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Knoblauch selber räuchern – 2 einfache Möglichkeiten vorgestellt

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In Frankreich ist es Tradition, bei uns hingegen eher unbekannt – dabei schmeckt geräucherter Knoblauch so gut. Und das Räuchern an sich ist auch nicht mal schwer.

geräucherter Knoblauch
geräucherter Knoblauch

Knoblauch lässt sich ganz unterschiedlich zubereiten und in der Küche verwenden. Dass man Knoblauch jedoch auch räuchern kann, dürfte selbst vielen Hobbyköchen unbekannt sein. In Deutschland ist dies in der Tat auch nur wenig bekannt. Die Tradition stammt nämlich aus Frankreich. Hier wird sogar schon seit rund 2000 Jahren Knoblauch geräuchert. Eine besondere Spezialität ist zum Beispiel der geräucherte Knoblauch aus dem französischen Ort Arleux, den Sie mit etwas Glück sogar in Deutschland in bestimmten Läden finden können.

Sie müssen sich aber gar nicht mal auf die Suche begeben. Sie können den Knoblauch auch ganz einfach selbst räuchern. Sie brauchen dazu auch nicht einmal unbedingt einen Räucherofen.

Die Idee hinter dem Räuchern von Knoblauch

Jeder weiß, dass frischer Knoblauch nicht nur besonders aromatisch ist und vielen Gerichten erst den richtigen Geschmack verpasst, sondern dass er zudem auch noch viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Lagern Sie ihn jedoch falsch oder zu lange, fängt er nicht nur an zu keimen, er verliert auch zunehmend seine wertvollen Inhaltsstoffe und entwickelt einen etwas bitteren Geschmack (Lesetipp: Knoblauch lagern – So bleibt er länger frisch).

Räuchern Sie die Knollen jedoch kalt oder heiß, so bleibt der Knoblauch nicht nur länger frisch, Sie können damit auch die Inhaltsstoffe konservieren. Darüber hinaus kann der Knoblauch auch nicht mehr keimen und seinen Geschmack verändern. Sie können den geräucherten Knoblauch somit teilweise sogar bis zu 12 Monate lagern! häufig sogar länger.

So räuchern die Franzosen Knoblauch

Die Menschen im französischen Arleux ernten den Knoblauch und binden ihn zu Zöpfen. Dann wird er einige Wochen lang kalt über Torf geräuchert. So bekommt der Knoblauch dann seinen einzigartigen Geschmack. Zudem behält er auf diese Art und Weise auch seine Farbe.

Das alles hört sich im ersten Moment sicher etwas kompliziert an, so dass die Frage, ob man Knoblauch auch selbst räuchern kann, durchaus berechtigt ist. Das können Sie natürlich machen. Mit Rücksicht auf die Umwelt, sollten Sie auf das Räuchern mit Torf aber lieber verzichten.

So können Sie Knoblauch räuchern

Statt Torf, verwenden Sie am besten Räuchermehl aus dem Fachhandel. Davon gibt es viele verschiedene Sorten, die dem Knoblauch ein unterschiedliches Aroma verleihen können. Sie können also ruhig mehrere ausprobieren, um Ihren persönlichen Favoriten zu finden. Um den Knoblauch dann zu räuchern, haben Sie zwei Möglichkeiten.

➯ Möglichkeit 1 – Knoblauch im Räucherofen/Kamin räuchern:

Den Knoblauch können Sie wahlweise im Kamin oder in einem speziellen Räucherofen räuchern. Das Heißräuchern dauert dann rund 30 Minuten. Anschließend ist der gegarte Knoblauch nicht mehr keimfähig. Nachdem er komplett abgekühlt ist, können Sie ihn lagern oder direkt weiterverarbeiten. Das Kalträuchern nimmt hingegen etwa zwei bis drei Stunden in Anspruch.

➯ Möglichkeit 2 – Knoblauch im Kochtopf räuchern:

Haben Sie keinen Räucherofen zur Verfügung, müssen Sie dennoch nicht auf geräucherten Knoblauch verzichten. Sie können auch einen Kochtopf mit Dampfgareinsatz zum Räuchern verwenden. Alles was Sie sonst noch dafür brauchen sind Alufolie und Räuchermehl.

Legen Sie den Knoblauch in den Einsatz, stellen Sie den Herd an und verschließen Sie den Topf mit einem Deckel sobald das Mehl anfängt zu qualmen. Bei mittlerer Hitze den Knoblauch dann 30 Minuten lang räuchern. Vorsicht: Räuchern Sie den Knoblauch zu lange, bekommt er einen bitteren Geschmack.


Foto1: © mnimage - Fotolia.com

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