Tatsoi ist mit Pak Choi verwandt und relativ anspruchslos. Daher kann ihn nahezu jeder im Garten selbst anbauen. Wie es sicher gelingt, erfahren Sie hier.

Tatsoi
Tatsoi ist bei uns relativ unbekannt – © meeboonstudio / stock.adobe.com

Ursprünglich stammt der Tatsoi, der im Lateinischen als „Brassica rapa subsp.“ bezeichnet wird, aus Asien. Er ist mit dem sogenannten Pak Choi, sowie dem Chinakohl verwandt und kann ganz einfach im eigenen Garten herangezogen werden. Als exotisches Gemüse verleiht er verschiedenen Gerichten einen besonderen Geschmack.

Im Gegensatz zum Pak Choi wird der Tatsoi auf dem Markt in Form loser Blätter oder gebündelt verkauft. Besonders leicht zu erkennen ist er an seinen löffelförmigen Blättern, die in einen längeren Stiel münden. Das zur Kreuzblütlerfamilie gehörende Gewächs ist im Garten relativ anspruchslos und kann daher ganz einfach nachgezogen werden.

Kurzer Steckbrief zu Tatsoi

Tatsoi (Brassica rapa subsp.)
Familie: Kreuzblütler (Brassicaceae)
Wuchshöhe: ca. 20 cm
Wuchsform: rosettenartiger Wuchs mit löffelförmigen Blättern
Besonderheiten: wächst je nach Außentemperatur hoch oder flach
Standort: sonnig bis Halbschatten
Boden: durchlässiger Boden, der viele Nährstoffe aufweist, neutraler pH-Wert
Überwinterung: winterhart

Tatsoi-Sorten im Überblick

Trotz seiner relativ unbekannten Existenz hierzulande, ist der Tatsoi in verschiedenen Sorten erhältlich ist. Je nach Sorte variiert die Wachstumsrate oder der Zeitpunkt zur Aussaat ist ein anderer. Daher ist es durchaus wichtig zu wissen, für welche Sorte man sich entscheidet, wenn Tatsoi im Garten herangezogen werden soll. Es gibt die Sorten:

❍ Black Summer:

Er wird im Herbst gepflanzt und kann bis in den Winter hinein geerntet werden. Das Gewächs zeichnet sich vor allem durch seine besonders dunkelgrünen Blätter aus.

❍ Ching-Chang:

Die Pflanze wächst schnell, bleibt aber etwas kleiner. Sie wird idealerweise im Frühjahr ausgesetzt, wo sie am besten gedeihen kann.

❍ Mei Quing Choi:

Eine kleinbleibende Sorte, welche eine hohe Wachstumsrate aufweist und deren Blätter relativ eng beieinander sitzen.

❍ Joi Choi:

Das Gemüse wird mittelgroß und ist sehr widerstandsfähig.

❍ Win-Win:

Diese Sorte wächst relativ groß heran, die Blätter sitzen dicht. Allerdings braucht sie ihre Zeit, bis sie ihre volle Größe erreicht hat.

Für welche Sorte man sich entscheidet, hängt auch ein wenig davon ab, wie hoch die Verfügbarkeit der Samen ist.

Standort und Boden

Wer in seinem Garten Tatsoi anpflanzen möchte, der sollte auf den richtigen Boden achten. Das Gemüse mag es, in einen nährstoffreichen Boden gesetzt zu werden, der einen neutralen pH-Wert aufweist. Zudem ist es wichtig, dass er durchlässig ist. Der Tatsoi mag zwar viel Wasser, aber es sollte nicht zur Staunässe kommen.

Am besten wird er an einen Ort gepflanzt, wo er zwischen drei und fünf Stunden Sonne pro Tag bekommt. Wird er direkt in die Sonne gesetzt, benötigt er mehr Wasser.

Aussaat und Pflege

Tatsoi
Tatsoi wird in der Regel im Frühjahr ausgesetzt – © Светлана Евграфова / stock.adobe.com

Ein guter Tatsoi wird in der Regel im Frühjahr ausgesetzt, wenn die kalten Temperaturen vorbei sind. Im Sommer hingegen sollten keine Samen gesät werden, da diese nicht gut keimen. Im Spätsommer können schließlich erneut Pflanzen eingesetzt werden, die dann im Herbst erntereif sind.

Wichtig ist, dass die Pflanzen genügend Wasser erhalten, damit sie heranwachsen können. Was eine Düngung angeht, hängt diese von der Qualität des Bodens ab. Enthält dieser genügend Nährstoffe, ist eine Düngung nicht erforderlich. Andernfalls ist die Verwendung eines Stickstoffdüngers empfehlenswert.

Wann ist die richtige Erntezeit?

Abhängig ist der richtige Erntezeitpunkt von der jeweiligen Sorte. Kleinere Sorten Tatsoi wachsen innerhalb von 20 bis 25 Tagen heran und seine Blätter besitzen dann eine Länge von etwa fünf Zentimetern. Größere Sorten benötigen 40 bis 50 Tage, bis sie voll ausgewachsen sind und geerntet werden können.

Damit die Pflanze wieder sprießt, ist es wichtig, die Blätter etwa einen Zentimeter hinter dem Blattrand abzuschneiden. Die neuen Blätter wachsen kleiner nach, sind aber noch immer schmackhaft. Ein Tatsoi kann bei guter Pflege und Ernte bis zu zwei Jahre lang nachwachsen.

Gartentipp des Tages!

Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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