Pflanzen Kübel- und Balkonpflanzen

Palisanderbaum pflanzen – so gedeiht der Jacaranda im Kübel

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Der Palisanderbaum, oder auch Jacaranda, ist ein wunderschöner Blütenbaum, der sich in unseren Regionen nur in Kübeln pflanzen lässt. Alle Infos dazu hier.

Palisanderbaum pflanzen
© Byron Ortiz – Fotolia.com

Palisanderbäume sind eine ganz besondere exotische Schönheit. In ihrer Heimat Südamerika verwandeln die Jacarandabäume mit ihrer Blüte ganze Straßenzüge in ein blauviolettes Blütemeer. Auch in anderen klimatisch begünstigten Gebieten der Erde ist der Palisanderbaum mittlerweile heimisch geworden. Möchten Sie sich mit dieser exotischen Pracht umgeben, müssen Sie sich leider auf die Kübelhaltung beschränken. Im Sommer dürfen die Pflanzen Balkon oder Terrasse zieren. Den Winter verbringen sie im Haus. Damit die Palisanderbäume gut gedeihen, kommt es darauf an, bereits bei der Pflanzung keinen Fehler zu machen. Was es dabei zu beachten gibt, kann hier nachgelesen werden.

Pflanzenbeschreibung

Der Palisanderbaum zählt zu den Trompetenbaumgewächsen. In der freien Natur erreichen die Gewächse stolze Höhen von bis zu 20 Metern. Den Jacarandabaum kennzeichnen eine dünne bräunliche Rinde und eine eher rundliche Baumkrone. Die filigran erscheinenden gefiederten Laubblätter können bis zu 40 Zentimeter lang werden. Die Blätter sind gegenständig angeordnet. Nebenblätter sind nicht vorhanden. Als wahre Zierde gelten die blauvioletten Rispenblüten. Die bis zu fünf Zentimeter langen Blüten erscheinen im November und zieren den Palisanderbaum bis zu acht Wochen lang.

Verbreitung der Palisanderbäume

Wenn es um die Pflanzung in unseren Breiten geht, spielt immer auch das natürliche Verbreitungsgebiet der jeweiligen Pflanze eine Rolle. Die Heimat des Palisanderbaumes ist im Süden Amerikas. Dort wachsen die Bäume vorwiegend in Bolivien, Argentinien oder Paraguay. Mittlerweile werden die Gewächse, aufgrund ihrer attraktiven Blüte, beinahe in allen subtropischen Klimaregionen weltweit kultiviert. So lassen sich die Jacarandabäume auch in Australien oder bei einem Abstecher auf die Kanaren entdecken. Die kälteempfindlichen Pflanzen sind in Deutschland nicht für die Freilandhaltung geeignet.

Anmerkung: Der Palisanderbaum kann kurzzeitige Frosteinbrüche im einstelligen Bereich überstehen.

Palisanderbaum pflanzen – Standort finden

Über eine Freilandhaltung des Palisanderbaumes nachzudenken, wäre nicht ratsam. Selbst in milden Regionen Deutschlands, würden die Gewächse den Winter nicht überstehen. Während kurzzeitige Kälteeinbrüche recht gut verkraftet werden, bedeuten konstante Temperaturen im einstelligen Bereich über einen längeren Zeitraum das Aus für die Pflanze.

Palisanderbäume benötigen einen hellen und sonnigen Standort. Pralle Sonneneinstrahlung wird weniger gut vertragen. Nach Süden ausgerichtete Fensterfronten sind folglich weniger gut geeignet. Es empfiehlt sich dagegen ein Ost- oder Westfenster. Im Sommer fühlen sich die Pflanzen auf Balkon oder Terrasse wohl. Die Bäume mögen eine hohe Luftfeuchtigkeit. Hier kann der Hobbygärtner mit vermehrtem Sprühen nachhelfen.

Die Jacarandabäume benötigen viel Platz, sowohl im Kübel, als auch im Raum. Wer seinen Palisanderbaum in die Höhe wachsen lässt, wird sich an einem attraktiven, verzweigten Wuchs erfreuen und mit etwas Glück vielleicht sogar in unseren Breiten die unverwechselbare Blüte der Gewächse bestaunen können. Beim Sommerstand auf Balkon oder Terrasse ist darauf zu achten, dass die Pflanzen nicht umkippen. Standfeste Pflanzgefäße aus Terrakotta wirken dem entgegen.

Der ideale Standort in Stichworten:

  • hell
  • sonnig
  • luftig
  • hohe Luftfeuchtigkeit
  • warm

Das passende Substrat auswählen

Am besten gedeiht der Palisanderbaum in einem kalkfreien Substrat. Die Wertigkeit des Bodens kann durch die Beimengung von Kompost oder Hornspänen verbessert werden. Damit erhalten die Gewächse bereits bei der Pflanzung einen hochwertigen Naturdünger. Wer auf fertiges Substrat zurückgreifen möchte, ist mit Azaleenerde gut beraten. Um den Boden durchlässig zu gestalten und zu verhindern, dass es zu Staunässe kommt, können der Erde Lavagranulat oder Blähton beigemischt werden.

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Das ideale Substrat in Stichworten:

  • durchlässig
  • nährstoffreich
  • kalkfrei

Das ideale Pflanzgefäß für den Palisanderbaum

Mit dem geeigneten Pflanzgefäß schaffen Sie die Basis für ein gesundes Wachstum Ihres Jacarandabaumes. Damit sich die Wurzeln gut entwickeln können, sollte der Pflanzkübel eine ausreichende Größe besitzen. Besonders wichtig dabei ist die Höhe. Das passende Pflanzgefäß ist etwa ein Drittel höher als breit. Schauen Sie sich Ihr Pflanzgefäß auch von unten an. Ausreichend Wasserabzugslöcher stellen sicher, dass das Gießwasser gut abfließen kann und es nicht zu Staunässe kommt.

Denken Sie auch daran, dass der Palisanderbaum früher oder später umgetopft werden muss. Dies gelingt Ihnen am Besten, wenn es sich um ein konisch geformtes (kegelförmig) Pflanzgefäß handelt. Haben sich die Gewächse im Pflanzgefäß gut eingewurzelt und ausgebreitet, ist die Entfernung aus bauchigen Pflanzkübeln meist problematisch und wer die Pflanze nicht verletzen will, muss den Pflanzkübel zerstören.

Die Pflanzvorbereitung im Überblick

Was ist zu tun?Erläuterung
Standort findenWo der Palisanderbaum platziert wird, ist abhängig vom Zeitpunkt der Pflanzung.

Den Sommer können die Gewächse an einem hellen und sonnigen Platz auf Balkon oder Terrasse verbringen.

Im Winter werden etwa 15 Grad benötigt.

Pralle Mittagssonne vertragen die Pflanzen weniger.

Eine hohe Luftfeuchtigkeit kommt dem Palisanderbaum entgegen.
Substrat auswählenPalisanderbäume lieben nährstoffreiche Böden.

Daher kann bereits bei der Pflanzung Kompost untergemischt werden.

Der Boden sollte locker und durchlässig beschaffen sein.

Kalk mögen die Gewächse nicht.

Sehr gut eignet sich Azaleenerde.
Pflanzkübel bereitstellen Ausreichend große Pflanzgefäße bieten ideale Wachstumsbedingungen.

Damit sich die Wurzeln gut ausbreiten können, ist besonders die Höhe des Pflanzkübels relevant.

Diese sollte die Breite des Gefäßes um ein Drittel übersteigen.

Konische Pflanzkübel erleichtern das Umpflanzen.

Palisanderbäume pflanzen – Schritt für Schritt

  1. Pflanzgefäß auswählen
  2. Pflanzgefäße aus Ton vorab wässern
  3. Pflanze ebenfalls wässern
  4. Drainage in Pflanzgefäß einbringen
  5. Substrat in den Gefäßboden füllen
  1. Substrat andrücken
  2. Pflanze mittig in den Kübel setzen
  3. Substrat auffüllen
  4. vorsichtig angießen

Besteht Ihr Pflanzgefäß aus Ton, sollten Sie es vor der Bepflanzung für zirka zwei Stunden wässern. So kann sich der Ton mit Wasser vollsaugen und entzieht dem Boden nach der Pflanzung keine Feuchtigkeit. Auch der Palisanderbaum wird mit seinen Wurzeln in einem Wassereimer platziert.

Für eine gute Durchlässigkeit des Bodens sorgen Sie, indem Sie eine Drainage aus Kies oder Tonscherben anlegen. Diese sollte mit einem durchlässigen Material abgedeckt werden. Nun können Sie die erste Schicht Substrat einfüllen und dieses gut andrücken.

Die Pflanze wird vorsichtig und mittig im Pflanzgefäß platziert. Nun können Sie das Substrat nach und nach auffüllen.

Achtung: Die Erde muss gut angedrückt werden. Ansonsten bilden sich Hohlräume, welche der Palisanderbaum nicht durchwurzeln kann. Dies führt zu einer Schwächung der Pflanze.

Drücken Sie das Substrat nicht allzu fest an, damit es den Wurzeln möglich ist, die Erde zu durchdringen. Zwischen dem Rand des Pflanzgefäßes und der Erdschicht sollten einige Zentimeter Spielraum verbleiben.

Nach der Pflanzung gießen Sie gut an. Sollte sich die Erde dabei senken, füllen Sie noch etwas Substrat nach.

Am Sommerstandort ist eine Mulchschicht von Vorteil. Diese sorgt für eine andauernde Bodenfeuchte und verhindert das Unkrautwachstum, sowie die Eiablage durch Insekten.

Wann muss der Palisanderbaum umgetopft werden?

Da es sich um recht schnellwüchsige Pflanzen handelt, ist bei Jungpflanzen ein jährliches Umtopfen ratsam. Ob umgetopft werden muss, erkennen Sie beim Betrachten des Pflanztopfes. Spätestens, wenn das Wurzelgeflecht bereits deutlich sichtbar erscheint, ist es an der Zeit für den Austausch des Pflanzgefäßes.

Bei älteren Pflanzen müssen Sie weniger häufig umtopfen. Wer einen ausreichend großen und vor allem tiefen Pflanzkübel wählt, wird nur alle drei bis vier Jahre umtopfen müssen.


Foto1: © Byron Ortiz - Fotolia.com

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