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Palisanderbaum vermehren durch Samen oder Stecklinge

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Wer einen Palisanderbaum vermehren möchte, hat dafür zwei Möglichkeiten. Welche das sind und wie diese funktionieren, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Palisanderbaum vermehren
© Byron Ortiz – Fotolia.com
Palisanderbäume sind attraktive Zierpflanzen, welche in südlichen Ländern zu stattlichen Bäumen heranwachsen und mit ihren blauen bis violetten Blüten für einen Farbtupfer während des Jahresausklangs in Australien sorgen oder die Straßenränder in Brasilien zieren.

Auch in unseren Breiten gedeiht der Palisanderbaum, sofern einige Pflegehinweise beachtet werden und die Haltung im Kübel erfolgt. Wie sich die Jacaranda Bäume einfach vermehren lassen, erfahren Sie nachfolgend.

Die Vermehrung ist durch folgende Maßnahmen möglich:

  • Samen
  • Stecklinge

Palisanderbaum vermehren durch Samen

Die Vermehrung durch Samen gestaltet sich überraschend einfach. Wenn Sie die folgenden Schritte befolgen, werden Sie bald Ihren eigenen Palisanderbaum vorzeigen können.

Woher bekommt man die Samen?

Wer bereits einen Jacarandabaum sein Eigen nennt, wird die Samen für die Vermehrung dennoch aus anderen Quellen beziehen müssen. Es kommt sehr selten vor, dass die Bäume in Zimmerkultur zum Blühen gebracht werden können. In der Natur werden Palisanderbäume zwischen fünf und zwanzig Meter hoch. Zu blühen beginnen die Trompetengewächse etwa ab einer Wuchshöhe von zwei Metern. Diese Ausmaße sind für die Haltung als Kübelpflanze jedoch eher unrealistisch.

Zurück zu den Samen. Diese können Sie über einen Fachhändler für exotische Gewächse beziehen oder online bestellen.

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Sie können aber auch selbst aktiv werden und in den Ferien die Augen offen halten. Urlaub im Süden kann Ihnen durchaus Jacaranda-Samen bescheren. Dazu müssen Sie nicht nach Südamerika reisen. Auch auf den Kanaren finden sich zum Beispiel Palisanderbäume als Straßenbepflanzung. Auf dem Boden unter den Bäumen sind häufig Samenschoten zu finden. Diese können Sie als Urlaubsmitbringsel nutzen und daheim für die Aussaat verwenden.

Wann sollte mit der Aussaat begonnen werden?

Für die erfolgreiche Vermehrung bieten sich die Monate Februar bis März an. Sie mögen vielleicht einwenden, dass die Vermehrung bei Zimmerkultur eigentlich das ganze Jahr stattfinden kann. Dies ist bedingt richtig. Von einer Aussaat im November, Dezember oder Januar wird allerdings abgeraten. Durch die noch andauernde Heizperiode könnten die Keimlinge Schaden nehmen und verwelken oder verschimmeln.

Palisanderbaum durch Aussaat vermehren – Schritt für Schritt

  1. Saatschale bereitstellen
  2. Substrat einfüllen
  3. Samen vorab weichen lassen
  4. Samen aussäen
  5. Samen leicht mit Erde bedecken
  1. Samen leicht anfeuchten
  2. Samen mit Abdeckung versehen
  3. Saatgefäß hell und warm platzieren
  4. Samen gleichmäßig feucht halten
  5. Keimung abwarten

Am besten gelingt die Aufzucht in einer flachen Saatschale. Als Substrat eignen sich Anzuchterde oder Kokosfasern. Kokosfasern sollte hierbei der Vorzug gegeben werden, denn das Substrat ist besonders locker und durchlässig. Zudem handelt es sich um ein unbehandeltes Naturprodukt.

Bevor die Samen in die Erde gebracht werden, lassen Sie sie etwa einen Tag lang in Wasser weichen. Anschließend kann direkt ausgesät werden. Die Samen werden dabei nur leicht mit Substrat bedeckt.

Tipp: Das gleichmäßige Anfeuchten der Samen gelingt am besten mit einem Pflanzensprüher.

Die Keimung lässt sich durch Abdecken der Saatschale beschleunigen. Dann entsteht ein für die Sämlinge förderliches Mikroklima. Als Abdeckung können Sie Folie oder Glas nutzen. Damit es im Gefäß nicht zu Schimmelbildung kommt, nehmen Sie die Abdeckung zum Lüften täglich hoch. Für die Bewässerung sollte zimmerwarmes Regenwasser verwendet werden.

Wann keimen die Samen?

Die Keimdauer ist vergleichsweise kurz. Bereits nach acht bis 14 Tagen sollten sich die Keimlinge zeigen.

Was passiert nach der Keimung?

Etwa sechs Wochen nach der Keimung sollten die Keimlinge pikiert werden. Sie belassen dabei nur die kräftigsten Pflänzchen in der Saatschale. Nach der Vereinzelung müssen die Keimlinge nicht mehr abgedeckt werden. Sind die Pflanzen ausreichend gewachsen und haben, neben den beiden Keimblättern, mehrere Blattpaare gebildet, werden die jungen Pflanzen in separate Pflanzgefäße gesetzt und getrennt weiter kultiviert.

Palisanderbaum vermehren durch Stecklinge

Auch die Vermehrung durch Stecklinge lässt sich recht einfach durchführen, allerdings sind die Erfolgsaussichten weniger vielversprechend, als bei der Aussaat der Fall.

Woher bekomme ich geeignete Stecklinge?

Um Stecklinge zu gewinnen, wird eine gut entwickelte Mutterpflanze gebraucht. Im Idealfall besitzen sie also bereits einen Palisanderbaum oder kennen jemanden, der im Besitz des Gewächses ist. Von bestehenden Pflanzen lassen sich Stecklinge ganz einfach beim Rückschnitt gewinnen.

Vermehrung durch Stecklinge – Schritt für Schritt

  1. Steckling schneiden
  2. Pflanztopf mit Substrat füllen
  3. Steckling einsetzen
  4. Steckling angießen
  1. Abdeckung anbringen
  2. Steckling warm und hell aufstellen
  3. Steckling nicht austrocknen lassen
  4. Bewurzelung abwarten

Die Stecklinge fallen quasi automatisch an, wenn der Palisanderbaum beschnitten wird. Wählen Sie kräftige Triebe aus. Diese sollten etwa 20 Zentimeter lang sein und noch keine Verholzung aufweisen. Befreien Sie den Steckling von Knospen und Blättern. Es sollten lediglich drei bis fünf Blattpaare am Trieb belassen werden.

Beschaffen Sie sich ein geeignetes Pflanzgefäß und befüllen dieses mit Anzuchterde. Der Steckling wird nun in die Erde gesteckt. Blätter oder Knospen sollten dabei nicht mit Erde bedeckt werden. Dies würde das Faulen des Triebes bewirken. Der Steckling wird leicht mit zimmerwarmem Regenwasser angegossen und mit einer Abdeckung aus Plastik oder Glas versehen. Dieser einfache Trick schafft ein für die Tropen typisches Mikroklima und beschleunigt den Prozess der Bewurzelung.

Das Pflanzgefäß wird hell und warm aufgestellt. Ein Platz direkt über der Heizung ist dabei ideal, denn dann werden die Wurzeln mit ausreichend Wärme versorgt. Während dieser Zeit darf der Steckling nicht austrocknen. Die Abdeckung ist häufiger zu lüften, damit es durch den Luftstau im Gefäß nicht zu Schimmelbildung und Fäulnis kommt.

Wie lange dauert die Bewurzelung?

Ist die Stecklingsvermehrung geglückt, lässt sich dies an frischen Trieben am Steckling leicht erkennen. Die Bewurzelung vollzieht sich innerhalb weniger Wochen. Beobachten Sie dabei das Pflanzgefäß. Sobald die Wurzeln den Pflanztopf durchdrungen haben, ist es Zeit für das Umsetzen in einen größeren Pflanzkübel. Die junge Pflanze wird nun wie ein erwachsenes Exemplar kultiviert.

Wie werden die Jungpflanzen richtig kultiviert?

Worauf kommt es an?Wie ist zuverfahren?
StandortDie Jungpflanzen benötigen einen hellen und warmen Standort.

Direkte Sonneneinstrahlung ist weniger günstig.

Im Sommer darf die Kübelpflanze nach draußen.

Eine frostfreie Überwinterung im Haus ist notwendig.
GießenDer Flüssigkeitsbedarf ist hoch.

Die jungen Pflanzen sind recht empfindlich und das Gießen sollte nicht übertrieben werden.

Dann kann es schnell zu Staunässe kommen, welche die zarten Wurzeln faulen lässt.

Vor einer erneuten Wassergabe sollte der Boden leicht antrocknen.

Durch häufiges Einsprühen der Pflanze sorgen Sie für eine hohe Luftfeuchtigkeit.
DüngenDie Anzucht erfolgt in nährstoffarmer Erde.

Nach dem Umpflanzen in eine größeres Pflanzgefäß kann dem Substrat Kompost beigemischt werden.

Während der Wachstumsphase kann 14tägig Flüssigdünger verabreicht werden.
UmtopfenJungpflanzen wachsen recht schnell.

Nach einem Jahr macht sich das Umpflanzen notwendig.

Dies beschränkt sich lediglich auf die ersten Standjahre.

Ältere Pflanzen müssen nur alle vier Jahre umgepflanzt werden.

Foto1: © Byron Ortiz - Fotolia.com

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