Die Platane erfreut sich bei uns großer Beliebtheit. Wer in seinem Garten viel Platz zur Verfügung hat, dann sich den pflegeleichten Baum nach Hause holen.
Platanen (Platanus hispanica) gehören zu den bei vielen Menschen sehr beliebten Bäumen, die einfach zu pflegen sind und sich als unkomplizierte Gesellen im eigenen Garten erweisen. Die beliebten Bäume, die man oft auch im Park, am Waldrand oder am Straßenrand vorfinden kann, zählen dabei zu den älteren Baumarten dieser Erde. Denn schon vor tausenden vor Jahren kamen sie vor. Was den sogenannten Platanus Baum ausmacht, wie man diesen richtig pflanzt und was seine Vorlieben bezüglich des Standorts ist, möchten wir Ihnen nachfolgend näherbringen.
Inhalte
Pflanzensteckbrief
| Platane (Platanus hispanica) | |
|---|---|
| Wuchsgeschwindigkeit: | 45 – 60 cm im Jahr |
| Wuchshöhe: | Bis zu 35 Meter |
| Wuchsbreite: | 15 – 20 Meter |
| Wurzelsystem: | Herzwurzler (wurzelt tief und weitläufig) |
| Standort: | Sonne bis Schatten |
| Boden: | durchlässig, tiefgründig, nährstoffhaltig, sandig-lehmig, schwach sauer bis alkalisch, frisch bis feucht |
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Tipp: Herzwurzler wie die Platane benötigen ausreichend Platz, um ihre Wurzeln tief und weit auszubreiten, ohne Mauern oder Leitungen zu gefährden.

Bei der Platane handelt es sich um einen Laubbaum, der zu den ältesten Baumarten gehört. Das bis zu 35 Meter hoch wachsende Bäumchen ist nicht nur unkompliziert und pflegeleicht, sondern auch für ihre fast ahornförmigen Blätter bekannt – weshalb sie oft auch in Parks und Grünflächen angepflanzt werden. Charakteristisch ist für die Platane unter anderem, dass sie im Herbst neben dem zahlreichen Laub auch noch Teile ihrer Borke abwirft, was für den Gärtner oder auch in der Nähe von Gehwegen sehr ärgerlich werden kann. Ansonsten gilt der winterharte Baum aber als lohnenswerte Anschaffung, denn er spendet in den richtigen Jahreszeiten viel Schatten und ist obendrein auch als Dachplatane im Garten schön anzusehen.
Im Gegenzug benötigt der Laubbaum viel Platz für sich und Möglichkeit, sich tief verwurzeln zu können. Eine häufig bei Platanen vorkommende Krankheit ist die Blattbräune, die das Laub unschön braun färbt, obwohl es bislang nicht Herbst wird. Das Laub sieht dabei fast schon verbrannt aus. Aber wie wird eine Platane nun richtig gepflanzt? Und was ist im Hinblick auf Bedürfnisse zu beachten?
Vorteile und Nachteile der Platane im eigenen Garten
Vorteile der Platane:
- sehr unkomplizierter Baum, der als pflegeleicht gilt
- Winterhart und widerstandsfähig gegen Luftverschmutzung
- hat ahornförmige Blätter und sieht dadurch bezüglich der Krone auch wegen des üppigen Wachstums sehr ansprechend aus
- wächst bis zu 35 Meter hoch
- hübsche Borke und kugelige Früchte über die kalte Jahreszeit
- verwurzelt tief und ist damit standfest
- auch als Dachplatane ein natürlicher Schattenspender
- ist bekannt dafür, eine sehr alte Baumart zu sein, die schon in der Jungsteinzeit vorkam
Nachteile der Platane:
- benötigt sehr viel Platz zum Ausbreiten
- wegen der Wurzeln dürfen keine Mauern, Gehwege, Rohre oder Leitungen in der Nähe sein
- wirft nicht nur Laub ab, sondern auch Borke in Teilen
Hinweis: Das abfallende Laub und die Borke können im Komposter recycelt werden.
Idealer Standort für die Platane
Da es sich um einen sehr groß wachsenden Laubbaum handelt, bedarf es bei der Platane eines geräumigen Standorts mit ausreichend Platz. Weil die Platane gerne sehr tief verwurzelt, muss der Standort nicht nur tiefe Erde bieten können, die nicht zu locker ist, sondern auch frei von Gehwegen, Mauern und Terrassen oder Gewächshäusern sein. Man sollte sich den Platanus Baum also nur anschaffen, wenn auch wirklich genug Platz dafür ist. Weil der Baum bis zu 35 Meter hoch wird und sich mit seiner Krone gerne üppig ausbreitet, passt er letztlich in die meisten Gärten nicht hinein.
Wer allerdings mit einem großen Grundstück aufwarten kann, wird sich des Baumes sicher erfreuen. Weil die Platane auch sehr kräftig verwurzelt und dabei tief vordringt, sollten keine Leitungen aller Art unter ihr verlaufen – auch dies gilt es bei der Wahl des Standortes zu bedenken. Die Pflanze selbst wünscht sich viel Sonnenlicht und benötigt daher einen lichtdurchfluteten Standort. Steht nur Halbschatten mit etwas Sonne zur Verfügung, akzeptiert der Baum dies in der Regel. Vollkommener Schatten hingegen kann durchaus das Wachstum beeinträchtigen.
Boden – tief und humushaltig
Wie bereits erwähnt, verwurzelt der Platanus Laubbaum sehr tief und auch weitflächig. Das bedeutet einerseits, dass er nicht so leicht umzustoßen ist, was bei Stürmen und Unwettern einen klaren Vorteil darstellt. Andererseits ist aber auch damit zu rechnen, dass die Wurzeln viel Platz in der Tiefe benötigen und Dinge in ihrer Nähe beschädigen könnten. Der Boden muss also möglichst nicht zu locker ausfallen sowie ein tiefgründiges Erdreich bieten, damit der Baum stabil einwachsen kann. Sandig-lehmige Böden mit guter Durchlässigkeit bieten ideale Voraussetzungen.
Boden-Tipps:
- Bei sehr lehmigen Böden: Sand oder Kies untermischen, um die Durchlässigkeit zu verbessern.
- Bei sandigen Böden: Kompost oder Lehm einarbeiten, um die Nährstoffdichte zu erhöhen.
Pflanzanleitung

Ist ein optimaler und großzügiger Platz für die Platane in den eigenen Gefilden gesichert, kann es an das Pflanzen gehen – den ersten Schritt des gemeinsamen Weges mit dem ansehnlichen Laubbaum. Dieser will natürlich den bestmöglichen Start liefern und sollte daher den Bedürfnissen der Pflanze entgegenkommen. Wie also geht man vor?
❀ Idealer Zeitpunkt
Pflanzen sollte man die Platane bestenfalls im Frühjahr, damit der Jungbaum noch das ganze Jahr daran arbeiten kann, seine Wurzeln in den Boden zu schlagen. Dies stellt sicher, dass er im Winter schon allein gegen Frost und Kälte ankommen kann und die weiteren Jahre fortbesteht.
❀ Pflanzloch ausheben
Zuerst gilt es – natürlich neben dem Kauf einer jungen Platane – ein passendes Pflanzloch am perfekten Standort auszuheben. An dem sonnigen und großflächigen Standort sollte man das Pflanzloch dreimal oder besser viermal so groß ausheben, wie der Wurzelballen des Jungbaumes selbst ist. Auch die Tiefe des Loches muss mindestens der dreifachen Tiefe des Wurzelballens entsprechen. Das bedeutet, dem Gärtner steht in dieser Hinsicht eine Menge Arbeit bevor. Deshalb lohnt es sich definitiv, eine helfende Hand von Freunden oder Verwandten einzufordern.
❀ Boden vorbereiten
Nun sollten der Boden des Loches und auch dessen Seiten etwas aufgelockert, aber nicht zu durchlässig gemacht werden. Dabei lässt sich Kompost in das Loch einarbeiten, indem man die aufgelockerte Erde und Kompost mischt. Dieser Schritt sorgt dafür, dass der junge Baum wegen der vielen Nährstoffe besser anwachsen kann und bis zum Winter ausreichend Stärke sammelt, um die kalten Temperaturen zu überleben. Auch eine kleine Menge an Kieselsteinen kann auf dieselbe Weise in das Pflanzloch gegeben werden.
❀ Platane einpflanzen
Jetzt ist es an der Zeit, die junge Platane in das Pflanzloch einzusetzen und dieses so lange mit der ausgehobenen Erde zu befüllen, bis alle Wurzeln vollständig bedeckt sind. Die Erde wird dann leicht festgetreten, um mit dem Gießen zu beginnen. Es sollte genug Wasser hinzugegeben werden, um den Wurzeln der Platane viel Feuchtigkeit zu liefern. Weil junge Wurzeln in der ersten Zeit noch nicht selbstständig Feuchtigkeit aus dem Boden ziehen können, ist das regelmäßige Gießen in den ersten Wochen des Anwachsens nicht zu vernachlässigen.
Fazit
Wie man sieht, ist das Pflanzen einer Platane keine Wissenschaft für sich. Der Vorgang selbst ist sehr einfach vorzunehmen. Da ist das Auffinden des richtigen Standortes und Bodens oftmals etwas schwieriger.
Wer also an dem ansehnlichen Baum mit ahornförmigen Blättern interessiert ist, braucht keinesfalls vor der Anschaffung und dem Einpflanzen des Baumes zurückzuschrecken: In den meisten Fällen ist beides von Erfolg gekrönt, sodass man Jahr für Jahr eine höher gewachsene Platane erhält, die sich ausbreitet und dabei Schatten spendet. In den Jahren nach dem Pflanzen stellt sie außerdem kaum Ansprüche. Ein langlebiger Begleiter, der Generationen überdauern kann. Was will man mehr?






