Japanischer Spindelstrauch: Unser Pflanzenportrait verrät Ihnen alles über Herkunft, Pflege und Einsatzmöglichkeiten im Garten. Wir liefern Einblicke in Herkunft, Wachstum und Pflege dieser attraktiven Pflanze. Lassen Sie sich von den vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten begeistern.

Japanischer Spindelstrauch
Immergrüner, schnittverträglicher Strauch, der Sonne liebt | © nyantobi_ecchan / stock.adobe.com

Der Japanische Spindelstrauch (Euonymus japonicus) ist nicht nur wegen seiner attraktiven Erscheinung beliebt, sondern auch aufgrund seiner vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten im Garten. Ob als Heckenpflanze, in Kombination mit anderen Pflanzen oder als Solitärstrauch – dieser immergrüne Strauch bietet zahlreiche Optionen, um Ihrem Garten das gewisse Etwas zu verleihen.

Herkunft und Verbreitung

Der Japanische Spindelstrauch stammt ursprünglich aus Ostasien, insbesondere aus Japan, Korea und China. Mittlerweile hat er sich auch in vielen Gärten Europas und Nordamerikas etabliert.

Japanischer Spindelstrauch ‚Marieke‘ (Euonymus japonicus ‚Marieke‘)
Wuchs: kompakt, dicht verzweigt, buschig, aufrecht
Wuchshöhe: 60 – 150 cm
Wuchsbreite: 70 – 130 cm
Wurzelsystem: Flachwurzler
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: frisch, durchlässig, humos, nährstoffreich
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Wuchsform und Größe

Der Japanische Spindelstrauch ist ein immergrüner, dicht verzweigter Strauch, der eine Höhe von 2 bis 4 Metern erreichen kann. Sein Wuchs ist aufrecht und buschig, wodurch er sich ideal für Hecken eignet.

Laub und Blüten

Japanischer Spindelstrauch Blüten
Von April bis Juni zeigen sich winzige Blüten | © simona / stock.adobe.com

Die Blätter des Japanischen Spindelstrauchs sind oval bis lanzettlich geformt und haben eine glänzende Oberfläche. Die Blätter sind meist dunkelgrün, es gibt aber auch Sorten mit gelb- oder weißbuntem Laub. Die Blüten sind klein, unscheinbar und grünlich-weiß. Sie erscheinen im späten Frühjahr und verströmen einen leichten Duft.

Standort- und Bodenbedingungen

➔ Lichtverhältnisse

Der Japanische Spindelstrauch bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. In der vollen Sonne entwickelt er oft ein intensiveres Blattgrün, während er im Halbschatten etwas langsamer wächst.

➔ Bodenbeschaffenheit und Drainage

Ein gut durchlässiger, humoser Boden ist ideal für den Japanischen Spindelstrauch. Staunässe sollte vermieden werden, daher ist eine gute Drainage wichtig. Die Pflanze bevorzugt einen leicht sauren bis neutralen pH-Wert.

Pflanzung und Pflege

➔ Pflanzzeit und Pflanzanleitung

Die beste Zeit für die Pflanzung ist im Frühjahr oder Herbst. Achten Sie beim Pflanzen darauf, genügend Abstand zwischen den Pflanzen zu lassen (etwa 60-80 cm). Setzen Sie den Spindelstrauch in ein ausreichend großes Pflanzloch und füllen Sie es mit guter Gartenerde auf.

➔ Bewässerung und Düngung

Gießen Sie den Spindelstrauch regelmäßig, besonders in trockenen Perioden. Ein Langzeitdünger im Frühjahr und eventuell nochmals im Sommer unterstützt das Wachstum.

➔ Schnittmaßnahmen und Winterhärte

Japanischer Spindelstrauch schneiden
Japanischer Spindelstrauch kann leicht in Form geschnitten werden | © Thijs de Graaf / stock.adobe.com
Ein regelmäßiger Schnitt fördert das buschige Wachstum und hält den Spindelstrauch in Form. Schneiden Sie am besten im Frühjahr oder Herbst. Die Pflanze ist winterhart, in sehr kalten Regionen kann jedoch ein leichter Winterschutz, zum Beispiel mit Tannenzweigen, sinnvoll sein, um die Pflanze vor extremen Temperaturen zu schützen.

Verwendung im Garten

Als Heckenpflanze

Durch seine dichte Wuchsform eignet sich der Japanische Spindelstrauch hervorragend als Heckenpflanze. Er ist gut schnittverträglich und kann sowohl in niedrigen als auch in hohen Hecken verwendet werden.

➔ In Kombination mit anderen Pflanzen

Der Japanische Spindelstrauch harmoniert wunderbar mit anderen Gehölzen und Stauden. In gemischten Beeten oder als Solitärstrauch setzt er attraktive Akzente. Kombinieren Sie ihn beispielsweise mit Rhododendren, Azaleen oder Hortensien für ein abwechslungsreiches Gartenbild.

Besondere Sorten für unterschiedliche Gartengestaltungen

Es gibt zahlreiche Sorten des Japanischen Spindelstrauchs, die sich in Blattfarbe, Wuchsform und Größe unterscheiden. Einige Sorten, wie ‚Aureus‘ oder ‚Albomarginatus‘, haben bunte Blätter und bringen zusätzliche Farbe in den Garten. Andere Sorten, wie ‚Microphyllus‘ oder ‚Green Spire‘, sind kompakter im Wuchs und eignen sich daher gut für kleinere Gärten oder Kübelbepflanzungen.

Gartentipp des Tages!

Dagmar von Gartentipps.com

Seit über 14 Jahren ist Dagmar Dittfeld als Online-Redakteurin für Gartentipps.com aktiv. Auf dem Land aufgewachsen, weiß sie die Vorzüge eines Selbstversorger-Gartens auch heute noch zu schätzen. Ihre ganz besondere Leidenschaft gilt der Gestaltung von Garten, Balkon und Terrasse. Mit ihren Ideen zum Dekorieren, Do-It-Yourself und Upcycling hat Dagmar schon viele Leser zum Nachmachen inspiriert.

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