Jakobskreuzkraut ist eine sehr giftige Pflanze, die in keinem Garten etwas zu suchen hat. Hier deshalb 3 Möglichkeiten, wie Sie das giftige Jakobskreuzkraut bekämpfen können.
Besonders für Landwirte und Pferdewirte stellt das giftige Kraut, welches auch als Jakobs-Greiskraut (Jacobaea vulgaris) bekannt ist, ein riesiges Problem dar, denn dieses kann Kühen und Pferden großen Schaden (z. B. Lebervergiftung) zufügen. Es ist daher angebracht, dass Sie das Jakobskreuzkraut bekämpfen, um so Ihre Tiere zu schützen. Je nachdem, wie stark es sich bereits verbreitet hat, sollten Sie die jeweils ideale Bekämpfungsweise auswählen und das Jakobskreuzkraut bekämpfen.
Jakobskreuzkraut bekämpfen: 3 Möglichkeiten
Bekämpfen können Sie das Jakobskreuzkraut grundsätzlich auf biologische, mechanische oder chemische Weise.

Möglichkeit 1: Biologische Bekämpfung
Das Jakobskreuzkraut versorgt viele Insekten mit Nahrung, weswegen Sie eine biologische Bekämpfung prinzipiell als Erstes ausprobieren sollten. Die biologische Bekämpfung sollte dann so aussehen, dass Sie versuchen, Insekten wie Käfer, Motten oder Fliegen anzulocken. Dies ist jedoch eine schwierige und vor allem recht langwierige Möglichkeit.
💡 Tipp:
Reines Mähen hilft hingegen gar nicht, es kann sogar das Gegenteil bewirken. Vor allem dann, wenn Sie das Jakobskreuzkraut während der Blüte abmähen. Denn dadurch können sich die Samen noch weiter verbreiten.
Möglichkeit 2: Mechanische Bekämpfung
Einfacher wäre die mechanische Bekämpfung des Jakobskreuzkrautes. Bei dieser Variante wird die Pflanze mitsamt ihrer Wurzel mit einer Grabgabel oder einem Unkrautstecher ausgestochen und im gut verschlossenen Hausmüll entsorgt. Sie können das Kraut aber auch direkt verbrennen. Tragen Sie bei dieser Variante aber bitte immer Handschuhe! Diese Arbeit sollten Sie möglichst nach ergiebigem Regen durchführen, weil die Entfernung des Jakobskreuzkrautes dann leichter von der Hand geht.
💡 Tipp:
Das Jakobskreuzkraut am besten noch vor dem Erblühen (ca. im Mai) ausstechen, damit es sich nicht weiter verbreiten kann. Nach dem Ausstechen werden dann im Abstand von ca. 3 bis 5 Tagen mehrere Kontrollen durchgeführt! Die mechanische Bekämpfung ist vorwiegend dann eine ausgesprochen effektive Methode, wenn nur wenige giftige Pflanzen im Garten vorhanden sind.
- Effektiv gegen Unkraut: Der Gardena Unkrautstecher eignet sich ideal zum Ausstechen von Wurzelunkräutern wie Löwenzahn, Distel und Co
- Rutschfeste und angenehme Haptik: Der ergonomisch geformte Griff mit Weichkomponente ermöglicht ein besonders komfortables Arbeiten und das abgewinkelte Griffende verhindert ein Abrutschen der Hand
Möglichkeit 3: Chemische Bekämpfung
Zeigt weder die biologische, noch die mechanische Bekämpfung ihre gewünschte Wirkung, wird eine chemische Bekämpfung mit Glyphosat in Erwägung gezogen. Idealerweise bereits im Frühjahr, wenn sich die Pflanze noch im Entwicklungsstadium befindet und dadurch schneller abstirbt. Sobald die giftigen Pflanzen abgestorben sind, werden diese mit Handschuhen direkt im Hausmüll entsorgt.
💡 Tipp:
Glyphosat wird nicht bei Dauerregen, sehr niedrigen oder extrem hohen Temperaturen angewendet, da es weniger effektiv ist. Die Anwendung von Herbiziden obliegt ausschließlich geschultem Personal, wie z. B. Gartenfachfirmen, Landwirten etc., weshalb Sie die chemische Bekämpfung von Jakobskreuzkraut mit Herbiziden in Auftrag geben müssen! (Spritzmittelverordnung)







2 Kommentare
Warum ein Glyphosat und nicht etwas selektives wie 2,4D oder Dicamba oder gemischt?
Jkk auf Grünland kann man mit einer geringen Stickstoffgabe von ca. mindestens 50 kg rein N pro Jahr in Form von Gülle, Stallmist oder Mineraldünger bekämpfen, am besten über mindestens 2 Jahre. Die meisten Giftpflanzen flüchten vor Nährstoffen. Am geeignetsten ist ein Volldünger aus N, P und K. Es geht auch nur mit P und K, dadurch bildet sich Klee, der dann den Luftstickstoff bindet, in den Boden bringt und den anderen Pflanzen zur Verfügung stellt. Jedoch dauert es hier einige Jahre, bis das Jkk ganz weg ist.