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Japanischer Perlschweif – wie Sie Schweifähre pflanzen und pflegen

Japanischer Perlschweif oder auch Schweifähre genannt, braucht einen sonnigen Standort. Im Frühjahr zeigen sich die glockenförmigen Blüten.

Schweifähre / Japanischer Perlschweif
Noch seltener, aber attraktiver Zierstrauch in deutschen Gärten | © Marc / stock.adobe.com
Wer sich einen ganz speziellen Frühlingsboten für seinen Garten wünscht, ist mit der Schweifähre (Stachyurus praecox) gut beraten. Lange bevor die ersten Blätter erscheinen, begeistert der attraktive Strauch mit seinen glockenartigen Blütentrauben. Die weiß-gelben Blüten können bis zu fünf Wochen lang ihre Betrachter beeindrucken. Der Japanische Perlschweif gilt bislang als Rarität im heimischen Garten. Viele Botanische Gärten kultivieren den hübschen Vorfrühlingsblüher seit vielen Jahren.

Herkunft

Die Schweifähre wächst im Himalaya Gebirge, in Taiwan, China und Japan. Erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde die Pflanze im 19. Jahrhundert von zwei deutschen Botanikern.

Die Eindeutschung des griechischen Gattungsnamens steht für „Ähre“ oder „Schweif“. Die Schweifähre ist bis heute eine außergewöhnliche Liebhaberpflanze geblieben und befindet sich in Deutschland vergleichsweise selten in Kultur.

Schweifähre / Japanischer Perlschweif (Stachyurus praecox)
Wuchsgeschwindigkeit: 10 – 30 cm im Jahr
Wuchshöhe: 150 – 350 cm
Wuchsbreite: 100 – 250 cm
Wurzelsystem: Flachwurzler
Standort: Sonne
Boden: frisch, gut durchlässig
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Besonderheiten

Japanischer Perlschweif
Auffällige, glockenförmige Blüten, die in Ähren herunterhängen | © progarten / stock.adobe.com
Die Blüte ist eine wahre Seltenheit. In jeder Knospe ist eine, an eine Perlenkette erinnernde, Blütentraube enthalten. Die Trauben können bis zu acht Zentimeter messen. Die frühe Blüte begeistert nicht nur ihre Betrachter, sondern auch Bienen und Hummeln werden angelockt.

Wer die Schweifähre im Kübel kultiviert und im Wintergarten aufstellt, wird sich mitten im Winter an den außergewöhnlichen Blütentrauben erfreuen können. Im Herbst schmücken sich die Pflanzen mit einer beeindruckenden Rotfärbung der Blätter.

Aus den Blüten entstehen Beerenfrüchte, die von einer ledrigen Schale umgeben sind. Im Sommer färben sich die Früchte der Schweifähre grün bis rötlich.

Den passenden Standort finden

Japanischer Perlschweif Standort
Japanischer Perlschweif braucht einen sonnigen Standort | © tamu / stock.adobe.com
Für die Pflanze sollte ein warmer und sonniger Standort gefunden werden. Zu bedenken gilt, dass die Sträucher zwischen zwei und vier Meter hoch wachsen und bis zu 2,50 Meter in die Breite gehen. Eine Alleinstellung ist empfehlenswert. Weiterhin ist ein geschützter Standort von Vorteil, damit Wind und Regen den Blütentrauben nicht schaden können.

Das ideale Substrat auswählen

In ihrer natürlichen Umgebung wachsen die Pflanzen an Waldrändern oder unter Bäumen. Wichtig ist ein gut durchlässiger Boden mit einem ausreichenden Nährstoffangebot. Ein frisches und humoses Substrat wird bevorzugt.

Ein schwerer Lehmboden ist für die Schweifähre nicht geeignet. Daher sollte das Substrat mit Sand vermischt werden, um die Durchlässigkeit zu verbessern.

Schweifähre / Japanischer Perlschweif pflanzen

Die beste Pflanzzeit für die Schweifähre ist das Frühjahr. Dann kann sich die Pflanze bis zum Winter gut einwurzeln. In rauen Regionen sollte über die Kübelpflanzung nachgedacht werden, denn der Zierstrauch ist nur bedingt winterhart.

Pflanzung Schritt für Schritt

  1. Standort auswählen
  2. Boden vorbereiten
  3. Pflanze wässern
  4. Pflanzabstand beachten
  5. Pflanzloch ausheben
  1. Schweifähre einsetzen
  2. Substrat auffüllen
  3. Pflanze gut andrücken
  4. Schweifähre bewässern

Bei der Kübelpflanzung gilt es zu beachten, für eine gute Wasserdurchlässigkeit zu sorgen. Eine Drainage aus Kies oder Tonscherben im Topfboden kann vor Staunässe schützen.

Schweifähre richtig gießen

Das Gießen sollte nicht vernachlässigt werden. Trockenheit mag Japanischer Perlschweif nicht. Steht die Pflanze zu trocken, setzt die Herbstfärbung verfrüht ein und das Laub fällt ab.

Kübelpflanzen besitzen einen erhöhten Feuchtigkeitsbedarf, da ihnen entsprechend weniger Substrat zur Verfügung steht.

Schweifähre richtig düngen

Steht die Schweifähre im Freiland, kann der Boden bereits bei der Pflanzung mit Kompost angereichert werden. Damit ist in den ersten Monaten für einen Langzeitdünger gesorgt. Im Frühling und Frühsommer kann die Pflanze in den Folgejahren weitere Kompostgaben erhalten.

Kübelpflanzen sollten während der Wachstumsphase 14-tätig mit Flüssigdünger versorgt werden.

Schweifähre schneiden

Japanischer Perlschweif muss nicht zwingend geschnitten werden. Bei älteren Pflanzen werden häufig die überhängenden Triebe als störend empfunden. Der Rückschnitt kann im Frühling nach der Blüte erfolgen.

» Tipp: Schneiden Sie die Schweifähre nicht im Spätwinter zurück. Dann müssten Sie auf die attraktiven Blütenknospen verzichten.

Schweifähre überwintern

Steht die Schweifähre im Freiland, werden kurzzeitig Temperaturen von bis zu – 15 Grad vertragen. Ein Winterschutz aus Laub oder Reisig ist ratsam. Die Wurzeln dürfen auch im Winter nicht austrocknen. Daher sollte an frostfreien Tagen die Bewässerung nicht vergessen werden.

Kübelpflanzen am besten frostfrei im Haus überwintern. Da die Pflanze ihr Laub verliert, ist der Lichtbedarf entsprechend gering.

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