Gartentipps

Knoblauch selber räuchern – 2 einfache Möglichkeiten vorgestellt

Geräucherter Knoblauch ist eine Delikatesse. Sind auch Sie auf den Geschmack gekommen? Dann räuchern Sie Ihren Knoblauch doch einfach selbst.

Knoblauch räuchern
© J.K.F. Brinkhorst / stock.adobe.com

Knoblauch lässt sich ganz unterschiedlich zubereiten und in der Küche verwenden. Dass man Knoblauch jedoch auch räuchern kann, dürfte vielen Hobbyköchen unbekannt sein. In Deutschland ist dies in der Tat auch nur wenig bekannt. Die Tradition stammt nämlich aus Frankreich. Hier räuchert man den Knoblauch sogar schon seit rund 2000 Jahren. Eine besondere Spezialität ist zum Beispiel der geräucherte Knoblauch aus dem französischen Ort Arleux, den Sie mit etwas Glück sogar in Deutschland in bestimmten Läden finden können.

Sie müssen sich aber gar nicht unbedingt auf die Suche nach geräuchertem Knoblauch begeben. Sie können den ihn auch ganz einfach selbst räuchern. Sie benötigen dazu noch nicht einmal unbedingt einen Räucherofen.

Die Idee hinter dem Räuchern von Knoblauch

Jeder weiß, dass frischer Knoblauch nicht nur besonders aromatisch ist und vielen Gerichten erst den richtigen Geschmack verpasst, sondern dass er zudem auch noch viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Lagern Sie ihn jedoch falsch oder zu lange, fängt er an zu keimen und verliert zunehmend seine wertvollen Inhaltsstoffe. Zudem entwickelt er einen etwas bitteren Geschmack

» Lesetipp: Knoblauch lagern – So bleibt er länger frisch.

Wenn Sie die Knollen kalt oder heiß räuchern, so bleibt der Knoblauch nicht nur länger frisch, Sie können damit auch die Inhaltsstoffe konservieren. Darüber hinaus kann der Knoblauch auch nicht mehr keimen und seinen Geschmack verändern. Sie können den geräucherten Knoblauch somit teilweise sogar bis zu 12 Monate lagern! Häufig sogar länger.

So räuchern die Franzosen Knoblauch

Die Menschen im französischen Arleux ernten den Knoblauch und binden ihn zu Zöpfen. Dann räuchern sie ihn einige Wochen lang kalt über Torf. So bekommt der Knoblauch dann seinen einzigartigen Geschmack. Zudem behält er auf diese Art und Weise auch seine Farbe.

Das hört sich im ersten Moment sicher etwas kompliziert an, so dass die Frage, ob man Knoblauch auch selbst räuchern kann, durchaus berechtigt ist. Das können Sie natürlich machen. Mit Rücksicht auf die Umwelt, sollten Sie auf das Räuchern mit Torf aber lieber verzichten.

So können Sie Knoblauch räuchern

Statt Torf, verwenden Sie am besten Räuchermehl. Im Fachhandel erhalten Sie Räuchermehl in verschiedenen Sorten, die dem Knoblauch ein unterschiedliches Aroma verleihen können. Sie können also ruhig mehrere ausprobieren, um Ihren persönlichen Favoriten zu finden. Um den Knoblauch dann zu räuchern, haben Sie zwei Möglichkeiten.

➯ Möglichkeit 1 – Knoblauch im Räucherofen/Kamin/Keramikgrill räuchern:

Den Knoblauch können Sie wahlweise im Kamin, in einem speziellen Räucherofen oder aber auch im Keramikgrill räuchern. Das Heißräuchern im Kamin oder im Kamingrill dauert dann rund 30 Minuten. Anschließend ist der gegarte Knoblauch nicht mehr keimfähig. Nachdem er komplett abgekühlt ist, können Sie ihn lagern oder direkt weiterverarbeiten. Das Kalträuchern im Räucherofen nimmt hingegen etwa zwei bis drei Stunden in Anspruch.

➯ Möglichkeit 2 – Knoblauch im Kochtopf räuchern:

Haben Sie keinen Räucherofen zur Verfügung, müssen Sie dennoch nicht auf geräucherten Knoblauch verzichten. Sie können auch einen Kochtopf mit Dampfgareinsatz zum Räuchern verwenden. Alles, was Sie sonst noch dafür benötigen, sind Alufolie und Räuchermehl.

Legen Sie den Knoblauch in den Einsatz und geben Sie das Räuchermehl auf den Topfboden. Stellen Sie den Topf anschließend auf den heißen Herd. Verschließen Sie ihn mit einem Deckel, sobald das Mehl anfängt zu qualmen. Räuchern Sie den Knoblauch bei mittlerer Hitze 30 Minuten lang.

Vorsicht: Räuchern Sie den Knoblauch zu lange, bekommt er einen bitteren Geschmack.

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