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Erdnüsse anbauen – So wird’s gemacht

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Essen Sie auch gerne Erdnüsse? Dann bauen Sie diese doch einfach selber an. Wie das geht und was Sie beachten müssen, wenn Sie Erdnüsse anbauen, lesen Sie hier.

Bauen Sie Erdnüsse einfach selber an
Bauen Sie Erdnüsse einfach selber an

Die als Knabberei so beliebte Erdnuss gehört eigentlich nach Südamerika. Mit etwas Liebe und einem Gewächshaus oder Wintergarten, lässt sie sich aber auch hier in Deutschland relativ problemlos anbauen. Probieren Sie es aus.

Anzucht

Für die Anzucht benötigen Sie lediglich eine frische Erdnuss. Diese sollte natürlich nicht gesalzen oder geröstet sein. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit diesen Tropica Samen gemacht. Die Nuss müssen Sie schälen und in einen kleinen Topf mit feuchter Anzuchterde bzw. spezieller Kakteenerde stecken. Anschließend müssen Sie abwarten, bis sie keimt.

» Tipp:

Decken Sie den Topf am besten mit einer durchsichtigen Folie ab. Dadurch können Sie die Luftfeuchtigkeit im Inneren erhöhen und die Keimzeit beschleunigen.

Während der Keimperiode müssen Sie daran denken, dass die Erdnuss im Erdreich gleichbleibend feucht gehalten werden muss. Zudem müssen Sie den Topf an einem warmen und lichtdurchfluteten Platz aufstellen (z.B. auf einer Fensterbank).

» Tipp:

Sobald das Erdnuss-Pflänzchen stark genug ist, können Sie es in einen neuen Topf mit möglichst sandhaltiger Erde einpflanzen (alternativ dazu können Sie auch Kakteenerde einsetzen).

Pflege

Standort:

Als idealer Standort für eine Erdnuss gilt in der Regel ein Wintergarten bzw. ein Glasgewächshaus. Wobei sie Temperaturen um die 25 bis 30 Grad mit starker Sonneneinstrahlung deutlich bevorzugt.

Inzwischen sind jedoch auch Zuchtpflanzen und Samen im Fachhandel erhältlich, welche sich unseren Breitengraden weitgehend anpassen. Erdnüsse sollten Sie jedoch niemals in den Schatten stellen bzw. pflanzen!

Erdnusspflanzen brauchen viel Sonne
Erdnusspflanzen brauchen viel Sonne

Gießen:

Erdnusspflanzen sollten Sie anschließend im Frühjahr und Sommer mit möglichst wenig Wasser versorgen. Während dieser Zeit entwickeln die Pflanzen auch eine kurze Blütenperiode, die meist nur ein bis zwei Tage andauert. Der Fruchtstiel wächst anschließend direkt ins Erdreich und bildet dort seine Früchte (Nüsse).

» Tipp:

Erdnüsse sollten Sie immer in einen wasserdurchlässigen Topf einsetzen, da sie keinerlei Staunässe akzeptieren.

Im Herbst müssen Sie die Wasserzufuhr dann deutlich reduzieren. Im Winter können Sie meist sogar ganz auf das Gießen verzichten. Außer Sie halten die Erdnusspflanzen in einem sehr warmen Zimmer, wo sie zu stark austrocknen. Dann empfiehlt es sich jedoch, mit einem Wassersprühgerät die Erdnüsse kurz zu besprenkeln, wodurch sich gleichzeitig auch die Luftfeuchtigkeit im Raum erhöht.

Düngen:

Erdnüsse sollten Sie im Frühjahr und im Sommer möglichst alle vier Wochen mit einem Volldünger bzw. Gemüsedünger mäßig düngen.

Ernte

Sobald sich die Blätter der Erdnusspflanzen gelb verfärben, sind die Nüsse im Erdreich auch weitgehend ausgereift und können geerntet werden. Dabei müssen Sie die Pflanze mitsamt der Wurzel aus dem Topf ziehen.

Sie müssen die Erdnüsse abzupfen und trocknen
Sie müssen die Erdnüsse abzupfen und trocknen

Anschließend müssen Sie die Hülsenfrüchte abzupfen und erst einmal trocknen, bevor Sie die frischen Erdnüsse verzehren bzw. aus diesen Nüssen im kommenden Winter/Frühjahr wieder neue Pflanzen heranziehen können.

» Tipp:

Die abgeernteten Wurzeln sollten Sie unbedingt auf dem Kompost entsorgen, da sie extrem nährstoffreich sind.


Foto1: © volff - Fotolia.com, Foto2: © humannet - Fotolia.com, Foto3: © axway - Fotolia.com

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