Die bienenfreundliche Japanische Scheinmyrthe passt hervorragend in den Steingarten, kann aber auch im Kübel gepflanzt werden. Bevorzugt werden ein sonniger Standort und ein lockerer Boden.

Die Japanische Scheinmyrthe (Cuphea hyssopifolia), oder auch Japanische Scheinmyrte, ist ein Halbstrauch, der mit einer regen Blühfreudigkeit aufwartet. Vom Frühling bis in den Oktober hinein schmückt sich die beliebte Beet-, Balkon- und Kübelpflanze mit ihren kleinen Blüten, die in Weiß, Rot oder Rosa mit ihrer Farbenvielfalt überzeugen. Zwar ist sie mehrjährig und pflegeleicht, verträgt jedoch keinen Frost. Mit der richtigen Überwinterung brauchen Sie die Japanische Scheinmyrthe nicht jedes Jahr neu zu pflanzen.

Kurzer Steckbrief zur Japanischen Scheinmyrthe

Japanische Scheinmyrthe pflanzen
Die Japanische Scheinmyrthe kann auch im Kübel gepflanzt werden | © Phuttharak / stock.adobe.com
Japanische Scheinmyrthe (Cuphea hyssopifolia)
Wuchshöhe:30 – 60 cm
Wuchsbreite:30 – 50 cm
Blütezeit:Mai bis Oktober
Standort:sonnig bis halbschattig
Boden:durchlässig, locker, humos und nährstoffreich
Besonderheit:Insektenmagnet, werden von Schnecken gemieden
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Klein im Wuchs, aber dicht mit Blüten besetzt. Die Japanische Scheinmyrte gehört zur Gattung Cuphea aus der Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae). und ist bei uns auch als Falsches Heidekraut bekannt. Bis zum ersten Frost zeigt sie immer wieder neue kleine, sternförmige Blüten. Diese sitzen dicht an den feinen Trieben und heben sich schön vom glänzenden, dunkelgrünen Laub ab.

Die schmalen, lanzettförmigen Blätter erinnern tatsächlich ein wenig an Heidekraut. Mit ihrem kompakten Wuchs eignet sich die aus Mittelamerika stammende Pflanze gut für Rabatten, Balkonkästen und Kübel. Da sie frostempfindlich ist, wird sie hierzulande meist einjährig kultiviert und vor allem im Frühjahr im Handel angeboten. Doch das Überwintern ist gar nicht so schwer.

Japanische Scheinmyrthe pflanzen

Japanische Scheinmyrthe
Japanische Scheinmyrthe im Steingarten | © LIU YU SHAN / stock.adobe.com

Standort

An einem sonnigen bis halbschattigen Standort, der windgeschützt ist, fühlt sich die Japanische Scheinmyrthe am wohlsten. Die meisten filigranen Blütenköpfe zeigen sich an einem hellen Standort und bei direkter Sonneneinstrahlung. Bei einem zu dunklen und schattigen Standort lässt die Blühfreude nach.

💡 Tipp:
Bei extremer Hitze trocknet die Erde im Kübel schnell aus, dann kann die Japanische Scheinmyrthe an einen absonnigen Standort umziehen, bis es kühler ist.

Boden

Die Japanische Scheinmyrthe kann in torffreier Pflanzerde kultiviert werden. Im Freiland ist ein nährstoffreicher und sandiger Boden optimal. Bevorzugt wird die Japanische Scheinmyrthe ins Steingartenbeet gepflanzt. Schwere Lehmböden sind mit Sand aufzulockern, denn die Durchlässigkeit des Substrats muss gegeben sein. Ein lockerer Sandboden kann mit hochwertiger Pflanzerde aufgewertet werden. Wichtig ist, dass keine Staunässe aufkommt.

Pflanzanleitung

  1. Wässern: Tauchen Sie den Topfballen vor dem Einpflanzen kurz in Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.
  2. Pflanzloch: Heben Sie ein Loch aus, das doppelt so groß wie der bisherige Kulturtopf ist. Oder Sie nehmen einen Pflanztopf, der rundherum etwa 5 cm größer ist als der Liefertopf.
  3. Einsetzen: Setzen Sie die Pflanze so tief in das Loch, wie sie im Topf stand. Schwere Böden werden mit Sand aufgelockert und erhalten gleich etwas Langzeitdünger. Im Pflanztopf schützt eine Drainage zusätzlich vor Staunässe.
  4. Abstand: Beim Pflanzen von mehreren Scheinmyrthen halten Sie im Beet einen Pflanzabstand von etwa 30 bis 40 cm ein.
  5. Angießen: Drücken Sie die Erde leicht an und gießen die Scheinmyrthe durchdringend.

💡 Tipp:
Werden die Pflanzen in ihrem ursprünglichen Kulturtopf belassen, blüht die Japanische Scheinmyrthe zwar, lässt aber lange nicht ihre ganze Pracht und Blütenfülle erkennen. Die Pflanzen können sich nur entsprechend entwickeln, wenn ihnen mehr Substrat zur Verfügung gestellt wird. Wählen Sie daher ausreichend große Balkonkästen und Pflanzkübel mit Abzugslöchern und füllen Sie diese mit einer hochwertigen, torffreien Blumenerde, denn in kleineren Pflanzgefäßen brauchen sich die Nährstoffe des Substrats schnell auf.

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Japanische Scheinmyrthe pflegen

Japanische Scheinmyrthe weiß
Zweifarbig gepflanzt wirkt die Japanische Scheinmyrthe noch schöner | © M. Schuppich / stock.adobe.com

Gießen

Die ausdauernde Blühpflanze muss regelmäßig gegossen werden. Das Substrat sollte nie komplett austrocknen. Allerdings reagiert die Japanische Scheinmyrthe empfindlich auf Staunässe.

💡 Tipp:
Bei gut bewurzelten Pflanzen darf das Substrat auch kurzzeitig antrocknen. Trockenheit wird in diesem Fall besser vertragen als Staunässe.

Düngen

Der Dauerblüher benötigt regelmäßig Nährstoffe. Gedüngt wird daher bereits bei der Pflanzung mit einem Langzeitdünger, damit die Pflanze in den ersten Wochen mit ausreichend Nährstoffen versorgt ist.

Eine Nachdüngung erfolgt dann erst im Frühsommer. Bei Beetpflanzen bietet sich Flüssigdünger, der einfach dem Gießwasser zugegeben wird, an. Wird die Japanische Scheinmyrthe im Topf belassen, haben sich auch Düngerstäbchen bewährt.

💡 Tipp:
Der Dünger sollte nicht auf trockenem Boden gegeben werden. Dies schädigt die Wurzeln.

Rückschnitt

Von Natur aus wächst die Japanische Scheinmyrte dicht und kompakt, deshalb benötigt sie keinen regelmäßigen starken Rückschnitt. Werden einzelne Triebe zu lang oder wächst die Pflanze aus der Form, lassen sie sich im Frühjahr einkürzen. Gleichzeitig werden vertrocknete und schwache Triebe entfernt. Dadurch verzweigt sich die Scheinmyrte neu und wächst wieder dichter.

Überwinterung

Die Japanische Scheinmyrthe ist nicht winterhart und wird daher meist nach der Blüte entsorgt. Allerdings ist das Überwintern möglich, da der immergrüne Halbstrauch mehrjährig und nur frostempfindlich ist. Die kalte Jahreszeit überdauern die Pflanzen bei Temperaturen zwischen 7 und 10 Grad an einem hellen Standort. Als Winterquartier eignet sich ein heller, kühler Wintergarten am besten. Gegossen wird nach Bedarf und die Düngung eingestellt.

Wird es im Frühjahr wieder milder, sollte sich die Scheinmyrte langsam an die Bedingungen im Freien gewöhnen. Ab April kann sie an milden Tagen zunächst an einen geschützten, schattigen Platz nach draußen. Erst nach den Eisheiligen Mitte Mai bleibt sie dauerhaft im Freien und kann das erste Mal gedüngt werden. Durch die schrittweise Abhärtung gewöhnt sich die Pflanze an die Temperaturen und die stärkere Sonneneinstrahlung, sodass die Blätter keinen Sonnenbrand bekommen.

Krankheiten und Schädlinge

Krankheiten und Schädlinge sind bei der Japanischen Scheinmyrthe nicht bekannt. Selbst Schnecken finden keinen Gefallen an der robusten Pflanze. Probleme treten eher während der Überwinterung auf. Im Winterquartier können sich Weiße Fliegen bekämpfen, Thripse und Wollläuse an den dicht verzweigten Trieben ansiedeln. Ein regelmäßiger Blick auf Blätter, Triebspitzen und Blattunterseiten hilft, einen Befall früh zu erkennen. Entsteht außerdem Staunässe, faulen die Wurzeln und die Pflanze geht ein.

Wichtige Fragen zu Japanischen Scheinmyrthe

Ist die Japanische Scheinmyrte giftig?

Die Japanische Scheinmyrte (Cuphea hyssopifolia) gilt nicht als giftig. Trotzdem ist sie keine essbare Pflanze und sollte weder von Menschen noch von Haustieren in größeren Mengen verzehrt werden.

Japanische Scheinmyrte vertrocknet, was tun?

Lässt die Japanische Scheinmyrte ihre Triebe hängen oder vertrocknen einzelne Blätter, ist häufig der Wurzelballen zu trocken. Vor allem an heißen Sommertagen verdunstet die kompakte Pflanze im Kübel viel Wasser. Fühlt sich die Erde trocken an, wird deshalb gründlich gegossen, bis das Wasser unten aus dem Topf abläuft.

Fühlt sich das Substrat dagegen noch feucht oder nass an, kann Staunässe die Ursache sein. Geschädigte Wurzeln nehmen kaum noch Wasser auf, sodass die Pflanze trotz feuchter Erde welkt. In diesem Fall zunächst nicht weiter gießen und den Wasserabzug kontrollieren.

Eignet sich die Japanische Scheinmyrte zur Grabbepflanzung?

Ja, mit ihrem dichten Wuchs und der langen Blütezeit eignet sich die Japanische Scheinmyrte gut zur Grabbepflanzung. An einem sonnigen bis halbschattigen Standort blüht sie vom Sommer bis zum ersten Frost. Da sie nicht winterhart ist, wird sie auf Gräbern vor allem als saisonale Sommerbepflanzung verwendet.

Dagmar von Gartentipps.com

Seit über 14 Jahren ist Dagmar Dittfeld als Online-Redakteurin für Gartentipps.com aktiv. Auf dem Land aufgewachsen, weiß sie die Vorzüge eines Selbstversorger-Gartens auch heute noch zu schätzen. Ihre ganz besondere Leidenschaft gilt der Gestaltung von Garten, Balkon und Terrasse. Mit ihren Ideen zum Dekorieren, Do-It-Yourself und Upcycling hat Dagmar schon viele Leser zum Nachmachen inspiriert.

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