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Medinille pflanzen und Tipps zum Umtopfen

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Medinillen, bzw. die Medinilla magnifica, ist alles andere als anspruchslos. Wer sich den Exot auf die Fensterbank holen will, muss einiges im Vorfeld beachten.

Medinille Medinilla pflanzen
© irairopa – Fotolia.com
Die Tropen nach Hause holen – Medinilla magnifica macht es möglich. Dabei zählt die attraktive Blühpflanze zu einigen wenigen Arten unter den exotischen Schwarzmundgewächsen, welche sich für die Zimmerkultur eignen. Damit die auffälligen Blüten bewundert werden können, ist der Pflanzenfreund durchaus gefordert, denn die prächtige Pflanze gehört nicht zu den pflegeleichtesten Vertretern am Blumenfenster. Werden die Standortbedingungen und die Bodenansprüche der Medinillen beachtet, ist bereits der Grundstein für ein gesundes Wachstum gelegt. Erfahren Sie nun, was es bei der Pflanzung der Medinille zu beachten gilt.

Den passenden Standort finden

Der passende Standort ist nicht gerade einfach zu finden. Dies lässt sich bereits erahnen, wenn wir uns die Pflanzen in ihrer ursprünglichen Heimat anschauen. Medinillen sind Epiphyten, das heißt, die Pflanzen wachsen auf Baumzweigen, statt im Erdboden. Dies geschieht in den tropischen Wäldern bis in Höhen von 1.000 Metern und bei hoher Luftfeuchtigkeit.

Die heimische Fensterbank erscheint nicht wirklich ideal. Ein gravierendes Problem dabei ist das Platzangebot. Medinillen wachsen recht ausladend und kommen auf einem Tischchen oder Hocker frei im Raum weit besser zur Geltung. Ein heller Standort wird benötigt. Gut aufgehoben ist die Medinille in einem beheizten Wintergarten. Von praller Mittagssonne nimmt die Pflanze gern Abstand. Morgen- und Abendsonne schaden dagegen nicht. Im Winter wird auch ganztags Sonne vertragen.

✓ Warmer Standort

Ein warmer Standort ist besonders wichtig. Die Temperaturen sollten dabei nicht unter 20 Grad abfallen. Ausgenommen ist die winterliche Ruhephase. Hier werden auch Temperaturen um 15 Grad vertragen.

→ Tipp: Die Medinille benötigt eine Ruhephase im Winter, um Blüten zu entwickeln.

Bei der Wahl des Standorts mag die Pflanze keine Experimente. Wer die Medinille während der Ausbildung der Blüten oder während der Blüte umstellt, riskiert den Abwurf von Knospen und Blüten. Gleiches kann bereits passieren, wenn die Pflanze nur gedreht oder verschoben wird.

✓ Hohe Luftfeuchtigkeit

Weiterhin ist für eine hohe Luftfeuchtigkeit zu sorgen. Diese sollte 50% nicht unterschreiten. Um nicht ständig sprühen zu müssen, kann der Pflanztopf auch in einen mit Wasser gefüllten Untersetzer oder Übertopf platziert werden. Allerdings sollte die Wurzel nicht in direkten Kontakt mit der Flüssigkeit kommen, dies würde zum Faulen der Wurzeln führen. Platzieren Sie den Pflanztopf auf Kies oder kleinen Steinen.

Der passende Standort in Stichworten:

  • hell
  • keine Mittagssonne im Sommer
  • Temperaturen nicht unter 20 Grad
  • hohe Luftfeuchtigkeit
  • Pflanze nicht bewegen oder umstellen
  • Zugluft vermeiden
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Das ideale Substrat auswählen

Die Pflanzen benötigen einen durchlässigen Boden. Das Substrat kann neutral bis leicht sauer beschaffen sein (pH-Wert etwa 5,5).

Es bietet sich an, das Substrat selbst herzustellen:

  • 1/3 lockere Komposterde
  • 1/3 Torf
  • 1/3 grobe Lauberde
  • etwas Sand

Alternativ eignen sich auch Kakteenerde oder handelsübliche Blumenerde, die im Verhältnis 1:1 mit Tongranulat gemischt wird.

Das ideale Substrat in Stichworten:
✓ durchlässig
✓ locker
✓ leicht sauer

Medinille pflanzen – Schritt für Schritt

  1. Standort auswählen
  2. Pflanzgefäß bereitstellen
  3. auf ausreichend Abflusslöcher achten
  4. Drainage in den Gefäßboden legen
  5. Substrat einfüllen
  1. Pflanze vorsichtig einsetzen
  2. mit übrigem Substrat auffüllen
  3. Erde leicht andrücken
  4. Pflanze gut angießen

Da die Medinille keine Staunässe verträgt, ist dies bereits bei der Pflanzung zu bedenken. Das Pflanzgefäß muss über ausreichend Abzugslöcher verfügen, damit sich das Gießwasser nicht im Pflanztopf staut. Hilfreich ist auch eine Drainage aus Tonscherben im Gefäßboden. Bevor die Pflanze in das neue Pflanzgefäß gesetzt wird, kann sie ein kurzes Bad in warmem, kalkarmen Wasser nehmen. Um die Wurzeln zu schonen, sind die Pflanzen vorsichtig einzusetzen.

Medinille: Pflanztipps im Überblick

MaßnahmeBeschreibung
Standort» Ein heller Standort sollte gewährleistet sein.

» Im Sommer wird die pralle Mittagssonne nicht vertragen.

» Die Luftfeuchtigkeit sollte nie unter 50% abfallen.

» Größere Pflanzen platziert man besser frei im Raum, als am zu engen Blumenfenster.

» Während der Blütenbildung und Blüte ist der Standort nicht zu verändern.
Substrat auswählen» Der Boden sollte locker und leicht sauer beschaffen sein.

» Ein Mix aus Blumenerde und Tongranulat ist gut geeignet.

» Auch Kakteenerde kann verwendet werden.
Pflanzvorgang» Es gilt, ein ausreichend großes und nicht zu leichtes Pflanzgefäß auszuwählen.

» Eine Drainage im Gefäßboden schützt vor Staunässe.

» Die Wurzeln sind beim Einpflanzen zu schonen.

» Die Pflanzen werden gut angegossen.

» Das Gießwasser sollte sofort ablaufen können.

Wann muss die Medinille umgetopft werden?

Wurde die Pflanze neu erworben, muss sie im ersten Standjahr nicht umgetopft werden. Die Pflanzen werden in einem Substrat verkauft, welches alle benötigten Nährstoffe enthält. Ältere Pflanzen werden alle zwei bis drei Jahre umgetopft.

Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr. Generell können Medinillen aber ganzjährlich umgetopft werden – ausgenommen die Blühphase, wo die Pflanze sehr empfindlich auf jeglichen Stress reagiert und möglichst überhaupt nicht bewegt werden sollte.

→ Tipp: Das Pflanzgefäß sollte nicht zu groß gewählt werden, aber ein ausreichendes Gewicht mitbringen, damit die recht schwere und ausladende Pflanze darin nicht kippt.

Ist die Medinielle für Hydro-Kultur geeignet?

Stand eine Pflanze bereits in der Erde, wird sie sich kaum an Hydrokultur gewöhnen. Medinillen reagieren besonders empfindlich auf Standortwechsel, daher sollte dieses Experiment besser unterlassen werden.

Wer sich eine Medinille in Hydrokultur heranziehen möchte, hat mit einem frischen Steckling die besten Chancen. Dieser stand noch nicht in Pflanzerde und wird sich am ehesten an die Bedingungen der Hydrokultur gewöhnen.


Foto1: © irairopa - Fotolia.com

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