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Skimmia umpflanzen – Wichtige Hinweise zu Standort, Zeitpunkt und Boden

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Unter den richtigen Voraussetzungen kann die Skimmie an einen neuen Standort umgesiedelt werden. Wie einfach sich das durchführen lässt, ist vor allem vom Alter der Pflanze abhängig.

Skimmia umpflanzen - Tipps zu Standort, Zeitpunkt und Boden
© beppenob – Fotolia.com

Die Skimmie oder Skimmia Japonica ist ein immergrüner Strauch mit ledrigen, dunkelgrünen Blättern und wunderschönen Blüten. Sie ist eigentlich die perfekte Pflanze für die Winterzeit, um dem grauen Alltag ein wenig Farbe einzuhauchen. Die leuchtend roten Beeren sind ein wahrer Hingucker, aber auch die rosafarbenen Blütenstände, die bereits im Spätsommer die Pflanze schmücken, sehen zauberhaft aus.

Wer einmal den richtigen Standort für die Pflanze gefunden hat, hat mit der Skimmie kaum Aufwand. Sollte die Pflanze dennoch einmal umgesetzt werden, können Sie das im Alter von vier bis fünf Jahren durchführen. Danach ist es schwieriger. Mit einer sorgfältigen Vorbereitung und zum richtigen Zeitpunkt sind aber auch ältere Skimmien noch für den Umzug geeignet. Wir sagen Ihnen worauf es ankommt.

Standort und Boden

Der Strauch steht gern frei und luftig, ein mäßig sonniger bis halbschattiger Platz ist ideal. Mit der schönen Optik und den immergrünen Blättern passt die Skimmia gut in den Vorgarten. Wichtig ist ein lockerer, humoser Boden, Bodenverhältnisse wie im Moorbeet sind ebenfalls günstig.

Der richtige Zeitpunkt

Wenn Sie Ihre Skimmia umpflanzen wollen, ist weniger die Größe entscheidend als die bisherige Lebensdauer. Jüngere Sträucher verkraften die Übersiedlung sehr gut, wenn der neue Standort passt und der Boden geeignet ist. Während der Winterruhe können Sie den Strauch problemlos ausgraben und wieder einsetzen. Wählen Sie dazu einen trockenen, frostfreien Tag im Spätherbst oder im Vorfrühling. Graben Sie das Gewächs großräumig aus und achten Sie dabei besonders auf die Wurzeln. Am neuen Platz setzen Sie die Skimmia wieder ein.

Damit der Boden am neuen Standort optimal ist, sollten Sie auf eine lockere, durchlässige und humose Erde achten. Die Qualität können Sie mit Moorbeet- oder Rhododendronerde verbessern. Günstig sind auch Torf, Granitmehl und Kompost. Das Pflanzloch muss mindestens wurzeltief sein. Auch wenn Sie die Skimmia sehr vorsichtig ausgegraben haben, leiden meistens die Wurzeln. Schneiden Sie den Strauch vor oder nach dem Umpflanzen kräftig zurück, damit die Pflanze genug Energie hat, um neue Wurzeln zu bilden.

Ältere Pflanzen auf den Umzug vorbereiten

Skimmien, die schon länger als fünf Jahre am selben Standort stehen, brauchen eine spezielle Vorbereitung. Schneiden Sie den Strauch zunächst um etwa ein Drittel zurück, am besten zu Herbstbeginn. Das ist sowieso wichtig, weil ältere Sträucher gern verkahlen. Direkt in Stammnähe haben ältere Skimmien nur noch wenige feine Haarwurzeln. Genau diese Wurzeln sind aber für das Anwachsen am neuen Platz wichtig. Ein Gärtnertrick hilft, damit der Strauch neue Wurzeln bildet – und zwar vor dem Umpflanzen.

Heben Sie dafür rund um die Pflanze im Winter oder Vorfrühling einen Graben aus. Der Graben soll etwas kleiner als der Wurzelballen sein. Füllen Sie dann den Graben mit lockerer Erde auf. Der Grund: Sie kappen damit die alten Wurzeln, die Pflanze wird angeregt, viele neue Wurzeln zu bilden. Die tieferen Wurzeln der Skimmia reichen aus, um die Pflanze zu versorgen. In der nächsten Winterruhephase können Sie die Skimmia umpflanzen.


Foto1: © beppenob - Fotolia.com

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