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Wundpflege bei Gehölzen – So verhindern Sie einen Pilzbefall

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Schnittmaßnamen verursachen ebenso Wunden am Gehölz wie abgebrochene Äste. Über unbehandelte Wunden können Pilze und Keime eindringen und die Gehölze absterben.

Wundpflege Gehölze
© bellakadife / stock.adobe.com

Ein verwundeter Baum ist an den betroffenen Stellen besonders empfindlich für einen Bakterienbefall. Mit der richtigen Pflege können die Wunden rechtzeitig abheilen und das Gewächs ist vor Krankheiten geschützt.

Müssen Wunden am Gehölz behandelt werden?

Für gewöhnlich entstehen Wunden an Gehölzen durch die jährliche Schnittpflege, die sowohl bei Bäumen als auch Sträuchern erforderlich ist. Ob diese behandelt werden müssen, hängt zum einen von der Größe der Wunde ab und zum anderen von der jeweiligen Jahreszeit.

Sommer

Kleinere Wundstellen heilen durch die typische Sommerwärme sehr gut ab. In den meisten Fällen ist hierbei keinerlei Wundpflege erforderlich.

Winter

Verletzungen am Gehölz sollten in der kalten Jahreszeit nicht ungeschützt bleiben. Die Pflegezeiträume liegen bei den meisten Gewächsen im Kalender zwischen Januar und März, dazu kommt die Zeit von Oktober bis Dezember.

Wundstellen fachgerecht pflegen

Wundpflege Gehölze - ausgefranster Wundrand
Ausgefranste Wundränder müssen geglättet werden – © bellakadife / stock.adobe.com
In der kälteren Jahreszeit ist eine Wundpflege immer empfehlenswert. Ist die Wunde frisch, hilft eine rasche Behandlung dabei, das Gewächs vor Krankheiten zu schützen. Hierzu geht man am besten wie folgt vor:

1Im ersten Schritt müssen Sie überprüfen, ob die Wundränder ausgefranst sind. Solche sind mit einer Säge oder einem Messer zu glätten. Entfernen Sie auch kurze verbliebene Aststücke. So ermöglichen Sie dem Gehölz eine leichtere Wundheilung.

Tipp: Achten Sie darauf, dass Sie immer mit scharfen und sauberen Werkzeugen arbeiten.

2Im zweiten Schritt behandeln Sie die Wunde mit einem Wund-Balsam für Holzgewächse. Je nach Produkt ist dabei die gesamte Wunde oder nur der Wundrand mit Balsam zu behandeln.

Tipp: Der verwendete Wund-Balsam sollte unbedingt mit einem Siegel der biologischen Bundesanstalt ausgezeichnet sein.

In der warmen Jahreszeit meist keine Pflege erforderlich

Wundpflege Gehölze - Selbstheilung
Eine solche Umwallung entsteht, wenn ein Gehölz seine Wunden selbst heilt – © vulkanismus / stock.adobe.com
Entsteht eine Baumwunde im Sommer, trocknet die Wärme die betroffenen Stellen für gewöhnlich gut aus, so dass für Keime und Bakterien keine geeignete Grundlage zur Ausbreitung vorhanden ist. Ein typisches Merkmal solcher Stellen ist die sogenannte Umwallung, bei welcher das Gewächs am Rand einen regelrechten Kragen bildet. Auf der Verletzung selbst entsteht hingegen ein Kallus, der aus einem natürlichen Gewebe besteht und für die Wunde als Schutzfilm fungiert.

Wendet man während dieser Zeit hingegen einen Wund-Balsam an, kann dies dazu führen, dass das Holz durch die Schutzmittel weitere Risse bekommt. Ebenso können sich Blasen auf der Rinde bilden, schlimmstenfalls löst sich diese komplett ab. Kurioserweise sind die mit einem Schutzbalsam behandelten Stellen im Sommer bei Feuchtigkeit anfälliger für Krankheiten und Pilzbefall als es im Winter der Fall ist.

Konsequenzen mangelnder Pflege

Wird die Wunde eines Gehölzes nicht fachgerecht behandelt, dringen leichter Keime und Pilze ein. Es besteht die Gefahr, dass diese im Gehölz vielfältige Schäden anrichten. Als Konsequenz daraus sterben zunächst einzelne Äste ab, die Pilzkrankheit jedoch arbeitet sich weiter durch das gesamte Gewächs, so dass dieses nach und nach abfault.

Dementsprechend stellen Wunden an Gehölzen ein zusätzliches Sicherheitsrisiko bei Bäumen innerhalb eines Gartens dar und sollten rechtzeitig behandelt werden.

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