Wer eine Medinille als Zimmerpflanze haben möchte, sollte bei der Pflege schon einen grünen Daumen haben. Die exotische Pflanze ist nämlich recht anspruchsvoll.
Wahrlich prachtvoll präsentiert sich die Medinille ihren Betrachtern. Die rosafarbenen Blütenstände halten sich über Wochen an den ausladenden, vierkantigen Ästen. Für exotisches Flair im Wohnzimmer ist gesorgt. Allerdings ist der Hobbygärtner auch gefordert, wenn er sich auf diese aparte Schönheit einlässt.
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Mednilie richtig pflegen
Ganz so einfach ist die Pflege nicht, umso größer wird aber die Freude sein, wenn Sie alles richtig gemacht haben und im Frühling die ersten Blüten sichtbar werden. Die folgenden Pflegehinweise helfen beim Umgang mit der anspruchsvollen Medinille.
Medinille gießen
- gleichmäßig feucht halten
- Staunässe vermeiden
- im Winter weniger gießen
- kalkarmes Wasser verwenden
Die Medinille, oder auch Medinilla magnifica, besitzt einen hohen Feuchtigkeitsbedarf. Sporadisches Gießen bekommt der Pflanze dabei weniger. Die Wassergaben sollten konstant erfolgen. Dabei ist immer darauf zu achten, dass das Gießwasser sofort ablaufen kann und sich nicht im Pflanzgefäß staut, denn Staunässe vertragen die Tropenpflanzen nicht. Das im Untersetzer stehende Wasser sollte nach wenigen Minuten ausgeleert werden.

Im Sommer bekommt der Pflanze auch ein Tauchbad gut. In keinem Fall darf der Wurzelballen austrocknen. Das Gießen verlangt Fingerspitzengefühl. Vernachlässigt werden sollte auch nicht der Anspruch an hohe Luftfeuchtigkeit. Diese darf nicht unter 50 % abfallen. Im Sommer muss der Pflanzensprüher täglich zum Einsatz kommen.
Im Winter wird die Medinille weniger gegossen. Es ist aber darauf zu achten, dass der Wurzelballen nicht austrocknet.
Herkömmliches Leitungswasser enthält einen zu hohen Kalkanteil. Daher sollte mit Regenwasser gegossen werden. Weiterhin kann abgestandenes Leitungswasser, dessen Kalkanteil sich deutlich verringert, mit destilliertem Wasser gemischt werden.
Tipp: Zum Besprühen der Medinille sollte kein Leitungswasser benutzt werden. Dies hätte hässliche Kalkflecken auf den Blättern zur Folge.
Medinille düngen
- handelsüblichen Flüssigdünger verwenden
- während der Blütezeit wöchentlich düngen
- nach der Blütezeit 14-tägig düngen
- im Winter kein Dünger
Während der Wachstumszeit sollten regelmäßige Düngergaben erfolgen. Dabei kann handelsüblicher Flüssigdünger verwendet werden. Dieser ist einmal wöchentlich dem Gießwasser zuzugeben. Wird beim Umpflanzen die Erde mit Kompost angereichert, ist für einen organischen Langzeitdünger gesorgt. Nach der Blütezeit kann eine Düngung in 14‑tägigen Abständen verabreicht werden. Im Winter wird nicht gedüngt.
Tipp: Nach dem Kauf brauchen die Pflanzen die ersten sechs Monate keinen Dünger. Der Boden ist in der Regel mit allen nötigen Nährstoffen angereichert.
Medinille schneiden
- Wenn regelmäßig Verblühtes entfernt wird, können neue Blätter ausgebildet werden.
- Die Medinille verträgt einen Rückschnitt recht gut, benötigt diesen aber nicht zwingend.
Wer die Medinille schneiden möchte, kann sich an einem einfachen Grundsatz orientieren: Regelmäßig Verblühtes wird entfernt, damit die Pflanze ihre Kraft in frisches Wachstum steckt und neue Blätter nachschieben kann. Ein stärkerer Rückschnitt ist meist nicht nötig, wird aber in der Regel gut vertragen – zum Beispiel, wenn die Medinille aus der Form geraten ist oder einzelne Triebe geschwächt wirken.
Medinille überwintern
- Um die Blütenbildung anzuregen, sollte der Pflanze eine Winterruhe gegönnt werden.
- Hierfür wird das Pflanzgefäß für zwei bis drei Monate an einen kühlen Standort gebracht.
- Während dieser Zeit wird nur wenig gegossen und nicht gedüngt.
- Zeigen sich erste Knospen, wird die Pflanze zügig an ihren alten Standort gebracht und wie gewohnt weiter kultiviert.
Damit die Medinille im nächsten Jahr wieder zuverlässig blüht, braucht sie eine kurze Winterruhe. Dafür kommt der Topf für etwa zwei bis drei Monate an einen kühleren Standort. In dieser Zeit wird nur sparsam gegossen und nicht gedüngt, damit die Pflanze wirklich herunterfährt. Sobald sich die ersten Knospen zeigen, zieht die Medinille wieder an ihren gewohnten Platz und wird wie gewohnt weiter gepflegt.
Welche Medinillen-Arten gibt es?
Die ursprüngliche Heimat unserer Zimmerpflanze sind die Bergregionen auf den Philippinen. Dort kommen über 200 verschiedene Arten der Pflanzengattung vor. Die Einheimischen bezeichnen die Medinille als “Kapa-kapa”. In Europa wird allein die Medinilla magnifica kultiviert – und das bereits seit mehr als 100 Jahren.
Medinille: Blütenbildung anregen – so wird’s gemacht
Um die neue Blüte anzuregen, kann der Zimmergärtner nachhelfen. Verwelkte Blüten werden entfernt. Zeigen sich neue Blätter, wird die Pflanze für ein bis zwei Monate an einen kühlen Standort gebracht. Dabei sollten die Temperaturen allerdings nicht unter 16 Grad abfallen. Die Bewässerung erfolgt regelmäßig, und wenn sich neue Knospen bilden, wird die Pflanze an ihren Standort zurückgestellt.
Tipp: Medinillen reagieren empfindlich auf Standortwechsel. Daher sollte die Pflanze sofort, wenn sich neue Knospen zeigen, zurück ins Warme gebracht werden.







