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Irische Heide pflanzen und pflegen

Die Irische Heide oder auch Glockenheide ist eine kompakt, buschig wachsende Heidepflanze, die nach dem Schnitt ein zweites Mal blühen kann.

Irische Heide
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Die Irische Heide (Daboecia cantabrica) zählt wie die verwandte Kapheide zu den Heidekrautgewächsen. Zwischen Juli und September beeindruckt die Irische Glockenheide mit hübschen weißen, roten oder violetten Blüten. Entgegen der Namensbezeichnung ist die Pflanze nicht nur auf der grünen Insel heimisch, sondern kommt auch in Spanien, Portugal oder Frankreich vor. Die Pflanzen können bis zu 50 Zentimeter hoch wachsen und sind eine Zierde für Garten und Terrasse.

Irische Heide pflanzen

➔ Den passenden Standort finden

Die Irische Heide verlangt nach einem sonnigen Standort. Mindestens drei Stunden täglich sollte die Sonne präsent sein. Dabei wird auch die pralle Mittagssonne ohne Probleme vertragen.

» Tipp für Kübelpflanzen: An einem vollsonnigen Standort trocknet der Topfballen schnell aus und es muss folglich häufiger gegossen werden.

Ein besonders eindrucksvolles Farbenspiel eröffnet sich, wenn die Irische Heide in Gruppen gepflanzt wird. Auch Kombinationen mit anderen Heidegewächsen sind von Vorteil. Wer die Blütezeiten beachtet, kann sich so einen ganzjährig farbenfroh erscheinenden Heidegarten anlegen. Willkommene Pflanznachbarn der Irischen Heide sind Besenheide, Torfmyrte oder Schattenglöckchen.

Eine besonders beliebte Sorte:

Irische Heide
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Irische Heide ‚Bellita‘ (Daboecia cantabrica ‚Bellita‘)
Wuchsgeschwindigkeit: 5 – 8 cm im Jahr
Wuchshöhe: 20 – 35 cm
Wuchsbreite: 25 – 35 cm
Wurzelsystem: Flachwurzler
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: frisch bis feucht, humos, durchlässig, leicht sauer
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➔ Das ideale Substrat auswählen

Bei der Wahl des Substrates zeigt sich die Irische Heide recht anspruchsvoll. Normaler Gartenboden ist zwar in der Regel geeignet, sollte aber entsprechend aufbereitet werden.

Die Bodenansprüche im Überblick:

  • locker
  • durchlässig
  • humos
  • frisch
  • kalkarm

Wer den pH-Wert des Bodens bestimmt, geht auf Nummer sicher. Entsprechende Teststreifen sind in jedem Gartenmarkt vorrätig. Das ideale Substrat für die Irische Heide besitzt einen pH-Wert von vier bis fünf.

Schwere Lehmböden sind ungeeignet und sollten durch das Untermischen von Kies oder Sand aufgelockert werden. Dann kann das Gießwasser besser abfließen und es kommt nicht zu Staunässe.

» Tipp: Ist das Substrat zu kalkhaltig, sollte Rhododendron-Erde untergemischt werden.

Für die Kultivierung im Pflanzkübel bietet sich die Verwendung von spezieller Erde, die auf die Bedürfnisse von Moorbeetpflanzen abgestimmt ist, an.

➔ Irische Heide pflanzen – Schritt für Schritt

Die Irische Heide wird im Pflanzcontainer angeboten. Die Pflanzen können ganzjährig ins Beet gesetzt werden, vorausgesetzt, es herrscht kein Bodenfrost. An sehr heißen Sommertagen ist eine Pflanzung allerdings nicht zu empfehlen.

Die Pflanzung – Schritt für Schritt:

  1. passenden Standort auswählen
  2. Boden lockern und vorbereiten
  3. Pflanzabstand beachten
  4. Pflanzloch ausheben
  1. Irische Heide einsetzen
  2. Substrat auffüllen
  3. Pflanzloch schließen
  4. Irische Heide gut angießen
Häufig wird sich für die Gruppenpflanzung entschieden. Damit sich jede Pflanze gut entwickeln kann, ist ein Pflanzabstand von etwa 30 Zentimetern einzuhalten.

» Tipp: Die Glockenheide kann auch im Kübel kultiviert werden. Dabei sollte nicht auf eine Drainage im Gefäßboden verzichtet werden.

Irische Heide richtig gießen

Die Pflanzen haben einen hohen Feuchtigkeitsbedarf. Es ist daher für eine gleichmäßige Bodenfeuchte zu sorgen. Den Moorpflanzen schadet es nicht, wenn sich gelegentlich etwas Gießwasser im Untersetzer ansammelt oder die Erde im Beet nach dem Gießen nicht sofort abtrocknet.

Der Wurzelballen der Heidepflanzen darf nicht austrocknen. Gleichzeitig ist darauf zu achten, dass es nicht zu Staunässe kommt und die Wurzeln dadurch angegriffen werden. Da die Irische Heide keinen Kalk verträgt, ist bevorzugt mit Regenwasser zu gießen. Wer darauf nicht zurückgreifen kann, sollte das Leitungswasser entkalken oder über Nacht stehen lassen, damit sich der Kalk absetzen kann.

Irische Heide düngen

Eine Düngung ist für die Irische Heide nicht notwendig. Die Pflanzen sind gut an das Wachstum in nährstoffarmen Böden angepasst.

Irische Heide schneiden

Die Irische Heide wird im Frühling zurückgeschnitten. Die Pflanzen sind gut schnittverträglich. Der jährliche Rückschnitt im März oder April sorgt für ein gleichmäßiges Wachstum und schützt die Heidepflanzen vor dem Verkahlen.

Es sollte nicht tiefer, als auf zehn Zentimeter gekürzt werden. Die frischen Triebe werden nicht gekürzt. Damit die Pflanze nicht verletzt wird, ist auf scharfes Schneidwerkzeug zu achten.

» Tipp: Wer Verblühtes regelmäßig entfernt, kann für eine Nachblüte sorgen.

Irische Heide vermehren

Die Irische Heide kann durch folgende Methoden vermehrt werden:

  1. Stecklinge
  2. Aussaat

➔ Irische Heide vermehren durch Stecklinge

Im September werden von der Irischen Heide Stecklinge geschnitten. Ein Steckling sollte eine Länge von etwa zehn Zentimetern besitzen. Die Stecklinge werden in einem mit Anzuchterde gefüllten Pflanzgefäß bewurzelt. Ist ein Neuaustrieb erkennbar, war die Vermehrung erfolgreich und der Steckling kann ins Beet oder in den Kübel gepflanzt werden.

➔ Irische Heide vermehren durch Samen

Die Aussaat erfordert etwas Geduld. Ein Pflanzgefäß wird mit einem Gemisch aus Sand und Anzuchterde gefüllt. Die Samen werden gleichmäßig auf dem Substrat verteilt und leicht mit Erde bedeckt. Die Pflanzschale wird hell aber nicht vollsonnig aufgestellt. Die Temperaturen sollten zwischen 20 und 23 Grad liegen. Die Keimzeit erstreckt sich über drei bis vier Monate. Die Jungpflanzen können im Frühling in Beet oder Kübel gesetzt werden.

Irische Heide überwintern

Die immergrünen Pflanzen bereichern den eher tristen Garten in der kalten Jahreszeit. Auch im Winter braucht die Irische Heide regelmäßig Wassergaben. Dies sollte an frostfreien Tagen geschehen, damit die Wurzeln die Feuchtigkeit auch aufnehmen können.

In Regionen mit rauem Klima bietet sich die Überwinterung der Pflanzen im Haus an. Im Winterquartier sollten Temperaturen um fünf Grad herrschen. Wichtig ist, auf ausreichend Helligkeit am Standplatz zu achten. Gut geeignet sind Gewächshäuser oder ein unbeheizter Wintergarten.

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