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Kamelien durch Stecklinge vermehren – Schritt für Schritt erklärt

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Ende Juni ist es endlich so weit. Dann können Sie Ihre Kamelien durch Stecklinge vermehren. Doch Achtung: dabei müssen Sie einige wichtige Dinge beachten.

Kamelien lassen sich gut über Stecklinge vermehren
Kamelien lassen sich gut über Stecklinge vermehren
Kamelien gehören zu den Teestrauchgewächsen und sind ursprünglich im ostasiatischen Raum beheimatet. Aber auch in Europa sind die wunderschönen Pflanzen weit verbreitet und als Zierpflanze schon seit dem 19. Jahrhundert sehr beliebt. Sogar so beliebt, dass einige gar nicht genug von diesen wunderschönen Pflanzen bekommen. Da kann es hilfreich sein, wenn man weiß, wie sich Kamelien vermehren lassen.

Kamelien lassen sich durch Stecklinge vermehren

Kamelien werden vornehmlich durch Stecklinge vermehrt. Hierzu müssen Sie die Kamelie schneiden, und zwar während ihrer Ruhephase, also wenn ein neuer Trieb gerade hervorgekommen ist. Der optimale Zeitpunkt ist gekommen, wenn sich die so genannte Terminalknospe geteilt hat und sich die Pflanzenrinde etwas oliv färbt. Ende Juni sollte es also so weit sein.

Mitunter können Sie auch ältere Stecklinge, die schon etwas verholzt sind, stecken. Wichtig ist nur, dass dies vor dem Blühen im Winter erfolgt.

Sie benötigen:

  • Zimmergewächshaus
  • scharfes Messer
  • Substrat
  • Wärmematte
  • Bewurzelungshormon

Und so wird’s gemacht:

1Wählen Sie junge, noch nicht ganz verholzte Triebe aus und schneiden Sie diese schräg ab. Die Stecklinge sollten etwa eine Länge von 10 bis 15 cm haben. Anschließend etwa bis zur Hälfte von den Blättern befreien, sodass nur noch drei Blätter übrig bleiben.

2Nehmen Sie nun die Stecklinge und tauchen Sie sie in Bewurzelungspulver ein. Das sorgt dann dafür, dass die Stecklinge schneller Wurzeln bilden. Als Bewurzelungshormon können wir Ihnen beispielsweise Seradix empfehlen, das z.B. in Gärtnereien erhältlich ist.

3Anschließend müssen Sie die Stecklinge in steriles Substrat stecken. Dieses sollte sich in erster Linie aus Torf, Sand und einer Messerspitze Kalk auf einen Liter Substrat zusammensetzen. Als Alternative können Sie aber auch Seramis nutzen. Es ist durchlässig und speichert über eine längere Zeit zuverlässig Feuchtigkeit.

4Nun kommt es darauf an, dass Sie die Kamelien richtig pflegen. Das Substrat müssen Sie z.B. immer feucht halten. Außerdem muss die Luftfeuchtigkeit rund 70 bis 80 Prozent betragen. Das gelingt Ihnen z.B. mit einer Folienhaube. Des Weiteren ist eine gleichbleibende Bodenwärme von ca. 25 Grad für das Wachstum der Stecklinge wichtig. Legen Sie deshalb immer eine Wärmematte unter das Zimmergewächshaus.

Sorgen Sie für die richtigen Bedingungen, bewurzeln die Stecklinge dann in ca. acht Wochen. Nach ungefähr drei Wachstumsschüben kommen die Stecklinge dann zur Blüte.


Foto1: © showcake - Fotolia.com

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