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Tinktur aus Rotem Sonnenhut selber machen – Schritt für Schritt Anleitung

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Ob Husten, Herpes oder ein Abszess – mit einer Tinktur aus Rotem Sonnenhut bekommen Sie fast alles bekämpft. Hier deshalb eine Anleitung zur Herstellung der Tinktur.

Sonnenhut-Tinktur
Sonnenhut-Tinktur

Schon die Indianer kannten die Heilwirkung des Roten Sonnenhutes (auch als Echinacea bekannt) und nutzten die Pflanze als Medizin. Nun entdecken aber auch immer mehr Hobbygärtner diese bis zu zwei Meter hohe Staude für sich und bauen den Roten Sonnenhut selbst im Garten an (Lesetipp: Roter Sonnenhut – Anbau und Pflege). Und das aus einem ganz einfach Grund: der Rote Sonnenhut ist nämlich nicht nur besonders attraktiv, aus der Heilpflanze lässt sich auch ganz einfach eine sehr wirksame Tinktur herstellen.

Die Wirkung von Echinacea

In der Apotheke bekommen Sie entweder die Tinktur oder Tabletten zu kaufen. Für die innerliche Anwendung eignet sich beides, zur äußeren Anwendung wird die verdünnte Tinktur verwendet. Für die äußerliche Anwendung werden außerdem auch Echinacea-Salben angeboten. Aber Achtung: Die Heilpflanze hat eine sehr hohe Wirksamkeit, deshalb sollten Sie die Präparate nicht dauerhaft anwenden und die Dosierung auch mit einem Arzt oder Heilpraktiker besprechen.

In erster Linie hat der Rote Sonnenhut einen Einfluss auf das Immunsystem. Sie können Echinacea also vorbeugend zur Stärkung der Abwehrkräfte einnehmen, denn die Wirkstoffe hemmen sowohl Viren als auch Bakterien. Sind Sie bereits erkrankt, so fördert der Rote Sonnenhut die Bildung von Abwehrstoffen. Aber Achtung: Nehmen Sie Echinacea zur Stärkung des Immunsystems ein, so sollte die Einnahmedauer acht Wochen nicht überschreiten, sonst könnte eine gegenteilige Wirkung einsetzen.

Äußerlich können Sie die Präparate übrigens bei Herpes, Abszessen oder Furunkeln anwenden.

Anleitung zur Herstellung einer Echinacea-Tinktur

Die Tinktur ist die ideale Darreichungsform des Roten Sonnenhutes, denn Sie können sie sowohl innerlich als auch äußerlich anwenden. Für die Herstellung der Tinktur können Sie entweder den Wurzelstock verwenden oder das Kraut. Haben Sie keine eigene Pflanze im Garten, bekommen Sie das Kraut manchmal auch beim Kräuterhändler zu kaufen. Von der fertigen Tinktur können Sie dann bis zu dreimal am Tag zwischen 10 und 50 Tropfen einnehmen. Sollte die Tinktur pur zu konzentriert sein, können Sie sie auch mit ein wenig Wasser verdünnen.

➥ Schritt 1:

Um eine Tinktur aus der frischen Pflanze herzustellen, sollten Sie zwischen Juli und September die Stängel von der blühenden Pflanze sammeln. Wichtig: die Pflanze muss mindestens zwei Jahre alt sein. Zudem sollten Sie auch nur gesunde, kräftige Pflanzenteile ohne braune Stellen verwenden.

➥ Schritt 2:

Von den Blütenköpfen müssen Sie die Strahlenblüten behutsam abzupfen und anschließend die Köpfe zerteilen. Nachdem Sie die Körbchenblüten abgestreift haben, den Blütenboden in dünne Scheiben schneiden. Die Blätter des Sonnenhutes anschließend mit einer Schere in Streifen schneiden, die Stängel längs halbieren und dann quer in kleine Stücke schneiden.

➥ Schritt 3:

Alle Pflanzenteile nun in einen Behälter mit Schraubdeckel geben und dann so viel Alkohol (Alkohol mit mindestens 50 Prozent wie z.B. Wodka, Korn, Weingeist) dazugeben, bis alles damit bedeckt ist.

➥ Schritt 4:

Nach dem Verschließen sollten Sie die Mischung mindestens vier Wochen im Halbschatten ziehen lassen. Es sollte also teilweise etwas Sonne an den Behälter kommen. Zwischendurch sollten Sie das Glas auch immer mal wieder gut schütteln, damit sich alles schön miteinander verbindet.

➥ Schritt 5:

Nach einigen Wochen müssen Sie die Flüssigkeit dann abseihen und die fertige Tinktur in eine braune Glasflasche füllen, damit sie lichtgeschützt ist. Anschließend die Flasche mit Inhalt und Datum beschriften und an einem dunklen, kühlen Platz aufbewahren.


Foto1: © DoraZett - Fotolia.com

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