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Weihnachtskaktus Pflege – Hinweise zum richtigen Standort sowie zum Gießen & Düngen

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Der Weihnachtskaktus ist eigentlich recht pflegeleicht. Trotzdem gibt es einige Dinge, die Sie beachten sollten, damit Sie lange Freude an Ihrem Kaktus haben.

Weihnachtskaktus pflegen
© ClaraNila – Fotolia.com

Weihnachtskakteen, auch Schlumbergera genannt, kommen ursprünglich aus den Regenwäldern Brasiliens. Das Kakteengewächs, das rote, weiße oder orangefarbene Blüten tragen kann, wird bis zu 40 Zentimeter hoch und fast genauso breit. Dabei findet die Blüte meist sechs Wochen lang von November bis Dezember statt, sodass der Kaktus die Feiertage feierlich mitgestaltet. Da der Gliederkaktus ziemlich einfach zu pflegen ist und sich als langlebiger Begleiter erweist, ist er als Zimmerpflanze bei einigen Liebhabern besonders beliebt. Doch wie findet die Pflege des Weihnachtsbegleiters am besten statt? Welchen Standort benötigt das Gewächs – und was ist noch zu beachten?

Viele Facetten für dekorative Nutzungen

Der Weihnachtskaktus ist nicht nur bekannt für seine hübschen Blüten in der Weihnachts- und Winterzeit, sondern auch für seine Artenvielfalt. So ist der Schlumbergera Orssichiana bekannt dafür, flammenartige, rote Blüten auszubilden, die aber sehr selten zu finden sind. Der Schlumbergera Truncata hingegen ist sehr pflegeleicht und mittlerweile weit verbreitet, weil Liebhaber ihn wegen der rosafarbenen, orangenen oder roten und weißen Blüten als Zimmerpflanze anschaffen. Der Weihnachtskaktus richtet sich übrigens nach der Sonne aus, sodass er es nicht mag, wenn er ständig verstellt oder umgedreht wird.

Vorteile des Weihnachtskaktus
blüht etwa sechs Wochen lang
 Blüte findet von November bis Dezember in der Winterzeit statt
 ist in der Regel pflegeleicht
Blüten können rot, weiß, orange oder rosafarben sein
 es gibt viele Arten der Weihnachtskakteen, darunter auch selten zu findende
 schöne Zimmerpflanze, die auch durch ihre Glieder ansehnlich ausfällt
Nachteile des Weihnachtskaktus
wirft seine Knospen ab, wenn er zu oft verschoben oder umgestellt wird, da er sich hierbei wieder in Richtung der Sonne wenden muss
 manche Sorten sind sehr selten und daher kaum erhältlich
keine Blüte außerhalb der Winterzeit, sodass man das ganze Jahr auf diese warten muss

Welcher Standort ist der Beste?

Vorweg ist zu sagen, dass der Weihnachtskaktus nicht im Garten oder auf dem Balkon gehalten wird. Denn hierbei handelt es sich um eine Zimmerpflanze, die übrigens auf einen leicht sonnigen, aber teilweise auch schattigen Standort angewiesen ist. Sehr freut sich das Gewächs aus dem Regenwald über die frühe Sonne am Morgen oder Abend, weshalb Besitzer bevorzugt nach einem solchen Standort Ausschau halten sollten. Hitze durch Mittagssonne hingegen sollte vermieden werden, wenn man einen perfekten Standort für den Weihnachtskaktus finden möchte. Daher sollte ein gewisser Abstand zum Fester erreicht werden können, wenn sich kein besserer Standort finden lässt. Möchte man den Kaktus bei entsprechenden Temperaturen im Freien lagern, sollten diese auch bei Nacht nicht unter 10 Grad Celsius fallen. Dann darf der Kaktus gut und gerne an einem schattigen Plätzchen verweilen. Hier ist jedoch wichtig, diesen vorher an Außentemperaturen zu gewöhnen, beispielsweise durch das stündliche Aufbewahren im Freien. Bleibt der Kaktus drinnen, darf er gerne über einer Heizung aufbewahrt werden, denn warme Wurzeln tun dem Gewächs gut.

Welche Erde benötigt der Weihnachtskaktus?

Bestenfalls wird für den Weihnachtskaktus Kakteenerde verwendet, denn diese muss möglichst durchlässig sein – Staunässe verträgt der Weihnachtskaktus nämlich gar nicht gut. Ein geringer Teil Sand oder Ton darf gerne in der Erde enthalten sein. Blumenerde ist allerdings weniger gut geeignet, da sie oftmals nicht durchlässig genug ist und sich besagte Staunässe bildet. Hat man die Möglichkeit, etwas Tongranulat zur Kakteenerde hinzuzufügen, kommt das dem Weihnachtskaktus zugute.

Muss der Weihnachtskaktus umgetopft werden?

Weil ein Weihnachtskaktus schnell bis zu 40cm hoch und fast genauso breit wird, kann es von Zeit zu Zeit notwendig sein, ihm einen größeren Lebensraum, also größeren Blumentopf zu gewähren. Sonst hätten die Wurzeln der Pflanze keinen Platz mehr, sodass diese nicht nur das weitere Wachsen einstellt, sondern auch nur kümmerlich erblüht. Generell sollte nur nach der Blütezeit umgetopft werden, dabei sind die Wurzeln besonders zu beachten, sodass sie nicht beschädigt werden. Beim Umtopfen ist der neue Topf außerdem mit frischer statt alter Erde zu führen, damit der Kaktus auch frische Nährstoffe erhält. Generell gilt auch, dass der Blumentopf für Weihnachtskakteen kleiner sein sollten, als das Pfanzenbündel über der Erde breit ist. Das liegt daran, dass das Wurzelwerk des Weihnachtskaktus zwar sehr schnell wächst, in der Regel aber kompakt verwurzelt ist, sodass es deutlich kleiner ausfällt, als die Pflanze selbst. Das heißt also, dass nur weil die Pflanze über den Topfrand hinaus wächst, der Topf ihr noch längst nicht zu klein ist.

Muss man den Weihnachtskaktus düngen – oder reicht das Gießen aus?

Wenn es um die Pflege eines Weihnachtskaktus geht, gehört natürlich auch das Gießen dazu. Hierbei gibt es einige Dinge zu beachten, wie beispielsweise:

das Wasser selbst darf keinesfalls kalkhaltig sein, besser ist daher abgekochtes Wasser oder auch Regenwasser aus dem Garten – kalkhaltiges Wasser wird von dem Weihnachtskaktus unter keinen Umständen gut vertragen
bei höheren Temperaturen im Frühling, Sommer und Spätsommer sollte das Gießen sehr regelmäßig erfolgen, sodass sich das Substrat mit Wasser vollsaugen kann
sammelt sich Wasser im Untersetzer, ist dieses immer sofort zu entfernen, um Staunässe zu vermeiden
auch Aquariumwasser eignet sich zum Gießen, da dieses Nährstoffe enthält, dies sollte aber nicht zu oft stattfinden


Das Düngen läuft etwas anders ab. Der Weihnachtskaktus stammt schließlich aus nährstoffärmeren Gefilden und kommt daher mit einer zu hohen Nährstoffmenge nicht klar. Weniger ist also in Sachen Dünger beim Weihnachtskaktus deutlich mehr. Junge, etwa frisch gekaufte Weihnachtskakteen müssen gar nicht gedüngt werden, nach einem oder zwei Jahren darf das erste Düngen stattfinden. Dabei braucht es nur sehr wenig flüssigen Pflanzendünger, um den Weihnachtskaktus im Frühling mit seiner nötigen Dosis an Nährstoffen zu versorgen.

Schnitt des Weihnachtskaktus – muss man überhaupt schneiden?

Das Schneiden des beliebten Weihnachtskaktus ist eigentlich nur notwendig, wenn man diesen über Stecklinge vermehren möchte. Diese können dann mindestens drei Zentimeter tief in einen Blumentopf in Kakteenerde eingepflanzt werden, um nach dem ständigen Feuchthalten zu einer eigenständigen Pflanze heranzuwachsen. Zu häufiges Gießen ist auch hier wieder wegen der Staunässe zu vermeiden. Ansonsten kann man abgetrocknete Blüten nach der Blütezeit vom Weihnachtskaktus abschneiden, sofern sie nicht von selbst abfallen. Auch eingetrocknete Glieder dürfen bei Bedarf abgeschnitten werden, ansonsten ist kein Rückschnitt notwendig.

Fazit

Wie man sieht, ist der Weihnachtskaktus ein sehr ansehnlicher, aber auch einfach zu pflegender Vertreter der Kakteen. Zwar wartet man das ganze Jahr auf die hübsche Blüte, dafür hält diese im Winter ziemlich lange an und bietet eine schöne Abwechslung zu anderen Pflanzen in der Winterzeit. Selbst die Anforderungen beim Gießen sind seitens der Pflanze so gering, dass selbst Laien sie gut halten können – außerdem spart man sich mit ihr eine Menge Arbeit, da kaum Schnitte notwendig sind und die Pflanze auch keine großen Töpfe, sowie wenig Dünger benötigt. Es lohnt sich also in jedem Fall, über die Anschaffung der Weihnachtskakteen nachzudenken.


Foto1: © ClaraNila - Fotolia.com

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