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Palisanderbaum überwintern – worauf Sie achten müssen!

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Der Palisanderbaum verträgt keinen kalten Temperaturen. Was beim Überwintern des Jacaranda zu beachten ist, erfahren Sie hier.

Palisanderbaum pflanzen
© Byron Ortiz – Fotolia.com
Die eindrucksvolle blauviolette Blüte des Palisanderbaums lässt in Südafrika die Metropolen erstrahlen und kündet in Australien sogar den Beginn der Weihnachtszeit an, was sogar in einem Lied besungen wird. Allein in Johannesburg wachsen mehr als 70.000 Jacarandabäume, welche im ausgehenden 19. Jahrhundert aus Südamerika eingeführt wurden. In unseren Breiten machen sich Palisanderbäume eher rar. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Bäume im rauen deutschen Klima nicht ganzjährlich im Freien kultiviert werden können. Doch auch als Kübelpflanze ist das Trompetenbaumgewächs attraktiv und während der Sommermonate ein Blickfang auf Balkon und Terrasse. Damit Sie den wuchsfreudigen Exoten gut über den Winter bringen, sollten Sie folgende Tipps und Ratschläge beherzigen.

Wann darf der Palisanderbaum ins Freie?

Den Sommer kann die Pflanze ohne Bedenken im Freien verbringen. Ein heller und sonniger Standort ist dabei ideal. Die pralle Mittagssonne wird von den Pflanzen allerdings weniger vertragen. Die Pflanzen sind in den Subtropen zu Hause und daher besonders empfindlich gegen Kälte. Sobald es im Herbst dauerhaft kälter als zehn Grad wird, ist es für die Jacaranda an der Zeit, ins Haus umzuziehen. Im Frühling sollte dann in jedem Fall bis nach den Eisheiligen gewartet werden. Je nach Wetterlage sollten die Bäume nicht vor Ende Mai oder Anfang Juni ins Freie.

Was ist bei der Überwinterung zu beachten?

Ende Oktober bis Ende Januar ist für die Gewächse eine Ruheperiode angebrochen. Die Pflanzen werden dann nur sporadisch gegossen und erhalten keinen Dünger.

Tipp: Die Erde sollte auch im Winterquartier nicht austrocknen. Daher ist die Pflanze regelmäßig zu kontrollieren und ggf. zu bewässern.

Das ideale Winterquartier besitzt eine Temperatur von 15 bis 17 Grad. Der Jacaranda sollte hell überwintern. Ideale Standorte dabei sind ein beheiztes Gewächshaus oder ein Wintergarten. Da nicht jeder Pflanzenfreund diese Winterquartiere bieten kann, können auch das Wohnzimmer oder der beheizte Hausflur als Alternativen dienen. Wichtig ist, dass die Pflanze ausreichend Licht erhält und nicht in unmittelbarer Nähe der Heizung platziert wird.

Wann sollte der Umzug ins Winterquartier erfolgen?

Wie bereits erwähnt, verträgt die Pflanze keinen dauerhaften Temperaturabfall unter zehn Grad. Dies legt die Vermutung nahe, dass bereits im Spätsommer der Umzugstermin ansteht. Pflanzenexperten sind jedoch der Ansicht, den Umzug doch besser noch etwas hinauszuschieben. Entgegen der allgemeinen Vermutung vertragen die Palisanderbäume tatsächlich kurzzeitig auch niedrigere Temperaturen, sogar bis in den einstelligen Minusbereich. Durch die langsam sinkenden Temperaturwerte erfährt die Pflanze eine Abhärtung. Spätestens Anfang Oktober ist es dann aber in jedem Fall an der Zeit für den Umzug ins Winterquartier.

Was passiert, wenn die Pflanze andauernder Kälte ausgesetzt ist?

Dieses Experiment sollten Sie nicht wagen, denn es würde definitiv das Aus für die Pflanze bedeuten. Andauernde niedrige Temperaturen würden dazu führen, dass das Wasser in den Pflanzenzellen gefriert. Die Zellwände würden gesprengt und die Pflanze wäre nicht mehr zu retten. Sie sollten also besser keine Experimente eingehen und statt einer Abhärtung lieber auf den rechtzeitigen Umzug in das warme Winterquartier setzen.

Jahresverlauf für den Palisanderbaum

  • ab Mitte Mai Umzug ins Freie
  • Sommer auf Balkon oder Terrasse
  • spätestens Oktober Umzug ins Winterquartier
  • Überwinterung bei etwa 15 Grad

Wann der Umzug ins Freie stattfinden kann, sollte von der jeweiligen Wetterlage abhängig gemacht werden. Ab Mitte Mai dürfte gewährleistet sein, dass die Temperaturen nicht mehr dauerhaft unter zehn Grad abfallen. Der Umzug sollte schrittweise und mit Bedacht erfolgen. Setzen Sie die Pflanze nicht sofort der vollen Sonne aus. Wählen Sie zunächst einen schattigen Standplatz aus und setzen Sie den Kübel nach etwa einer Woche an den gewünschten warmen Sonnenplatz um.

Auf Balkon und Terrasse darf der Jacarandabaum den Sommer verbringen. Dabei ist die Pflanze vor praller Sonneneinstrahlung zu schützen und regelmäßig zu wässern. Damit der Wind das Bäumchen nicht umwirft, sollten die Pflanzkübel ein gewisses Gewicht mitbringen. Terrakotta ist dafür ideal.

Fallen die Temperaturen dauerhaft unter zehn Grad, steht der Umzug ins Winterquartier an. Diesen sollten Sie ebenfalls schrittweise vollziehen. Die Pflanze wandert also zunächst wieder einige Tage in den Schatten, bevor sie dann endgültig ins Haus umziehen darf.

Palisanderbaum überwintern – alle Fakten im Überblick

Was ist zu beachten?Erläuterung
ZeitpunktSpätestens im Oktober sollte die Pflanze ins Haus umziehen.

Fallen die Temperaturen dauerhaft unter zehn Grad, kann der Palisanderbaum im Freien nicht überleben und sollte entsprechend früher ins Haus geholt werden.
StandortDie ideale Temperatur im Winterquartier liegt bei 15 Grad.

Die Gewächse sollten hell stehen.

Sehr gut geeignet sind der Wintergarten oder ein beheiztes Treibhaus.

Trockene Heizungsluft bekommt den Pflanzen nicht.
PflegeAuch im Winterquartier darf die Pflanze nicht austrocknen.

Ist die oberste Bodenschicht angetrocknet, wird leicht bewässert.

Auf eine Düngung ist im Winterquartier zu verzichten.

Häufigeres Sprühen erhöht die Luftfeuchtigkeit.

Die richtige Pflege im Winterquartier

Der Palisanderbaum darf im Winterquartier nicht sich selbst überlassen werden. Eine regelmäßige Kontrolle ist wichtig, um den Wasserbedarf einzuschätzen und die Pflanze auf eventuelle Schäden hin zu kontrollieren. Sollte die Pflanze ihre Blätter abwerfen, deutet dies auf einen Pflegefehler hin. Meist steht der Jacaranda dann zu dunkel oder wurde zu wenig gegossen. Damit die Blätter nicht vertrocknen, sollten Sie den Palisanderbaum häufiger besprühen.

Tipp: Im Winter wird der Palisanderbaum nicht gemulcht. So können Sie mit Hilfe der Daumenprobe den Wasserbedarf besser ermitteln.


Foto1: © Byron Ortiz - Fotolia.com

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