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Neuseeland-Segge pflanzen – Anleitung für Garten und Kübel

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Mit der Neuseeland-Segge holen Sie sich eine pflegeleichte Pflanze nach Hause. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Pflanze im Garten oder im Kübel richtig pflanzen.

Neuseeland-Segge
© savelov – Fotolia.com

Seggen bringen Abwechslung ins Beet, denn es handelt sich um eine außergewöhnlich artenreiche Pflanzenfamilie. Etwa 2.000 Arten gehören den beinahe weltweit vorkommenden Sauergrasgewächsen an. Die Neuseeland-Segge (Carex comans) ist auf Grund der interessanten Blattfärbung eine Bereicherung für Beet und Kübel. Dabei sind die Pflanzen pflegeleicht und lassen sich vielfältig kombinieren. Einige hilfreiche Pflanztipps geben wir Hobbygärtnern nachfolgend mit auf den Weg.

Pflanzenbeschreibung

Seggen sind ausdauernde und wuchsfreudige Pflanzen. Einige unter ihnen kommen bereits im ersten Jahr zur Blüte. Alle Seggen bilden Rhizome aus und können ausgedehnte Pflanzenteppiche bilden. Seggen wachsen bevorzugt an feuchten Standorten. Natürliche Verbreitungsgebiete sind Wälder, Felsen oder Grasland. Das Laub wächst aufrecht und hängt bogenförmig über.

Im Sommer erscheinen die ährenförmigen Blütenstände. Die Blüten sind dabei eher einfach und unscheinbar und besitzen die Farbe der Halme. Die Neuseeland-Segge wächst etwa 20 bis 30 Zentimeter hoch. Die grünlichen Blüten erscheinen zwischen Juli und August. Die bronzegrünen Blätter sind spitz zulaufend und der Kleinstrauch wirkt grasartig.

Verbreitung der Neuseeland-Segge

Seggen wurden erstmals von Carl von Linné beschrieben und der Gattung Carex zugeordnet. Seggen sind beinahe weltweit anzutreffen. Besonders artenreich ist dabei Nordamerika, wo beinahe 500 Arten wachsen. Nur geringe Vorkommen finden sich dagegen südlich der Sahara.

In Mitteleuropa verbreitete Arten:

• Kopf-Segge (Carex capitata)
• Floh-Segge (Carex pulicaris)
• Zweihäusige (Segge Carex dioica)
• Sand-Segge (Carex arenaria)
• Strick-Segge (Carex chordorrhiza)

• Krumm-Segge (Carex curvula)
• Draht-Segge (Carex diandra)
• Weiße Segge (Carex alba)
• Wasser Segge (Carex aquatilis)

Verwendung der Neuseeland-Segge

Die Neuseeland-Segge lässt sich vielfältig verwenden. Besonders ausdrucksvoll kommt das niedrig wachsende Gras in Verbindung mit Bodendeckern zur Geltung. Hundkamille, Stachelnüsschen oder Schafgarbe sind ideale Begleiter. Auch in Einzelstellung sind die Seggen ein Blickfang, da sie sich dort ungehindert ausbreiten können und stattliche Ausmaße erreichen.

Auch in Blumenkästen ist die Segge beliebt. Das attraktive Laub bildet im winterlichen Kübel einen hübschen Kontrast mit Christrosen oder Heidekraut.

Den passenden Standort für die Neuseeland-Segge finden

In ihrer Heimat Neuseeland wächst die Neuseeland-Segge bevorzugt auf Wiesen und Weiden mit hoher Bodenfeuchte und an Gewässerrändern. Damit die hübsche bronzefarbene Laubfarbe erhalten bleibt, wird viel Sonnenlicht benötigt.

Japan-Segge
Als Alternative für schattige Standorte bietet sich die Japan-Segge an, welche auch in mehrfarbigen Sorten erhältlich ist. © tamu – Fotolia.com

Da es sich um sehr anpassungsfähige Pflanzen handelt, kann die Neuseeland-Segge auch an einem halbschattigen Standort gedeihen.

In Kürze:

• sonnig
• warm
• hell
• feucht

Das ideale Substrat für die Neuseeland-Segge auswählen

Das Substrat sollte frisch beschaffen sein und darf keinesfalls austrocknen. Damit die Wurzeln ausreichend Feuchtigkeit aus dem Boden aufnehmen können, sollte es sich um einen gut durchlässigen Boden handeln.

» Tipp: Schwere Lehmböden werden durch die Beigabe von Sand oder Kies durchlässiger.

Die Neuseeland-Segge gedeiht auch auf einem sumpfigen Untergrund. Ein sandiger Lehmboden mit Kies oder kleinen Steinen ist das ideale Substrat.

In Kürze:

• locker
• frisch
• feucht
• lehmig
• sandig
• humos
• gut durchlässig

Die Neuseeland-Segge pflanzen – Schritt für Schritt

1. Standort auswählen
2. Boden vorbereiten
3. Boden aufwerten
4. Pflanzloch ausheben
5. Pflanze einsetzen
6. Pflanzloch schließen
7. Pflanze gut wässern

Zunächst wird der passende Standort ausgewählt. Befand sich hier vorher noch kein Beet, ist der Boden zunächst vorzubereiten. Lockern Sie das Erdreich auf und befreien es von Unkraut, Wurzeln und größeren Steinen. Handelt es sich um einen schweren und trockenen Boden, sollte dieser zunächst durchlässiger gestaltet werden. Dies gelingt Ihnen, wenn der Boden gut aufgelockert und mit Sand oder Kies vermischt wird.

Bei der Pflanzung im Beet ist darauf zu achten, der Neuseeland-Segge ausreichend Platz zu bieten. Der Pflanzabstand sollte daher mindestens 30 Zentimeter betragen. Möchten Sie die Segge in kleinen Tuffs setzen oder mehrere verschiedene Sorten gruppenartig anpflanzen, sollten auf einen Quadratmeter nicht mehr als neun Pflanzen gesetzt werden.

Das Pflanzloch sollte mindestens in doppelter Größe des Wurzelballens ausgehoben werden. Anschließend werden die Pflanzen vorsichtig mittig in die Vertiefung gesetzt und das Pflanzloch wird mit Erde aufgefüllt. Nachdem die Erde gut angedrückt wurde, sollten die Jungpflanzen ausreichend gegossen, am besten eingeschwemmt werden, damit der Boden ausreichend Feuchtigkeit aufnimmt.

Wichtige Pflanztipps im Überblick

ArbeitsschrittErläuterung
Standort bestimmenDie Neuseeland Segge benötigt einen sonnigen Standort. Nur ausreichend Sonnenstunden sorgen dafür, dass das bronzefarbige Laub seine Ausstrahlung behält. Gleichzeitig sollte die Pflanze an einen sonnigen Standort gesetzt werden.
Boden vorbereitenEin lockerer und durchlässiger Boden lässt die Neuseeland Segge am besten gedeihen. Schwere Böden vertragen eine Auflockerung mit Sand oder Kies.
Neuseeland Segge einpflanzenEin Pflanzabstand von mindestens 30 Zentimetern ist einzuhalten. Das Pflanzloch sollte mindestens die doppelte Größe des Wurzelballens umfassen. Nach der Pflanzung darf nicht vergessen werden, die Neuseeland Segge mit ausreichend Wasser zu versorgen.

Die Neuseeland-Segge im Kübel

Seggen eignen sich auch für die Kübelhaltung. Das dekorative Laub ist eine Bereicherung für sommerliche wie winterliche Arrangements. Die Kübelhaltung ist allerdings etwas aufwendiger, als die Kultivierung im Freiland. Wählen Sie eine ausreichend große Pflanzschale, damit sich die Segge gut ausbreiten kann. Dabei sollten die Schalen auch eine ausreichende Tiefe besitzen, denn die rhizombildende Pflanze möchte ihre Wurzeln in den Boden ausstrecken.

Die Neuseeland-Segge im Kübel pflanzen – Schritt für Schritt

1. Pflanzgefäß auswählen
2. Erde vorbereiten
3. Erde einfüllen
4. Pflanze einsetzen
5. Erde komplett auffüllen
6. Pflanze gut angießen

Nicht nur die Größe des Pflanzgefäßes ist entscheidend, achten Sie auch auf den Gefäßboden. Hier sollten sich ausreichend Abzugslöcher für die Flüssigkeit befinden. Die Neuseeland-Segge benötigt zwar einen feuchten Boden, verträgt es aber auf Dauer nicht, im engen Pflanzgefäß komplett unter Wasser zu stehen. Die Löcher im Gefäßboden sorgen dafür, dass die Flüssigkeit gut abfließen kann.

Für die Kübelpflanzung sollte eine nährstoffreiche Erde verwendet werden. Auch hier wird schwerer Boden mit Sand oder Kies durchlässiger gemacht. Damit die Pflanze ausreichend Nährstoffe erhält, sind Kübelpflanzen regelmäßig zu düngen. Durch die Beigabe von Kompost erhalten die Seggen bereits bei der Pflanzung einen wirkungsvollen Naturdünger.

Nachdem die Pflanze in den Kübel gesetzt wurde, wird ausreichend angegossen. Für das Pflanzgefäß bietet sich ein sonniger Standort an. Entsprechend hoch ist der Flüssigkeitsbedarf.

» Tipp: Achten Sie darauf, Pflanzen mit ähnlichen Ansprüchen mit der Neuseeland-Segge in ein Pflanzgefäß zu setzen.

Wann sollte die Neuseeland-Segge umgetopft werden?

Wird beinahe der gesamte Pflanztopf von der Neuseeland-Segge eingenommen und die Wurzeln schauen vermutlich bereits durch die Löcher im Boden des Pflanzgefäßes, dann ist die Zeit für das Umpflanzen gekommen. Es wird nicht nur das Pflanzgefäß, sondern auch das Substrat komplett ausgetauscht, da es sich im Kübel sehr schnell verbraucht.

» Tipp: Während des Umpflanzens bekommt der Hobbygärtner Gelegenheit, den Zustand der Pflanzenwurzeln zu begutachten und eventuelle Schnittmaßnahmen vorzunehmen.

Foto1: © savelov - Fotolia.com, Foto2: © tamu - Fotolia.com

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