Zu den Aufgaben einer Baumschule gehört es nicht nur, Bäume aufzuziehen und zu pflegen. Daneben übernimmt sie auch vielerlei andere Aufgaben, die sich rund um Pflanzen drehen.

Baumschule
Baumschuler arbeiten viel im Freien – © A / stock.adobe.com

Im Englischen wird eine Baumschule als „Tree Nursery“ bezeichnet, was so viel wie „Baum Aufzucht“ bedeutet. Denn die Zucht der Bäume und die Begleitung bis zum verkaufsfähigen Zustand kann zum Teil Jahre andauern. Auf den Anbauflächen einer Baumschule befinden sich neben Sträuchern und unterschiedlichsten Bäumen häufig aber auch Stauden und Rosengehölze. Diese zu ziehen und zu kräftigen Pflanze heranwachsen zu lassen, ist die Aufgabe einer Baumschule. Was sie im Detail macht, möchte ich nachfolgend etwas genauer erklären.

Was genau ist eine Baumschule?

Bei einer Baumschule handelt es sich um einen Betrieb, der sich hauptsächlich mit der Anpflanzung und Aufzucht von größeren Pflanzen beschäftigt. Mit dazu gehören nicht nur Sträucher, sondern auch Bäume. Gerade Letztere durchlaufen während ihrer ersten Jahre verschiedene Stadien, in denen eine besondere Form der Pflege erforderlich ist. Baumschulen sind auf diese Fälle spezialisiert und begleiten die Gewächse, bis sie in einem verkaufsfähigen Zustand sind.

Eine Baumschule übernimmt außerdem die folgenden Aufgaben:

  • Wurzeln werden gezielt herangezüchtet
  • Schädlingsbekämpfung und Vorbeugung
  • Wuchs der einzelnen Pflanze wird kontrolliert
  • Veredelung einzelner Gewächse
  • Sortenbestimmung im Einzelfall

Wer kümmert sich um die Pflanzen?

Zuständig für die Aufzucht und Pflege ist der sogenannte Baumschuler. Erlernen lässt sich dieser Beruf innerhalb von drei Jahren im Rahmen einer Berufslehre, sofern diese in einer anerkannten Baumschule abgelegt wird. Nach der Grundausbildung besteht außerdem die Möglichkeit, eine Weiterbildung anzustreben, die sich zum Beispiel mit Fachbereichen wie der Landschaftsarchitektur oder der Hortikultur beschäftigt.

Baumschuler erhalten während ihrer Lehre das Wissen, wie man die Pflanzen vermehrt, welche spezifischen Bedürfnisse sie besitzen und in welchem Umfeld man sie heranziehen sollte. Gleichzeitig wird tiefer auf die Pflege eingegangen und wie die Anbauflächen optimal genutzt werden. Der Baumschuler lernt zudem Details zur Veredelung von Pflanzen, sowie zur Rodung und Bodenpflege. Innerhalb von Bayern und Nordrhein-Westfalen etabliert sich auch das Feld des Verkaufs und der Beratung immer mehr.

Was ist der Unterschied zwischen einer Baumschule und einer Gärtnerei?

Der Gedanke liegt nahe, dass auch eine Gärtnerei theoretisch dazu in der Lage ist, Bäume und Sträucher heranzuziehen und zu verkaufen. Doch es gibt ein paar eindeutige Unterschiede: Eine Baumschule beschäftigt sich ausschließlich mit dem Anbau und dem Weiterverkauf von Sträuchern, Hecken und Forstpflanzen. Eine Gärtnerei hingegen befasst sich eher mit der Aufzucht von Blumen und Zierpflanzen.

Wer einen Baum oder ein anderes Gewächs innerhalb einer Baumschule erwirbt, kann stets davon ausgehen, eine gewisse Qualität zu erhalten. Ist man sich nicht sicher, ob das gewählte Gewächs das Richtige ist, berät die Baumschule eingehend und beantwortet auch spezifische Fragen, die man zur erworbenen Pflanze hat. Dies gilt auch für den Bereich der Schädlingsbekämpfung oder wie man am besten mit Unkraut umgeht.

Wie sieht das Angebot einer Baumschule aus?

Dass Baumschulen hauptsächlich die Aufzucht von größeren Pflanzen in Angriff nimmt, wurde bereits erwähnt. Daher folgt hier nun eine Auflistung mit den Pflanzen, die für gewöhnlich im Angebot einer Baumschule enthalten sind:

Art beinhaltet
Nadelhölzer • Nadelbäume
• Sträucher
Wildgehölze • Schling- und Kletterpflanzen
• Rosen
Laubgehölze • Heckenpflanzen
• Ziergehölze
• Laubbäume
Obstbäume • Gewächse mit Stein- und Kernobst, sowie Beerengewächse
• Nusssträucher
Forstgewächse • Hölzer, die zur nachhaltigen Forstwirtschaft und Holzproduktion beitragen

Nicht immer umfasst das Produktsortiment nur Gewächse, die für den privaten Gebrauch geeignet sind. Häufig werden ebenso Gehölze angeboten, die im öffentlichen Raum angepflanzt werden. Zum Beispiel erledigt eine Baumschule die Vorbereitung sämtlicher Gewächse, die in Parks und anderen öffentlichen Anlagen aufgestellt werden. Im Bereich der Forstpflanzen ist die Baumschule außerdem dazu verpflichtet, sich an bestimmte gesetzliche Vorgaben zu halten.

Hier ein interessanter Beitrag zur Ausbildung als Baumschulgärtner/-in und den Aufgabengebieten einer Baumschule:

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Gartentipp des Tages!

Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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