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Tomaten ernten: Tipps zum richtigen Zeitpunkt

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Wer das erste Mal Tomaten anbaut, ist vielleicht noch etwas unsicher, was die Ernte angeht. Alles was Sie dazu wissen müssen, haben wir für Sie zusammengefasst.

Tomaten ernten
© pilipphoto / stock.adobe.com

Es heißt, dass Tomaten erst in rotem Zustand geerntet werden sollten. Die Ernte ist jedoch auch von anderen Faktoren abhängig, wie unsere Tipps und nachfolgenden Ratschläge zeigen.

Von welchen Kriterien ist die Tomatenernte abhängig?

Der optimale Zeitpunkt der Tomatenernte hängt in erster Linie stark von der jeweiligen Sorte ab. Da es heutzutage nicht mehr nur rote Tomaten, sondern auch grüne, gelbe und getigerte Varianten gibt, ist der Grundsatz, man solle sie nur in rotem Zustand ernten, überholt.

Gerade, wenn eine Tomatensorte zum ersten Mal im eigenen Garten heranwächst, gehört ein gesundes Maß an Intuition als auch eine gute Beobachtungsgabe dazu, um herauszufinden, wann der ideale Zeitpunkt zur Ernte gekommen ist.

Dabei kann man sich an folgenden Eckpunkten orientieren:

  • Rote Tomaten sollten vollständig durchgefärbt sein.
  • Bei gelben, grünen, orangefarbigen und dunklen Tomaten gilt, dass erntereife Früchte bei leichtem Druck auf die Schale leicht nachgeben.
  • Reife Früchte lassen sich ohne große Mühe an der obenauf befindlichen Sollbruchstelle ablösen. Gerade bei grünen Exemplaren ist dies der gängigste Test, um reife Früchte zu erkennen.

Was den richtigen Zeitpunkt im Kalender angeht, lässt sich hierbei keine klare Aussage treffen, da auch dies von der jeweiligen Sorte abhängig ist. Es gibt welche, die bereits im Juli erntereife Früchte tragen. Andere sind hingegen erst im August oder sogar September soweit.

Ausschlaggebend hierfür ist neben der Sorte auch das Maß an Sonneneinstrahlung. Tomatenpflanzen gehören zu den Sonnenanbetern. Je mehr Sonne sie bekommen, desto besser und schneller reifen sie heran.

Spielt die Tageszeit und Erntereihenfolge eine Rolle?

Tomaten ernten - Tageszeit
Die Tageszeit bestimmt das Aroma der Tomaten. – © encierro / stock.adobe.com
Nicht nur die Farbe der Früchte bietet eine gute Orientierung für die Ernte, sondern auch die Tageszeit, sowie die Reihenfolge, in welcher die Früchte von der Pflanze genommen werden.

Erntet man sie beispielsweise am Morgen, besitzen sie eine knackige und frische Beschaffenheit. Der Geschmack ist zu dieser Tageszeit äußerst mild. Am Abend des gleichen Tages hingegen schmecken die Tomaten hocharomatisch und wirken süßlich, insbesondere dann, wenn sie den ganzen Tag von der Sonne beschienen wurden. – Welche Tageszeit man sich hierbei aussucht, ist jedoch eher Geschmackssache.

Was die Reihenfolge der Fruchternte angeht, nehmen Hobbygärtner zunächst die Tomaten ab, welche sich unmittelbar in der Nähe des Stamms befinden. Sie sind meist als erstes reif. Von da aus arbeitet man sich während der Ernte dann immer mehr nach außen vor.

Warum nicht früher ernten?

Solange Tomaten noch grün gefärbt sind, enthalten sie ein giftiges Alkaloid namens Solanin. Dieses bildet sich innerhalb der Tomate mit dem Fortschritt der Reife immer mehr zurück. Daher sollten sie keinesfalls geerntet werden, ohne dass sie bereits ihre sortentypische Farbe angenommen haben.

Tomaten ernten und Haltbarkeit beeinflussen

Tomaten ernten mit Stiel
Bleibt der Stiel bei der Ernte an der Tomate, ist diese länger haltbar. – © Iuliia Metkalova / stock.adobe.com
Ein einfacher Trick ermöglicht eine längere Haltbarkeit der Tomaten. Bei der Ernte belässt man hierzu einfach einen Teil des Stiels an der Frucht. Dieser sollte erst dann entfernt werden, wenn die Tomaten der Verarbeitung zugeführt werden. Auf diese Weise stellt man auch sicher, dass sich kein Solanin mehr in der Tomate befindet, da dieser Stoff  mit steigender Reife in den Stängel wandert.

Übrigens: Die Verwahrung im Kühlschrank ist bei Tomaten nicht empfehlenswert, da sie auf diesem Weg ihr Aroma verlieren. Informationen zur richtigen Lagerung erhalten Sie in unserem Artikel „Tomaten lagern – 8 clevere Tipps„.

Unreife Tomaten vor dem Frost ernten

Die letzten Tomaten der Saison werden am besten vor dem ersten Frost geerntet. Hierbei ist es unerheblich, ob diese noch grün sind, oder nicht. Denn sie können unter bestimmten Voraussetzungen sehr gut nachreifen.

Hierzu lassen sich die folgenden Tricks einsetzen:

Die Tomaten werden zusammen mit einer vollreifen Banane in eine Schale gelegt. Bananen sondern in diesem Stadium Ethylengas aus, welches den Reifungsprozess fördert. Als Alternative für die Banane kann auch ein Apfel verwendet werden.

Grüne Tomaten reifen ebenso nach, wenn man sie in Zeitungspapier einwickelt und an einen warmen Ort legt. Wichtig ist, dass sich die einzelnen Tomaten dabei nicht berühren. Einige Tage später nehmen sie dann die sortentypische Farbe an und sind genießbar.

Eine von der Sonne angestrahlte Fensterbank kann ebenso zweckdienlich sein, um Tomaten nachreifen zu lassen.


Foto1: © pilipphoto / stock.adobe.com, Foto2: © encierro / stock.adobe.com, Foto3: © Iuliia Metkalova / stock.adobe.com

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