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Kuchenbaum schneiden – so gehen Hobbygärtner am besten vor

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Zum Schneiden des Kuchenbaums brauchen Sie nicht nur scharfes Werkzeug, Sie sollten auch den richtigen Zeitpunkt kennen. Wann das ist und weitere Tipps, hier.

Kuchenbaum schneiden
© Konrad Weiss – Fotolia.com

Hobbygärtner, die ihren Kuchenbaum (Cercidiphyllum) in Form schneiden möchten, sollten ein paar wichtige Tipps beachten, damit das wohlig duftende Ziergewächs auch weiterhin prächtig gedeiht. Dabei ist der Rückschnitt beim Kuchenbaum durchaus kein Muss. Denn die Krone des Katsurabaums, wie der Kuchenbaum gemeinhin auch genannt wird, bewahrt ihre pyramidenartige Form meist von Haus aus sehr gut.

Richtiger Zeitpunkt für den Rückschnitt

Zunächst einmal gilt es den passenden Termin für den Rückschnitt des Kuchenbaums zu finden. Dabei stehen zwei Zeitfenster pro Jahr zur Auswahl. Für einen radikalen Rückschnitt, bei dem der Kuchenbaum sehr stark getrimmt wird, bietet sich der Spätwinter an. Dann hat der Kuchenbaum ohnehin kein Laub vorzuweisen, was den Hobbygärtnern die Arbeit nicht nur dank der freien Sicht erleichtert. Sie können so auch besser auf das Astwerk der Pflanze zugreifen.

Darüber hinaus legt das Ziergewächs eine Art Saftruhe ein und kann einen Rückschnitt im späten Herbst aus diesem Grund wesentlich besser verkraften, als das zu anderen Jahreszeiten der Fall wäre. Wer sich für einen Rückschnitt im Spätherbst entscheidet, sollte sicherstellen, dass folgende Faktoren ebenso zutreffen:

  • es handelt sich um einen Tag ohne Frost
  • es herrscht eine trockene Witterung vor

Nicht immer ist jedoch ein radikaler Rückschnitt am Kuchenbaum erforderlich. Manchmal reicht auch ein leichtes Stutzen aus, um den sehr gut gewachsenen Kuchenbaum wieder in eine noch schönere Form zu bringen. Der Zeitraum rund um den 24. Juni bietet sich dafür an. Wird der Kuchenbaum während der Sommermonate geschnitten, ist unbedingt darauf zu achten, dass keine pralle Sonneneinstrahlung auf den Katsurabaum einfällt.

Den Kuchenbaum gleichzeitig auslichten und schneiden

Diese beiden Schritte sollten immer zur gleichen Zeit erfolgen. Ein Rückschnitt ohne ein gründliches Auslichten wäre hingegen weniger sinnvoll. Das Auslichten ist vor allem deshalb so wichtig, da alle Bestandteile der Pflanze mit ausreichend Licht sowie Luft versorgt werden müssen, damit der Kuchenbaum am Ende nicht von innen heraus kahl wird. Wer dies erreichen möchte, geht am besten wie folgt vor:

  1. abgestorbene Triebe von der Basis aus abschneiden
  2. zu lange Äste können um bis zu 60 Prozent eingekürzt werden (nur bei Bedarf)
  3. der Sommerschnitt sollte vor allem aus leichten Korrekturen bestehen
  4. den Kuchenbaum im Sommer auf keinen Fall um mehr als ein Drittel insgesamt einkürzen
  5. Zweige, die nach innen gerichtet sind und sich kreuzen, bitte ebenso entfernen

Weitere Tipps zum Schneiden des Kuchenbaum’s

Beim Rückschnitt des Kuchenbaums ist es sinnvoll, wenn es vor allem tote Triebe und bereits abgestorbene Äste sind, die entfernt werden. Wer als Hobbygärtner jedoch dafür sorgen will, dass die Pflanze im Bereich der Krone nicht so stark wächst, muss die neuen Triebe gleich kappen, bevor sie älter als zwölf Monate sind. Grundsätzlich ist es sinnvoll, wenn neue Triebe, die eine Wuchsrichtung nach innen eingeschlagen haben, ebenfalls umgehend ausgelichtet werden.

Nicht beschnitten werden darf hingegen der Leittrieb. Hierbei handelt es sich um die Stammverlängerung des Kuchenbaums. Nur die Triebe, die dem Leibtrieb Konkurrenz machen, gilt es mit einem möglichst scharfen Arbeitsgerät zu entfernen, um der Pflanze durch das Zurückschneiden nicht zu schaden.

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Einen veredelten Kuchenbaum-Hochstamm kürzen

Bei diesen Sorten ist es so, dass der Kuchenbaum mitunter ein sehr rasantes Wachstum an den Tag legt. Sofern dem so sein sollte, haben die Sie es womöglich mit vielen Wildtrieben zu tun. Sie treiben mitunter so stark aus, dass sie die Krone der Pflanze zu überwuchern drohen.

Damit es gar nicht erst dazu kommen kann, dürfen diese Äste gern beherzt ausgerissen werden. Ein Ruck genügt meist. Häufig bleibt noch ein kleiner Geweberest am Stamm des Kuchenbaums übrig, wenn die Äste auf diese Art und Weise entfernt werden. Dort treibt die Pflanze dann neu aus, so dass sie durch das Ausreißen keinen Schaden nimmt.

Einen Wurzelschnitt beim Kuchenbaum durchführen

Wer dafür sorgen möchte, dass der Kuchenbaum nicht so stark wächst und nicht so viel Platz im Garten einnimmt, sollte einen Wurzelschnitt bei der Pflanze durchführen. Dies gilt es jedoch nicht zu häufig zu tun, da die Pflanze sonst eingehen könnte. Ein Wurzelschnitt – alle zwei bis drei Jahre – ist ausreichend. Verwenden Sie dafür einen Spaten.

Mit diesem Arbeitsgerät werden die längeren Wurzeln, die rund um den Stamm des Baums wachsen, nun auf der gewünschten Länge gekappt. Nachdem der Wurzelschnitt erfolgt ist, sollte der Kuchenbaum nicht nur regelmäßig, sondern für eine Weile auch besonders gründlich gegossen werden. So kann sich der sogenannte Lebkuchenbaum am besten von dieser Maßnahme erholen.

Der Wurzelschnitt ist übrigens nicht nur dann sinnvoll, wenn Sie das Wachstum der Pflanze von sich aus kontrollieren wollen. Denn auch ein Kuchenbaum, der ein gehemmtes Wachstum an den Tag legt, kann alle paar Jahre einen Wurzelschnitt vertragen, den es am besten im Frühjahr vorzunehmen gilt.

Gerade dann, wenn der Kuchenbaum in einem Kübel angepflanzt wurde, hat sich der Wurzelschnitt als sehr sinnvoll erwiesen. Sonst wachsen die Pflanzen schnell aus den Kübeln heraus und werden einfach zu groß. Daher ist es sinnvoll, wenn ein Wurzelschnitt ganz einfach beim Umtopfen durchgeführt wird. Hobbygärtner, die erst ganz neu auf diesem Gebiet unterwegs sind, sollten allerdings die Finger von einem Wurzelschnitt lassen. Denn wer nicht weiß, was er tut, kann dem Kuchenbaum mit dieser Maßnahme auch erheblichen Schaden zufügen.

Foto1: © Konrad Weiss - Fotolia.com

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