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Korallenstrauch: Krankheiten und Schädlinge erkennen und bekämpfen

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Korallensträucher sind eigentlich recht resistent gegen Krankheiten und Schädlinge. Dennoch können sie auch mal befallen werden. Dann ist schnelles Handeln wichtig.

Korallensträucher werden nur selten von Krankheiten und Schädlinge befallen
Korallensträucher werden nur selten von Krankheiten und Schädlinge befallen

Der exotische Korallenstrauch ist relativ unempfindlich. Er treibt jedes Jahr neu aus. So haben Schädlinge also kaum eine Chance. Gelegentlich tauchen aber mal Blattläuse, Spinnmilben und Weiße Fliegen auf. Doch das ist nicht weiter schlimm, denn die Parasiten können Sie mit verschiedenen Mitteln vertreiben.

Für Krankheiten ist der Korallenstrauch auch kaum anfällig. Durch Pflegefehler kann es aber zu Mangelerscheinungen kommen.

Schädlinge am Korallenstrauch

Schauen Sie genau hin, wenn Sie Ihren Korallenstrauch gießen, damit Sie die lästigen Plagegeister rasch erkennen.

❍ Blattläuse:

Blattläuse sitzen auf den Blättern. Sie sind eigentlich sehr gut zu erkennen. Eine gute und wirksame Sofortmaßnahme: Spritzen Sie den Strauch mit dem Gartenschlauch ab. Kübelpflanzen vorher in einen Müllbeutel stecken und wasserdicht verpacken, damit keine Schädlinge in die Erde gespült werden. Damit vertreiben Sie die Plagegeister wieder. Gegen Blattläuse helfen außerdem bewährte Hausmittel wie Brennnesseljauche (Anleitung dazu hier) und eine Schmierseifelösung. Mixen Sie dazu 500 Milliliter Wasser mit einem Esslöffel Spiritus und einem Esslöffel Schmierseife und sprühen Sie die Pflanze damit tropfnass ein.

❍ Spinnmilben:

Spinnmilben machen sich mit einem zarten, weißen Gespinst in den Blattachseln und kleinen gelben Pünktchen auf den Blättern bemerkbar. Gegen sie hilft ebenfalls Brennnesselsud. Als Alternative können Sie auch Knoblauchsud oder Zwiebelsud herstellen. Dafür Zwiebeln oder Knoblauch zerkleinern, mit heißem Wasser übergießen und über Nacht stehen lassen. Besprühen Sie die Pflanze mehrere Tage hintereinander mit dem Sud.

❍ Weiße Fliegen:

Einen Befall mit Weißen Fliegen erkennen Sie daran, dass sich die Blätter gelb färben, vertrocknen und schließlich abfallen. Auf den Blättern kann sich auch ein Pilz bilden. Der so genannte Rußtaupilz zeigt sich mit winzigen schwarzen Pünktchen. Trotz des Namens „Weiße Fliege“ handelt es sich bei dem Schädling nicht um eine Fliegenart, sondern um eine Unterart der Schildläuse. Erwachsene Weiße Fliegen können Sie mit Gelbtafeln bekämpfen (z.B. hier erhältlich). Die Tafeln sind mit einer klebrigen Flüssigkeit überzogen und locken die Parasiten an. Völlig vertreiben lassen sich die Schädlinge damit aber nicht. Neben den ausgewachsenen Fliegen schaden auch die Larven den Blättern. Zudem sind Pflanzen in der Nachbarschaft ebenfalls gefährdet.

Bei einem starken Befall mit Weißen Fliegen bleibt oft nur der Griff zur Chemie. Achten Sie dann aber darauf, dass Sie ein bienenfreundliches Mittel kaufen.

Tipp:
Spinnmilben, Blattläuse und Weiße Fliegen haben natürliche Feinde: Schlupfwespen, Gallmücken, Florfliegen und Marienkäfer freuen sich über die Parasiten. Wenn Sie also solche Insekten in Ihrem Garten entdecken, haben die Schädlinge nur wenig Gelegenheit, sich auszubreiten.

Krankheiten und Pflegefehler beim Korallenstrauch

❍ Wurzelfäule:

Gegenüber den meisten Krankheiten ist der Korallenstrauch resistent. Bei Staunässe im Boden kann es jedoch zur Wurzelfäule kommen. Dahinter verbirgt sich ein Pilz, der die Wurzeln faulen lässt. Die Folge: die Pflanze verkümmert. Um Abhilfe zu schaffen, sollten Sie den Strauch ausgraben, befallene Wurzelteile und die Erde komplett entfernen und den Wurzelstock trocknen lassen. Dann setzen Sie den Korallenstrauch wieder ein. Achten Sie dabei auf eine gute Durchlässigkeit des Bodens und legen Sie im Topf eine Drainage an.

❍ zu viel Dünger:

Der Korallenstrauch reagiert außerdem empfindlich auf zu viel Dünger. Verwenden Sie Dünger nur maßvoll in der Blühphase. Flüssigdünger immer mit dem Gießwasser mischen und nie direkt in die Erde geben.


Foto1: © stephiii - Fotolia.com

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