Gartenpflege Rasen Ratgeber

Pilze im Rasen entfernen

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Vielen Hobbygärtnern ist schon Unkraut im Rasen ein Dorn im Auge. Wenn dann auch noch Pilze auftreten, dann wird versucht, mit allen möglichen Mitteln der Lage Herr zu werden.

Pilze Rasen entfernen Tipps
Pilze im Rasen sind oft ein Dorn im Auge

Abends noch den schönen grünen Rasen begutachtet und morgens dann das: der Rasen ist voller Pilze. An sich ist das nicht weiter schlimm, doch für viele Gartenbesitzer ist es ein unansehnlicher Zustand, wenn im Rasen überall kleine Pilze sprießen. Vor allem dann, wenn die so genannten Hutpilze kreisförmig auftreten. Man spricht dann auch von einem Hexenring. Diese wieder los zu werden ist aber gar nicht mal so schwer. Sie müssen dabei nur ein paar wichtige Punkte beachten.

Ursachen für Pilze im Rasen

Pilze im Rasen treten dann auf, wenn der Boden nährstoffarm ist, die Rasenflächen stark verfilzt sind oder wenn der Boden zu feucht ist. Meist hat sich entweder durch die Witterung oder zu starkes Gießen Staunässe gebildet, die dann bei warmen Temperaturen ideale Bedingungen für die Pilze bietet. Das Problem können Sie übrigens auch bei Rollrasen bekommen. Meist ist dieses Problem dabei auf den hohen Anteil an organischem Material im Rollrasensubstrat zurückzuführen.

Das sollten Sie niemals gegen die Pilze unternehmen

Ein großer Fehler, den viele begehen, ist es, die Pilze beim Mähen stehen zu lassen oder sie mit dem Rasenmäher zu bearbeiten. Das sollten Sie tunlichst vermeiden, denn dadurch verteilen Sie die Sporen großflächig und die Pilze breiten sich nur noch mehr aus. Sie sollten deswegen die Fruchtkörper vor dem Mähen entfernen.

So werden Sie die Pilze wieder los

Rasen aerifizieren:

Damit sich auf dem Rasen nicht weiter Staunässe bildet, ist es ratsam den Rasen zu belüften, sprich also ihn zu aerifizieren. Nutzen Sie dazu am besten ein spezielles Aerifiziergerät. Dabei handelt es sich um ein Gerät, das Stacheln an der Unterseite besitzt und damit den Boden durchlöchert. Alternativ dazu können Sie auch auf Rasenlüfterschuhe zurückgreifen, die Sohlen mit Stacheln besitzen. Damit müssen Sie dann einfach nur über den Rasen gehen. Mehr über sämtliche Aerifiziergeräte erfahren Sie hier. Der beste Zeitpunkt für das Aerifizieren ist übrigens das Frühjahr zwischen März und Mai oder der Herbst zwischen September und Oktober.

Rasen vertikutieren:

Es kann auch nicht schaden, wenn Sie den Rasen einmal im Jahr im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis Oktober) vertikutieren. Das klappt am besten mit einem elektrischen Vertikutierer, dem Sie sich in jedem Bau- und Gartencenter ausleihen können. Dieses Gerät besitzt Messer, die beim Vertikutieren senkrecht in den Boden eindringen und den Boden auflockern. Wie Sie beim Vertikutieren richtig vorgehen, erfahren Sie hier.

Rasen düngen:

Pilze im Rasen können auch ein Anzeichen für einen Nährstoffmangel sein. Es kann also nicht schaden, den Rasen mit einem Langzeitdünger zu behandeln, der stickstoffbetont ist. Empfehlenswert ist z.B. Compo Rasendünger mit Langzeitwirkung (z.B. hier erhältlich). Er ist für Spiel-, Sport- und Zierrasenflächen geeignet und sorgt mit seiner Langzeitwirkung für einen dichten, sattgrünen Rasen, der Moos und Unkraut trotzt.

Rasen kalken:

Auf saurem Boden gedeihen die Pilze besonders gut. Um dies zu verhindern, ist es ratsam den Boden zu kalken, denn Kalk hebt den pH-Wert des Bodens. Wie viel Sie kalken müssen, verrät Ihnen ein so genannter Bodentest (hier eine Anleitung dazu). Bei leichten, sandigen Böden müssen Sie nur wenig kalken. Bei einem leichten Boden mit einem pH-Wert von unter 5,5 genügen 150 Gramm pro Quadratmeter. Bei lehmigen Böden sollten es schon 300 Gramm pro Quadratmeter sein. Hat der Boden einen pH-Wert über 6,9 brauchen Sie gar nicht kalken.


Foto1: © T.Kai - Fotolia.com

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