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Lewisia – Bitterwurz – Porzellanröschen: pflanzen und pflegen

Lewisia ist auch als Bitterwurz oder Porzellanröschen bekannt. Die Staude ist in vielen Farben erhältlich, immergrün und je nach Sorte auch winterhart.

Bitterwurz im Garten
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Gartenfreunde und Pflanzenliebhaber amüsieren sich über die sehr unterschiedlichen Namen der Lewisia, die als Bitterwurz oder Porzellanröschen bezeichnet werden. Das anmutende Steingartengewächs erzeugt bei einer geschickten Kombination aus weißen, gelben, orangen, roten, rosa bis hin zu bläulichen Blüten ein einzigartiges Farbenspiel.

Die Lewisia, auch als Bitterwurz oder Porzellanröschen bezeichnet, gehört zu den Nelkenartigen wie Nelken, Knöterich, Kakteen und 32 anderen Pflanzen der Quellkrautgewächse. Alle Pflanzen haben ihre Heimat in den gebirgigen Regionen im Westen der USA, Alaska und Kanada. Der „gewöhnliche Bitterwurz“ ist im Südwesten der USA beheimatet. Lewisia wächst fast ausschließlich auf felsigem Untergrund. Die Wurzeln bahnen sich ihren Weg durch Ritzen in den Felsen, die sich für gewöhnlich in einer Küstenregion befinden. Dort kann überschüssige Nässe kilometerweit ablaufen. Beim Pflanzen im eigenen Garten spielen daher der Boden und seine Zusammensetzung eine eher untergeordnete Rolle.

Besonderheiten von Lewisia / Bitterwurz / Porzellanröschen

Mit dem botanischen Namen Lewisia wird der berühmte Entdecker Meriwether Lewis geehrt. Bitterwurz beziehungsweise Porzellanröschen sind eine pflegeleichte Alternative für den heimischen Steingarten, da die mehrjährigen Pflanzen wenig Arbeit bereiten und gleichzeitig mit ihren sternförmigen Blüten einen schönen Farbakzent im Garten ergeben. Die insektenfreundlichen Steingartengewächse mit ihren ansprechenden Blättern und Blüten blühen vom Frühling bis in den Sommer mit einer besonderen Farbenpracht. Neben dem Steingarten fühlen sich die Pflanzen auch in Mauerritzen, auf Kieswegen und in Blumentöpfen wohl. Durch die geringen Ansprüche ist Bitterwurz für steinige und trockene Böden ideal.

Die fleischigen Blätter sind in einer Rosette angeordnet, die sich grundständig oder zu einem dünnen, bis zu 30 Zentimeter hohen Stängel entwickeln, an dem sich die Blüten bilden. Die Blätter haben eine ovale bis längliche Form und sind am Blattrand gekräuselt, gezackt oder glatt. Selten werden sie größer als sieben Zentimeter. Damit sie Feuchtigkeit speichern können, sind sie mit einer wachsartigen Schicht überzogen und erstrahlen von einem hellen bis hin zu einem satten, dunklen Grün.

Die Blüten bilden rispenartige Trauben. Nur wenige Lewisia bilden Einzelblüten. An den Stängeln befinden sich kreisförmig angeordnete und ganz selten wechselständige Blätter. Die Blätter der Kelche sind meistens klein, können aber auch kronenblattartige Kelchblätter entwickelt. Neben betörenden Farben können die Blüten auch mehrfarbig sowie mit hellen und dunklen Streifen durchzogen sein. Sie erscheinen im Zeitraum zwischen April und Juli. Bitterwurz bildet Kapselfrüchte, die unterschiedliche viele Samen enthalten.

Lewisia / Biterwurz / Porzellanröschen / (Lewisia cotyledon)
Wuchs: rosettenartig, horstig bis lockerhorstig
Wuchshöhe: 5 – 25 cm
Wuchsbreite: 220 -25 cm
Blütezeit: Mai – Juli
Standort: Sonne
Boden: durchlässig, geringer Humus- und Nährstoffbedarf
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» Hinweis: Bitterwurz hat keine heilende Wirkung und ist nicht giftig, dass sie auch im Garten, wo Kinder spielen, bedenkenlos gepflanzt werden kann. Häufig werden die Pflanzen mit Geniana lutea (gelbem Enzian) verwechselt, der mancherorts als Bitterwurz bezeichnet wird.

Lewisia pflanzen

Mann pflanzt Bitterwurz
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➔ Der richtige Standort

Bitterwurz / Porzellanröschen sind robuste, anspruchslose, mehrjährige Pflanzen, die einen steinigen, gut durchlässigen Boden lieben. Im Idealfall enthält dieser ausreichend Nährstoffe und wenig Kalk. Steingärten, Mauern und Wege mit Kies sind der ideale Ort für Bitterwurz, wenn diese sonnenbeschienen sind. Wichtig ist ein isolierter oder erhöhter Standort in einem stufenförmig gestalteten Steingarten, da dort die Blüten besonders gut zur Geltung kommen. Lewisia lässt sich auch sehr gut in Töpfe oder Pflanzkübel pflanzen.

➔ Der richtige Boden

Bitterwurz bevorzugt einen durchlässigen und kalkarmen Boden. Bei schwerem Boden sollte Humus oder gut verrotteter Kompost, in das Pflanzloch gegeben werden. Kalkfreie Blumenerde sollte mit Humus vermischt werden. Außerdem lässt sich trockenes Substrat mit einer geringen Menge Lehm aufwerten, wenn die Lewisia im Kübel gepflanzt werden soll.

➔ Lewisia pflanzen – Schritt für Schritt

Lewisia im Kübel
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Vor dem Einpflanzen oder Umtopfen sollte Bitterwurz gründlich gewässert und altes Substrat von den Wurzeln entfernt werden. Das Erdloch oder der Pflanzbehälter sollte größer als der Ballen sein. Bei einer Kübelbepflanzung ist eine Drainageschicht aus Blähbeton, grobem Kies oder alten Tonscherben angebracht.

  1. sonnigen, halbschattigen Standort auswählen
  2. Erdloch ausheben
  3. Substrat vorbereiten
  4. Pflanzkübel mit Drainageschicht befüllen
  5. Bodengemisch in den Boden oder Pflanzkübel einfüllen
  6. Lewisia einsetzen
  7. mit Erde auffüllen
  8. ordentlich wässern

Bitterwurz Pflege

➔ Lewisia richtig gießen

Bitterwurz mag es gar nicht, wenn die Wurzeln austrocknen, darum sollten die Pflanzen regelmäßig gegossen werden. Viel Dünger brauchen die Porzellanröschen hingegen nicht. Im Freiland gepflanzte Lewisia sind mit Rindenmulch oder etwas Kompost im Frühjahr sehr zufrieden. Werden die Porzellanröschen hingegen in einen Kübel gepflanzt, benötigen sie etwa einmal im Monat ein wenig Flüssigdünger, um zu wachsen und zu gedeihen.

Auch wenn Lewisia zu den Sukkulenten gehören, die Trockenheit gut vertragen können, sind Wassergaben in regelmäßigen Abständen wichtig. Allerdings reicht hierbei schon eine kleine Menge. Zu viel Wasser führt schnell zu Staunässe, die Fäulnis hervorruft.

Bitterwurz schneiden

Sind die Blüten der Porzellanröschen verblüht, werden die verwelkten Blüten samt Stängel entfernt. Dadurch wird gleichzeitig die Bildung von neuen Rosetten gefördert.

Porzellanglöckchen vermehren

Lewisia lässt sich leicht durch das Abschneiden und Pflanzen der Tochterrosetten vermehren. Ratsam ist, alle zwei bis drei Jahre Tochterrosetten abzutrennen, da dadurch die Mutterpflanze gestärkt wird.

Bitterwurz – Krankheiten und Schädliche

Bitterwurz neigt zu Wurzelfäule. Ein schwerer, verdichteter Boden und ein nasser Winter sind für die Steingartengewächse die größte Gefahrenquelle. Mit einer guten Drainage lassen sich die Porzellanröschen vor Staunässe schützen.

Winterschutz für Bitterwurz

Viele Arten der Porzellanröschen vertragen starken Frost, andere sind wiederum deutlich empfindlicher und brauchen einen Winterschutz. Dieser sorgt dafür, dass die Wurzeln vor übermäßiger Nässe geschützt werden. Frostempfindliche Pflanzen sind besser in Töpfen aufgehoben, die im Winter hereingeholt werden. Wer sich bei den Lewisia nicht sicher ist, ob diese tatsächlich winterhart sind, sollte sie aus dem Boden in einen Kübel pflanzen. Im Topf lassen sie sich in kühlen Räumen gut überwintern. Ideal ist ein unbeheizter Wintergarten oder ein Gewächshaus.

» Tipp: Bitterwurz ist sehr durstig. Darum sollte auch im Winter das Gießen nicht vergessen werden!

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