchmal im Schatten der üppig blühenden Bauernhortensie, obwohl sie ebenfalls mit einer vielfältig bunten, wenngleich auch filigraneren Blütenpracht aufwarten kann. Inzwischen werden im Fachhandel sogar schon einige recht robuste Zuchtsorten der Tellerhortensien angeboten, die problemlos auch kalte Wintermonate überstehen!

Einige Sorten kurz vorgestellt:

SorteBesonderheiten
Veerlesehr kompakte, winterharte Staude mit fliederfarbigen Blüten
Grayswoodrosa Blüten mit weißem Rand, die sich während der Blütenhase in ein dunkles Rot umfärben
Rosalbarosa-blaue Blüte, wirkt sehr exotisch
Blueskyzweifarbige Blüte in weiß-blau, wird jedoch im Spätsommer komplett blau
Bluebird blaue Blüte mit purpurfarbigen Außenblättern
Acuminatastahlblaue Blüten, die extrem viel Aufmerksamkeit erzielen
Tiaraebenfalls blaue Blüten, die sich je nach Bodenbeschaffenheit auch rosa färben, im Herbst violettfarbiges Laub
Intermediadunkelblaue Blüte, die manchmal nicht komplett ausfärbt (liegt an der Bodenbeschaffenheit)
Miyamagefüllte Blütenkelche in pink oder blau blühend, wächst bis zu 1,5 Meter hoch
Whiteweiße Blüten, verträgt Sonne wie Halbschatten
Lanarthebenfalls weiße Blüte, erblüht von Juli bis September

Anbau der Tellerhortensie

» Standortwahl:

Tellerhortensien benötigen einen halbschattigen bis mäßig sonnigen Standort und einen besonders nährstoffreichen, humosen, auch leicht sauren Boden. Weiterhin sollten Sie bei der Standortwahl darauf achten, dass Sie die Tellerhortensie windgeschützt einpflanzen.

» Pflanzen selber ziehen:

Wenn Sie keine neuen Pflanzen kaufen möchten, dann können Sie Tellerhortensien auch problemlos selbst nachziehen bzw. Ihre Hortensien vermehren. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

  1. Stecklinge im Spätsommer von den Pflanzen abschneiden.
  2. Die Stecklinge in ein Wasserglas stellen, damit sie Wurzeln ziehen.
  3. Anschließend in kleine Töpfchen einsetzen und Pflanzen heranziehen. 
  4. Im kommenden Jahr, möglichst nach den Eisheiligen, im Freiland einsetzen.

Tipp: Gerade die kleineren Sorten der Tellerhortensie eignen sich auch hervorragend gut für die Kübelbepflanzung!

Hortensien-Finder

Pflege der Tellerhortensie

» Gießen:

Tellerhortensie gießen
© CStock / stock.adobe.com
Alle Tellerhortensien benötigen viel Wasser, weshalb Sie diese regelmäßig mit Wasser versorgen müssen. An besonders trockenen Tagen sollten Sie sogar zweimal bis dreimal gießen.

Tipp: Wenn Sie das Erdreich rund um die Tellerhortensie im Sommer mit Rindenmulch abdecken, lässt sich dadurch Feuchtigkeit länger speichern.

» Düngen:

Des Weiteren müssen Sie Tellerhortensien mit einem speziellen Hortensiendünger (Stickstoffdünger, der wenig Phosphor enthält) und/oder Rhododendrondünger, Azaleendünger (nahezu gleichwertige Alternativen) circa zwei Mal jährlich düngen.

Tipp: Kräftig strahlende Blüten und ein gesundes Blattgrün? Unter welchen Bedingungen die Tellerhortensie am besten gedeiht, erfahren Sie in diesem Video.

Mit dem Düngen (Langzeitdünger verwenden) im Freiland können Sie dabei bereits im Frühjahr beginnen. Den Dünger müssen Sie dabei einfach nur rund um die Pflanze im Erdreich einarbeiten. Solch eine Volldüngergabe sollten Sie anschließend nochmals Anfang Juli verabreichen. Bei allen Düngergaben müssen Sie aber immer auf eine wohldosierte Verabreichung achten, da sich ansonsten gerade die blau blühenden Sorten nicht ausreichend umfärben können, somit rosa bleiben. (Linktipp: Die Farbe von Hortensien ändern – So geht’s!)

Tipp: Bei Kübelbepflanzung empfiehlt sich die Verwendung eines Flüssigdüngers.

» Schneiden:

Tellerhortensie scheiden
Tellerhortensien benötigen in der Regel keinen Rückschnitt – © EDEN / stock.adobe.com
Alljährlich im Frühjahr sollten Sie abgestorbene und eventuell auch erfrorene Triebe der Tellerhortensie entfernen. Ein prinzipieller Rückschnitt der Pflanzen ist in der Regel nicht erforderlich, bei Bedarf können Sie jedoch jederzeit auch einen kleinen Formschnitt im Frühjahr durchführen.

Tipp:
Immer nur minimale Formschnitte durchführen, da sich diese stets negativ auf die Blütenpracht der Tellerhortensie auswirken können! Schneiden Sie zu viel ab, dann kann es also passieren, dass Ihre Hortensien nicht blühen.

» Überwinterung:

Wenngleich die meisten Sorten der Tellerhortensie als winterhart gelten, sollte Sie ihnen jedoch trotzdem stets einen kleinen Winterschutz im Freiland anlegen. Sie können die Blumen z.B. mit Reisigzweige abdecken (schützt gerade junge Triebe vor Erfrierungen), mit Laub anhäufen (das zugleich beim Verrotten natürliche Nährstoffe bildet) oder mit Gartenvlies abdecken (empfehlenswert bei Kübelpflanzen).

Tellerhortensien, die Sie in kleineren Töpfen halten, sollten Sie hingegen in einem kühlen Raum frostfrei überwintern.

Foto1: Tellerhortensie mit rosa Blüten, Foto2: Tellerhortensie gießen, Foto3: Tellerhortensie im Kübel

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