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Trauerweide pflegen – Tipps zum Gießen und Schneiden

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Die Trauerweide ist ein imposanter Baum, der recht pflegeleicht ist. Nur ausreichend Platz sollte im Garten vorhanden und einige Hinweise beachtet werden.

Trauerweide pflegen
© olyasolodenko – Fotolia.com
Fällt der Blick auf die imposante Trauerweide, schlagen nicht nur die Herzen von Romantikern höher. Die Gewächse fallen auf Grund ihrer bizarren Gestalt ins Auge. Die Äste unter dem schattigen Blätterdach biegen sich beinahe bis zum Erdboden. Trauerweiden können bis zu 20 Meter hoch wachsen und größere Garten- und Parkanlagen in wahre Idyllen verwandeln, besonders, wenn noch ein Gewässer ins Spiel gebracht wird. Wie Sie die Trauerweide richtig pflegen und zu einem gesunden und kräftigen Baum heranwachsen lassen, können Sie hier nachlesen.

Die Trauerweide richtig gießen

Die Trauerweide liebt es feucht. Der Boden sollte nicht komplett austrocknen – der Baum muss also regelmäßige Wassergaben erhalten. Dabei müssen Sie keine Vorsicht walten lassen. Die Trauerweide zählt zu den wenigen Gewächsen, welche durchaus auch Staunässe vertragen. Daher kann ohne Bedenken ausgiebig eingeschwemmt werden. Besonders junge Bäume brauchen viel Wasser. Über das weiträumige Wurzelgeflecht können sich die Bäume in der Regel ausreichend mit Flüssigkeit versorgen. Bemerken Sie jedoch Blattverfärbungen oder verliert die Trauerweide mitten im Sommer ihre Blätter, signalisiert das Weidengewächs zusätzlichen Wasserbedarf. Das Schleppen der Gießkanne können Sie sich dabei sparen. Bewässern Sie stattdessen ausdauern mit dem Gartenschlauch.

➔ Tipp: Sie können die Trauerweide ruhig eine Stunde lang mit dem Gartenschlauch mit Wasser versorgen, damit sich die Wurzeln ausreichend mit Feuchtigkeit versorgen können.

Die Trauerweide richtig düngen

Eine Düngung mit einem handelsüblichen Volldünger kann nicht empfohlen werden. Meist vertragen die Bäume diese Art der Nährstoffversorgung nicht wirklich gut. Stattdessen empfiehlt sich bereits bei der Pflanzung die Beigabe von Kompost oder Hornspänen. Jährlich im Frühling kann ausreichend Kompost um den Baum verteilt werden. Das hohe Laubaufkommen im Herbst können Sie sich ebenfalls zu Nutze machen. Die Blätter müssen nicht aufwendig entsorgt werden, sondern werden rund um den Baum verteilt. Dies sorgt für eine Anreicherung des Bodens mit Mineralien.

Welche Arten von Weiden gibt es?

Wer nun auf den Geschmack gekommen ist und vielleicht bereits eine Trauerweide besitzt, wird mehr über die Bäume erfahren wollen. Neben der Echten Trauerweide wird in die Silber-Weide und in die Bruch-Weide unterschieden. Auch mehrere Hybriden ähneln in ihrem Wuchs der Echten Trauerweide. Häufig im Handel angeboten wird die Trauerform der Silber-Weide. Die Pflanze besitzt goldgelbe Triebe und kann ebenfalls bis zu 20 Meter an Wuchshöhe erreichen. Es befinden sich zahlreiche Trauerweide-Arten im Handel. Deren genaue Herkunft kann oft nicht hinreichend belegt werden. Es wird zum Beispiel vermutet, dass die aus dem Norden Amerikas stammende Thurlow-Trauerweide als ein Hybride der Lorbeer-Weide zu betrachten ist. Es könnte sich aber auch um eine Abart der Bruch-Weide handeln.

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Weitere interessante Weidearten

  • Heidelbeer-Weide
  • Die Heidelbeer-Weide ist sehr gut für kleine Gärten geeignet und wird maximal einen Meter hoch. Der Zwergstrauch ist nicht nur dekorativ, sondern auch sehr gut winterhart. Die Weiden stammen aus Europa und Asien. Die gelbroten Blütenkätzchen erscheinen in den Monaten April bis Juni.

  • Krautweide
  • Die Krautweide ist ein Zwergstrauch von maximal zehn Zentimetern Höhe. Die sehr gut winterharte Krautweide kann als Ergänzung zur imposanten Trauerweide im Steingarten angepflanzt werden. Die aus Nordamerika und Europa stammenden Pflanzen beeindrucken zwischen Juni und August mit rötlichen Kätzchen an braunroten Zweigen.

  • Lavendel-Weide
  • Die Lavendel-Weide kann Wuchshöhen von bis zu 20 Metern erreichen und damit der Trauerweide Konkurrenz machen. Wer ein größeres Teichgrundstück besitzt, kann die Lavendel-Weide als Ergänzung zur Trauerweide an den Teichrand setzen und damit ein malerisches Gesamtbild erzeugen. Die aus Europa und dem Nordwesten Afrikas stammenden Pflanzen blühen zwischen April und Mai. Dabei stellen die an den silbergrauen Zweigen erscheinenden zartgrünen Kätzchen einen hübschen Kontrast dar.

  • Korb-Weide
  • Mit einer Wuchshöhe zwischen drei und acht Metern ist die Korb-Weide auch für kleinere Gärten gut geeignet. Die Korb-Weide findet bei der Herstellung von Weidenkörben Verwendung. Der winterharte Strauch eignet sich gut als Hangbepflanzung. Die Pflanzen stammen aus Europa und Asien und blühen bereits im März. Dabei sorgen die an den gelblichen Zweigen erscheinenden hellgrünen Kätzchen für ein munteres Bild im frühlingshaften Garten.

    Die Trauerweide richtig schneiden

    Die Trauerweide ist wuchsfreudig und wächst in den ersten Standjahren etwa einen Meter jährlich. Wenn Sie den nötigen Raum bieten können, lassen Sie Ihre Trauerweide ruhig üppig wachsen. Doch meist wird der Hobbygärtner der Wuchsfreude einen Riegel vorschieben müssen und durch regelmäßige Schnittmaßnahmen die Weidengewächse in einer angemessenen Größe halten.

    Schnittmaßnahmen sollten im zeitigen Frühjahr durchgeführt werden. Regnen darf es an dem Tag nicht und auch nicht zu sonnig sein. Ein trockener Tag mit bewölktem Himmel erscheint ideal.
    Geschnitten wird stets von außen nach innen. Beginnen Sie dabei bei den untersten Trieben. Kranke und dürre Äste sind dabei vollständig zu entfernen. Möchten Sie Ihre Trauerweide in Form schneiden, werden alle Äste in der Länge um etwa 2/3 gekürzt.

    ➔ Tipp: Setzen Sie die Schere immer über einem schlafenden Auge an, dann treibt die Pflanze schneller und gleichmäßig aus.

    Die Trauerweide ist sehr gut schnittverträglich. Möchten Sie sich an den Kätzchen erfreuen, bis der Baum beschnitten wird, können Sie auch abwarten, bis der Baum verblüht ist. Wird einmal ein Radikalschnitt nötig, ist dies für die Bäume ebenfalls kein Problem. Schneiden Sie den Baum im Herbst komplett zurück, wird er im nächsten Frühling willig wieder austreiben.

    ➔ Tipp: Schnittwunden können Sie mit einer Kettensäge glätten. Baumwachs muss dann nicht verwendet werden.

    Die Trauerweide überwintern

    Trauerweiden sind robuste Gewächse, die sich als absolut winterhart erweisen und auch frostige Temperaturen von -30 Grad und mehr vertragen. Ein spezieller Winterschutz wird also nicht nötig sein.

    Jungpflanzen erscheinen weniger robust und es bietet sich an, diese mit einem entsprechenden Schutz zu versorgen. Decken Sie hierfür die Baumscheibe mit einer dicken Schicht Kompost, Reisig oder Laub ab.

    Kübelpflanzen benötigen ebenfalls einen zusätzlichen Schutz, da die Erde im Pflanzgefäß schnell durchfriert und die Wurzeln die Pflanze dann nicht mehr mit Nährstoffen versorgen kann. Damit der Kübel nicht durchfriert, wird er auf eine Unterlage aus Holz oder Styropor gestellt. Wählen Sie für die Überwinterung im Freien einen geschützten Standort, zum Beispiel im Schatten einer Hauswand. Wickeln Sie das Gefäß in Gartenvlies oder stülpen Sie einen Jutesack über die Pflanze.

    ➔ Tipp: Auch im Winter benötigen Trauerweiden an frostfreien Tagen gelegentlich etwas Wasser, damit der Boden nicht komplett austrocknet. Bei Kübelpflanzen geben Sie monatlich etwas Dünger dazu.


Foto1: © olyasolodenko - Fotolia.com

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