Sie sind so klein, aber können an Kokospalmen einen riesigen Schaden anrichten. Gemeint sind Spinnmilben. Wir verraten Ihnen aber, wie Sie diese wieder loswerden.

Kokospalmen sind in ihrer natürlichen Umgebung wenig anfällig und robust. Allerdings herrschen hierzulande nicht die klimatischen Gegebenheiten, welche die Palmen benötigen, sodass sie bei ungünstigen Bedingungen schnell krank werden oder unter einem Schädlingsbefall leiden. So treten bei einer Kokospalme insbesondere häufig Spinnmilben auf.

Was sind die ersten Anzeichen eines Spinnmilbenbefalls an Kokospalmen?

Die ersten Anzeichen eines Befalls sind oft feine, weiße oder gelbliche Punkte auf den Blättern, die den Bissen der Spinnmilben darstellen. Mit der Zeit können die Blätter eine bräunliche Verfärbung annehmen und trocken wirken. Ein deutliches Zeichen sind auch feine Spinnweben, besonders auf der Unterseite der Blätter.

Was begünstigt Spinnmilben auf der Kokospalme?

Das Problem an der ganzen Sache ist die geringe Luftfeuchtigkeit, die in unseren Wohnungen herrscht. Sie ist der Auslöser dafür, dass sich Spinnmilben auf den Kokospalmen breit machen. Kommt dann im Herbst bzw. Winter auch noch die trockene Heizungsluft dazu, dann können Sie fast schon zuschauen, wie sich die Spinnmilben ausbreiten und die Blätter der Kokospalme braun werden. Dann heißt es allerdings schnell handeln, um die Pflanze zu retten.

So verschwinden Spinnmilben wieder

➡️ Bekämpfungsmaßnahme gegen Spinnmilben – Kokospalme abduschen

Spinnmilben kommen, wie zuvor erwähnt, bei einer zu trockenen Luft auf. Um die ungeliebten „Gäste“ zu verscheuchen, hilft es also, wenn Sie die Kokospalme regelmäßig mit Wasser besprühen oder abduschen.

Abduschmethode – Gehen Sie am besten so vor:

  1. Nehmen Sie eine Plastiktüte und stülpen Sie diese von unten über den Blumentopf. Die Plastiktüte anschließend oben zubinden.
  2. Stellen Sie die Pflanze dann in die Badewanne oder in die Dusche und brausen Sie die Kokospalme sorgfältig ab.
  3. Dann eine durchsichtige Plastiktüte von oben über die Kokospalme stülpen und die Pflanze so eine ganze Woche lang stehen lassen.

Tipp: Der Topf sollte an einem Ort stehen, wo die Pflanze die notwendige Lichtmenge erhält, ohne jedoch direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt zu sein. Direktes Sonnenlicht kann unter der Plastiktüte zu einem Treibhauseffekt führen und die Pflanze schädigen.

Vorteil der Methode

Die Methode mit der Plastiktüte ist recht einfach umzusetzen und zudem effektiv. Da Spinnmilben keine feuchte Luft mögen, werden sie schnell verschwinden. Wenn wir von „verschwinden“ sprechen, meinen wir tatsächlich, dass die Bedingungen unter der Plastiktüte – insbesondere die erhöhte Luftfeuchtigkeit – für die Spinnmilben so unangenehm sind, dass sie nicht überleben können. Sie sterben etwa innerhalb einer Woche ab.

Wichtig dabei ist nur, dass Sie die Kokospalme während dieser Zeit ganz normal mit Wasser versorgen.

➡️ Neem-Produkte zur Bekämpfung von Spinnmilben einsetzen

Sie können die Spinnmilben aber auch mit sogenannten Neem-Produkten chemiefrei bekämpfen. Dabei handelt es sich um Produkte, die aus natürlichen, nachwachsenden Rohstoffen hergestellt sind und gegen saugende und beißende Schädlinge wirken. Einfach nach Herstelleranweisung anwenden und schon verschwinden die Spinnmilben wieder.

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➡️ Raubmilben zur Bekämpfung von Spinnmilben an Kokospalme

Raubmilben (wie Phytoseiulus persimilis) sind ideal geeignet, um Spinnmilben in Innenräumen zu bekämpfen. Sie sind spezialisierte Jäger, die sich ausschließlich von Spinnmilben ernähren und sich bei Temperaturen zwischen 18 und 25 Grad Celsius wohlfühlen und daher ganzjährlich für den Einsatz in der Wohnung geeignet sind. Raubmilben können in spezialisierten Gartencentern oder online gekauft und direkt auf die befallenen Kokospalmen aufgebracht werden. Sie sind harmlos für Menschen und Haustiere und stellen keine Gefahr für die Pflanze selbst dar.

In der Wohnung werden die Raubmilben, ohne die natürliche Zufuhr neuer Spinnmilben, nach erfolgreichem Einsatz gegen die Spinnmilbenpopulation wahrscheinlich nach einiger Zeit natürlich absterben.

➡️ Chemische Pestizide: Eine Option mit Vorsicht genießen

Chemische Pestizide können effektiv sein, sollten aber als letzte Option betrachtet werden, da sie Nebenwirkungen auf die Umwelt und nützliche Insekten haben können. Empfehlen können wir Ihnen z.B. das Naturen Schädlingsfrei (z.B. hier erhältlich). Dabei handelt es sich um ein anwendungsfertiges Spritzmittel mit Rapsöl.

Gartentipp des Tages!

Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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