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Platterbse pflegen – Tipps für Blüte und Früchte

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Platterbsen sind wunderschöne Stauden und auch Kletterpflanzen, deren Pflege relativ einfach ist. Besondere Aufmerksamkeit gilt allerdings den Keimlingen.

Platterbse pflegen
© MEISTERFOTO – Fotolia.com

Bei der Platterbse (Lathyrus vernus) handelt es sich um eine Kletterpflanze, die im späten Sommer Hülsenfrüchte ausbildet und deren Schoten und Samen essbar sind. Die beliebten Erbsenschoten sind aber nicht der einzige Mehrwert, den die Platterbse mit sich bringt. Auch die Triebe und die Blüten der Pflanze können bedenkenlos verzehrt werden und erinnern dabei geschmacklich an junge, süßlich schmeckende Erbsen. Damit viele Erbsen geerntet werden können und die Platterbse an sich gut gedeiht, ist aber eine gewisse Pflege von Vorteil.

Wann und wie wird eine Platterbse gepflanzt?

Da es sich bei den meisten Platterbsen um einjährige Pflanzen handelt, muss man diese jährlich neu ansetzen, um im späten Sommer Erbsen ernten und verzehren zu können. Läuft dies im Kübel ab, kann man mit dem Pflanzen durch Aussaat der Samen schon im Frühling beginnen und das Ganze dabei im Freien verüben. Möchte man schon vorher, also im Winter mit dem Pflanzen beginnen, sollte ein Frühbeetkasten verwendet werden, um die Keimlinge heranzuziehen. Im Sommer wachsen beide Keimarten im Freien weiter und werden mit Rankhilfen versorgt, damit diese an Höhe und Fülle gewinnen und im späten Sommer Früchte tragen.

Vorsicht ist allerdings auch beim Verzehr der Platterbsen-Früchte geboten, denn durch einen gewissen Wirkstoff wirken diese leicht giftig, sodass sie gesundheitliche Beschwerden hervorrufen können. Dies ist allerdings nur der Fall, wenn man die Platterbsen in großen Mengen zu sich nimmt und das häufiger. Dann muss man mit Erbrechen, Bauchschmerzen und sogar Krämpfen und anderen Nebenwirkungen rechnen.

Platterbse bewässern

Handelt es sich noch um gerade erst aufgegangene Keimlinge, müssen diese immer leicht feucht, aber nicht zu nass gehalten werden. Zu viel Feuchtigkeit kann nämlich zu Pilzen führen, die die Pflanze wiederum schädigen und am weiteren Wachstum hindern. Wird die obere Erdschicht leicht trocken, ist der beste Zeitpunkt, die Platterbsenkeimlinge mäßig erneut zu bewässern. Ein sonniger, aber nicht zu heißer Standort ist dabei wichtig für die Platterbse – dieser sollte auch luftig sein, damit die Feuchtigkeit stets entweichen kann und die Platterbse nicht faulen oder von Pilzen geschädigt wird. Sind die Keimlinge oder Jungpflanzen bereits in das Gartenbeet gepflanzt und haben sie eine Rankhilfe erhalten, ist ebenfalls mäßig zu bewässern – und das nur, wenn die Erdschicht etwas angetrocknet ist. An sehr trockenen Tagen ist natürlich mit etwas mehr Wasser dem Austrocknen vorzubeugen.

Benötigt die Platterbse Dünger?

In der Regel benötigt die Platterbse keinen Dünger, den man im Gartencenter kaufen kann – in dieser Hinsicht kann man sich also ruhig den ein oder anderen Euro sparen. Für die notwendigen Nährstoffe beim Anwachsen der Keimlinge sorgen die Nährstoffe in der Pflanzerde, beim Aussetzen in den Garten kann man allerdings – wenn man möchte – zum Pflanzen den Boden auflockern und mit ein wenig Kompost anreichern. Dieser verhilft der Platterbse zu einem guten Start im Freien, ist aber im Grunde genommen nicht notwendig. Besonders, wenn die Pflanze bereits Blüten ausbildet oder gar schon Früchte trägt, ist Dünger und Kompost kein Muss mehr.

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Platterbse überwintern

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei vielen Platterbsen Sorten um einjährige Pflanzen, die nach dem Tragen der Früchte spätestens zum Ende des Herbstes hin, vergehen. Man muss sich hier also nicht um das Überwintern der Pflanze kümmern. Handelt es sich bei den gekauften und ausgesetzten Samen allerdings um mehrjährige Pflanzen, können diese beim Überwintern unterstützt werden. Die Triebe verkümmern in diesem Fall meistens, wenn sich das Jahr dem Winter zu neigt – die Wurzeln bleiben aber erhalten, um im nächsten Frühling neue Triebe auszubilden. Daher kann man den Boden über den Wurzeln der mehrjährigen Platterbse mit viel Laub oder Reisig bedecken, um den Wurzeln etwas leicht Wärmendes gegen Frost und Minustemperaturen zu liefern.

Muss man Platterbsen schneiden?

Die Platterbse muss definitiv nicht geschnitten werden. Allerdings kann Sie ihre Spitzen beim Wachsen etwas zurückschneiden, um dafür zu sorgen, dass sie dichter wächst und mehr Fülle durch neue Triebe erlangt. Dies verhilft in der Regel auch zu einer reicheren Ernte der Schoten und Erbsen, welche nicht nur als Beilage bei Gerichten verwendet werden, sondern oft auch der Fütterung von Vieh dienen oder im Falle der Samen zu Mehl verarbeitet werden können. Handelt es sich bei der gekauften Platterbse um eine mehrjährige Pflanze, kann diese nach dem Vergehen der Triebe – im späten Herbst – ebenfalls beschnitten werden, um der Pflanze im nächsten Frühjahr dabei zu helfen, neu auszutreiben und schneller anzuwachsen.

Platterbsenpflege: Vorteile und Nachteile

VorteileNachteile
  • muss nicht gedüngt werden
  • liebt einen sonnigen und luftigen Standort
  • kein großer Aufwand bei der Pflege
  • Triebe, Blüten und Früchte mitsamt der Schoten können verzehrt werden
  • pflanzen der Samen ist sehr einfach, auch eine Vermehrung über diese ist kinderleicht zu bewerkstelligen
  • können in großen Mengen verzehrt gesundheitsschädlich sein
  • die meisten Sorten sind einjährig

Foto1: © MEISTERFOTO - Fotolia.com

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