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Saft selber machen – 3 Möglichkeiten vorgestellt

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Frisches Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten schmeckt einfach am besten. Warum daraus also nicht auch mal Saft selber machen? Hier 3 Möglichkeiten dazu vorgestellt.

Stellen Sie doch mal Ihren eigenen Saft her
Stellen Sie doch mal Ihren eigenen Saft her

Manchmal ist die Ernte so ergiebig, dass es sich rentiert, eigenen Saft herzustellen. Und das hat einen ganz großen Vorteil gegenüber gekauften Produkten: da der Saft bei der eigenen Herstellung nämlich naturbelassen bleibt, ist er somit auch viel reicher an Vitaminen. Sie müssen dabei auch nicht einmal nur Obstsäfte herstellen. Auch aus vielen Gemüsesorten wie z.B. Tomaten lassen sich lecker Säfte herstellen.

Geeignete Fruchtauswahl/Gemüseauswahl

Zur Herstellung von Säften können Sie im Prinzip alles nehmen, was Ihr Garten hergibt. Besonders eignen sich aber nahezu alle Beerenfrüchte (Johannisbeeren, Erdbeeren, Brombeeren, etc.), Trauben, Birnen, Äpfel, Kirschen und Zwetschgen. Und wie bereits erwähnt auch fruchtige Tomaten, sowie auch rote Beete und Karotten. Fruchtsaftkombinationen aus z.B. Apfel-Kirsch, Apfel-Birne, eine Waldfruchtmischung, etc. gewährleisten dabei sogar ein ganz besonderes Geschmackserlebnis.

Um aus den Früchten bzw. dem Gemüse dann auch Saft herstellen zu können, müssen Sie dieses zuerst ernten und gut säubern (waschen). Anschließend können Sie schon mit der eigentlichen Saftherstellung beginnen. Die nachfolgenden Möglichkeiten zeigen, wie Sie das machen können.

3 Möglichkeiten zur Saftherstellung vorgestellt

Möglichkeit 1 – Hausmosterei:

Im Fachhandel werden inzwischen komfortable Kompaktgeräte angeboten, welche die Einrichtung einer eigenen Hausmosterei mit kleinem Platzbedarf problemlos gewährleisten. Standardisierte Hausgeräte ermöglichen dabei sogar ein Obstsaftpressen von bis zu 70 Litern in der Stunde. Der Anschaffungspreis solcher Geräte liegt im Durchschnitt allerdings zwischen circa 1.000 bis 2.000 Euro. Die Hausmosterei verarbeitet das Obst dann allerdings auch in wenigen Arbeitsschritten zu leckerem Saft.

Und so funktioniert’s:

  1. Gewaschenes Kernobst wird mit einer Obstschneidemühle zerkleinert, Beerenfrüchte können direkt verarbeitet werden.
  2. Die zerkleinerten Obststücke (die so genannte Maische) werden mit einer automatisierten Hydropresse, die innenseitig mit einem Filter versehen ist, optimal ausgepresst.
  3. Der gepresste Saft wird dabei sofort in entsprechende Gefäße aus Edelstahl oder Kunststoff (alternativ können auch Holzfässer, sterilisierte Flaschen oder spezielle Kartonboxen verwendet werden) gefüllt. In vielen dieser Spezialgefäße können Sie den Saft dann auch über mehrere Wochen aufbewahren.

Tipp:

Aus den frischen Obstsäften können Sie anschließend sogar alkoholisierten Obstmost (Voraussetzung bildet ein Gärungsprozess) sowie verschiedene Obstliköre herstellen. Das sind doch tolle selbstgemachte Geschenke aus dem Garten, oder?

Möglichkeit 2 – Entsafter:

Für die Herstellung von nur wenigen Gläsern Saft, die zum sofortigen Verzehr geeignet sein sollen, genügt die Anschaffung eines elektrischen Entsafters in Form eines leistungsstarken Haushaltsgerätes vollkommen aus. Mit solch einem Entsaftergerät können Sie aber immer nur ein paar wenige Früchte pressen und zu Saft verarbeiten – durchschnittlich nur bis zu 1,5 Liter pro Pressvorgang. Für größere Erntemengen ist diese Anschaffung also weniger gut geeignet.

➤ Tipp:

Teilweise werden diese kleinen Saftpressen als Zubehör zu einer herkömmlichen Küchenmaschine angeboten und es lassen sich mit diesen Geräten zugleich auch leckere Smoothies herstellen.

Möglichkeit 3 – Große Obstpressen:

Viele gewerbliche Obstsaftfabriken und auch einige Gartenbauvereine, die in Besitz einer großen Obstpresse sind, bieten Gärtnern auch die Möglichkeit an, ihre Ernteerträge gegen kleinere Unkostenbeiträge zu Obstsaft verarbeiten zu lassen. Allerdings ist bei Nutzung großer Saftpressen nicht immer gewährleistet, dass Sie auch wieder einhundertprozentig den Saft aus Ihren eigenen Gartenfrüchten erhalten. Wenngleich die Qualität in der Regel genauso gut ist, wie bei der eigenen Obstsaftherstellung.


Foto1: © cut - Fotolia.com

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