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Erdwespen bekämpfen – So klappt’s!

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Kriechen schwarz-gelbe Insekten aus der Gartenerde, handelt es sich meist um eines: Erdwespen. Dann heißt es schnell handeln und das Erdnest vernichten.

Erdwespen nicht mit Bienen verwechseln!
Erdwespen nicht mit Bienen verwechseln!

Die Erdwespen leben, wie es der Name schon sagt, in der Erde wo sie ihren Bau haben. Sie dürfen die Erdwespen aber nicht mit bestimmten Bienenarten verwechseln, denn auch diese sind unter Umständen in der Erde zu finden. Die Eingänge der beiden Insektenarten können Sie aber unterscheiden: die der Bienen sind nämlich wesentlich kleiner als die der Erdwespen. Normalerweise ist der Bau der Erdwespe auch nur ein Jahr lang bewohnt.

Erdwespen einfach loswerden?

Leicht ist es auf keinen Fall, die Erdwespen aus dem Garten zu beseitigen. Haben Sie einen Imker in der Bekanntschaft, so sollten Sie zuerst zu ihm Kontakt aufnehmen, denn er kann das Nest der Erdwespen eventuell umsetzen. Imker haben zudem auch die notwendig Ausrüstung, damit bei dieser Aktion kein Mensch zu Schaden kommt.

Haben Sie keinen Imker in der Bekanntschaft, reicht es auf keinen Fall aus, irgendwelche speziellen Fallen aufzustellen, um die Erdwespen loszuwerden. Bei der Bekämpfung ist das Nest von entscheidender Rolle, denn hier ist die Basis. Stellen Sie eine Falle auf, so werden wohl einige Tiere dran glauben müssen, aber es kommen immer wieder welche nach. Zur Bekämpfung ist es also notwendig, das Nest der Erdwespen zu finden.

So gelingt die Bekämpfung der Erdwespen

➤ Schritt 1 – das Nest aufspüren:

Das Nest können Sie eigentlich ganz leicht aufspüren, indem Sie sich an den Eingangslöchern orientieren. Hiervon gibt es nur wenige, doch diese sind in der Regel relativ groß. Ganz in der Nähe dieser Löcher muss sich dann auch der Bau der Insekten befinden. Nachts befinden sich die Wespen übrigens immer in ihrem Nest. Dann sollten Sie am besten auch zur Tat schreiten.

➤ Schritt 2 – Sicherheitsvorkehrungen treffen:

Möchten Sie nun zur Tat schreiten, sollten Sie wissen, das dies immer mit einer gewissen Gefahr verbunden ist, da Sie gestochen werden könnten. Wespen reagieren nämlich äußerst aggressiv, wenn es um die Verteidigung ihrer Nester geht. Daher sollten Sie immer eine entsprechende Schutzkleidung tragen. Zudem sollten sich auch alle nicht beteiligten Personen und auch Ihre Haustiere nicht im Freien, sondern im Haus aufhalten.

➤ Schritt 3 – Erdwespen ausmerzen:

➥ Hausmittel:

Haben Sie das Nest gefunden, raten wir Ihnen immer erst einige Hausmittel auszuprobieren. Der Einsatz eines Pestizides sollte immer die letzte Lösung sein, wenn ansonsten gar nichts mehr hilft. Sie können zum Beispiel heißes Wasser in die Erdlöcher laufen lassen. Am besten mit etwas Zucker versetzt, denn dann verkleben auch gleichzeitig die Flügel der Wespen. Eine Alternative zum heißen Zuckerwasser wäre auch mit Essig versetztes Wasser.

Da Sie mit dieser Methode jedoch nicht gleich alle Tiere erwischen werden, müssen Sie den Vorgang mehrere Nächte hintereinander wiederholen. Abschließend sollten Sie das Erdreich zusätzlich auch noch umgraben, so dass der Bau komplett zerstört wird.

➥ Ausräuchern:

Die Erdwespen können Sie auch ausräuchern, jedoch müssen Sie sich dann sicher sein, dass es keine Wespenart ist, die unter Naturschutz steht. Ansonsten machen Sie sich strafbar. Durchführen sollte das am besten ein Imker oder Kammerjäger, der sich damit auskennt. Bringen Sie sich jedoch niemals selber in Gefahr!


Foto1: © tassos1966 - Fotolia.com

7 KOMMENTARE

  1. ich hätte gerne mal gewußt, was für einen Schaden Erdwespen überhaupt anrichten, so daß sie bekämpft werden müssten. meines Wissens sind Wespen Fleischfresser, also eher Verbündete des Gärtners. darüber wird kein Sterbenswörtchen verloren.

    • Der Schaden liegt z.B. darin das eine Frau nach einem Schlaganfall im Rollstuhl sitzend von hunderten , stechwütigen Erdwespen zerstochen wird!
      Sowas schon mal persöhnlich erlebt?
      Ist schmerzhaft, glauben Sie mir.

  2. Also ich hab einen Kirschbaum und in unmittelbarer Nähe ein größeres Loch entdeckt aus dem unzählige Wespen kommen und gehen. Wir haben Kirschen geentet, keine der Wespen hat uns angegriffen. Habe auch keine Probleme mit den Wespen wenn wir draußen essen. Logischerweise störe ich die Lebewesen auch nicht und lasse sie soweit wie möglich in Ruhe. Aber selbst wenn ich in ihre Nähe komme sind sie nicht aggresiv. Ich gerate aber auch nicht in Panik wenn mal die eine oder andere Wespe , Biene oder Hornisse in meine Nähe kommt. Die Tiere sind nützlich und (wenn man keine Allergie hat) keinesfalls lebensbedrohlich. Einfach Ruhe bewahren, still halten und nicht wild rumfuchteln. In der Nähe des Erdwespennestes bewege ich mich langsam und mit Bedacht. Nach dem Motto : Sie stören mich nicht und ich störe sie nicht.

  3. Habe ein Nest unterhalb eines Birkenstumpfes, der als Zaun an einer Heckenscheren liegt. Beim Schneiden der Hecke griff mich eine Erdwespe an. Sicher um ihr Nest zu schützen. Zwei Wespen flogen mir noch 20 Meter hinterher und stachen ebenfalls. Sehr heftig die späteren Blattern! Zwiebel half wenig! Habe jetzt Wespenschaum eingesetzt und hoffe drauf, dass den Nachbarskindern, unseren Hunde und Katzen nichts passiert. Naturschutz ja, aber Eigenschutz zählt ebenso…

  4. Ich bin auch der Meinung, man sollte die Tiere in Ruhe lassen und nur im äußersten Notfall irgendetwas gegen sie unternehmen und dann braucht man auch nicht so aggressiv gegen die Wespen vorgehen, sondern kann sie umsiedeln lassen. Wie grauenvoll, Zuckerwasser in die Löcher füllen, damit die Flügel verkleben. Solche Aktionen sollten unterlassen werden.
    Tips für das friedliche Zusammenleben der verschiedenen Lebewesen sind wünschenswerter.

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